Arbeitsschritte zur Wartung/Prüfung von Feuerlöschern

Arbeitsschritte zur Wartung und Prüfung von Feuerlöschern umfassen deutlich mehr als eine äußere Sichtkontrolle. Bei der Instandhaltung werden Zustand, Beschriftung, Armaturen, Löschmittel, Dichtungen, Sicherheitseinrichtungen und weitere Bauteile des Feuerlöschers geprüft.
Welche einzelnen Arbeiten erforderlich sind, hängt von Bauart, Löschmittel, Hersteller und Zustand des jeweiligen Feuerlöschers ab. Maßgeblich sind die für das Gerät geltenden Vorgaben und die zugehörigen Prüf- und Füllanweisungen.
Was wird bei der Feuerlöscher-Wartung geprüft?
Zu Beginn wird der Feuerlöscher äußerlich beurteilt. Anschließend werden die für Bauart und Löschmittel erforderlichen Prüfungen durchgeführt.
- allgemeiner Zustand und Sauberkeit des Feuerlöschers
- Lesbarkeit, Vollständigkeit und Zustand der Beschriftung
- äußerer Zustand des Behälters
- Korrosionserscheinungen und Beschädigungen
- Zustand von Kunststoffteilen
- Armaturen und Betätigungseinrichtungen
- Schläuche und Löschdüsen
- Sicherungen und Plombierungen
- Gewinde und Anschlussstellen
- Feuerlöscherhalterung, soweit zugänglich
Prüfung des Löschmittelbehälters
Der Löschmittelbehälter wird auf erkennbare Schäden, Korrosion und Veränderungen geprüft. Je nach Feuerlöscher-Bauart und den dafür geltenden Vorgaben kann auch eine Beurteilung des Behälterinnenraums erforderlich sein.
Bei der Wartung wird außerdem berücksichtigt, ob für den Behälter oder druckbeaufschlagte Bauteile weitere Prüfungen oder Fristen zu beachten sind.
Löschmittel kontrollieren
Auch das Löschmittel gehört zur Wartung. Geprüft wird je nach Feuerlöscher unter anderem, ob die vorgesehene Menge vorhanden ist und ob das Löschmittel weiterhin verwendbar ist.
- Gewicht beziehungsweise Menge des Löschmittels
- Zustand des Löschmittels
- weitere Verwendbarkeit entsprechend der jeweiligen Geräte- und Herstellervorgaben
- bei einer Neubefüllung Verwendung des für das Gerät vorgesehenen Löschmittels
Bei Kohlendioxid-Feuerlöschern unterscheidet sich die Prüfung aufgrund ihrer Bauart von Feuerlöschern mit Wasser, Schaum oder Pulver.
Treibmittel und Druckversorgung prüfen
Bei Auflade- und Dauerdrucklöschern muss auch die jeweilige Druckversorgung berücksichtigt werden.
- Kontrolle des Treibmittels beziehungsweise des Treibgasbehälters
- Prüfung des vorgesehenen Druckes oder Gewichtes entsprechend der Bauart
- Kontrolle druckbeaufschlagter Bauteile
- Dichtheitsprüfung bei Dauerdrucklöschern
Dichtungen, Leitungen und Sicherheitseinrichtungen
Dichtstellen, Dichtungen sowie die Wege für Lösch- und Treibmittel müssen funktionsfähig sein.
- Dichtungen und Dichtstellen
- Steigrohre und interne Leitungen
- Schläuche und Löschmittelleitungen
- freier Durchgang der Löschmittelwege
- Sicherheitseinrichtungen
- Auslöse- und Unterbrechungseinrichtungen
Instandsetzung bei festgestellten Mängeln
Werden bei der Prüfung Mängel festgestellt, müssen diese bewertet und gegebenenfalls durch geeignete Instandsetzungsmaßnahmen beseitigt werden.
Dazu kann beispielsweise der Austausch beschädigter Dichtungen, Schläuche, Armaturen oder anderer Bauteile gehören. Art und Umfang einer Instandsetzung richten sich nach dem vorhandenen Gerät und den Herstellerangaben.
Feuerlöscher nach Gebrauch neu befüllen
Nach einer Benutzung muss ein Feuerlöscher fachgerecht geprüft und wieder befüllt werden, bevor er erneut einsatzbereit ist.
Dabei dürfen nur Lösch- und Treibmittel verwendet werden, die für den jeweiligen Feuerlöscher vorgesehen sind. Die Prüf- und Füllanweisungen des Geräteherstellers sind zu beachten.
Abschluss der Wartung und Kennzeichnung
Nach Abschluss aller erforderlichen Arbeiten wird die Funktionsbereitschaft des Feuerlöschers wiederhergestellt und die durchgeführte Instandhaltung entsprechend dokumentiert beziehungsweise gekennzeichnet.
Erst wenn die für den jeweiligen Feuerlöscher erforderlichen Prüfschritte durchgeführt und festgestellte Mängel entsprechend bewertet wurden, ist die Wartung abgeschlossen.
Warum sich der Wartungsumfang je nach Feuerlöscher-Bauart unterscheidet?
Der konkrete Arbeitsumfang ist nicht bei jedem Feuerlöscher identisch. Dauerdrucklöscher, Aufladelöscher und Kohlendioxid-Feuerlöscher unterscheiden sich konstruktiv und erfordern deshalb unterschiedliche Prüfschritte.
Auch Löschmittel, Alter, Hersteller und Gerätezustand beeinflussen den Umfang der Instandhaltung. Eine allgemeine Checkliste kann deshalb nur den grundsätzlichen Ablauf darstellen.
Wartung für den Betreiber nachvollziehbar
Eine fachgerechte Feuerlöscher-Wartung sollte für den Betreiber nachvollziehbar sein. Bei Fragen zu festgestellten Mängeln, ausgetauschten Teilen oder dem Zustand eines Gerätes sollte der Kundendienst erläutern können, welche Arbeiten durchgeführt wurden und warum weitere Maßnahmen erforderlich sind.
Gerade bei älteren Feuerlöschern kann dabei auch die Frage entstehen, ob eine weitere Instandsetzung technisch und wirtschaftlich noch sinnvoll ist oder ein Austausch des Gerätes die bessere Lösung darstellt.
Weiterführende Links
- Wartung und Instandhaltung von Feuerlöschern
- Feuerlöscher kaufen
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- Den richtigen Feuerlöscher finden
- Feuerlöscher – Typen und Ausführungen
- Wasserlöscher – Typen und Ausführungen
- Kohlendioxid-Feuerlöscher
Wartung und Prüfung von Feuerlöschern anfragen
Für eine Wartungsanfrage sind insbesondere Standort, Anzahl und Art der vorhandenen Feuerlöscher hilfreich. Bei älteren oder auffälligen Geräten können zusätzlich Fotos und Herstellerangaben die Einschätzung erleichtern.


