Schlauch- und Geräteschutzschränke

Schlauch- und Geräteschutzschränke für Feuerwehr und Löschwassertechnik

Schlauch- und Geräteschutzschränke dienen der geschützten und übersichtlichen Aufbewahrung von Feuerwehrschläuchen, Armaturen, Strahlrohren, Kupplungsschlüsseln und weiterem Zubehör. Sie werden insbesondere dort eingesetzt, wo Ausrüstung der Feuerwehr- und Löschwassertechnik griffbereit vorgehalten und gleichzeitig vor äußeren Einflüssen geschützt werden soll.

Je nach Einsatzort stehen unterschiedliche Größen, Materialien, Schließungen und Montagearten zur Verfügung. Entscheidend für die Auswahl sind die unterzubringende Ausrüstung, der vorgesehene Standort und die Anforderungen an Zugänglichkeit und Schutz.

Wofür werden Schlauch- und Geräteschutzschränke eingesetzt?

Schlauch- und Geräteschutzschränke werden verwendet, wenn brandschutztechnische Ausrüstung nicht offen gelagert werden soll. Feuerwehrschläuche, Armaturen und Zubehör können darin geordnet und am vorgesehenen Einsatzort bereitgehalten werden.

Typische Einsatzbereiche sind Industrie- und Produktionsbetriebe, Betriebshöfe, Lager- und Logistikbereiche, kommunale Einrichtungen, technische Räume sowie Anlagen der Löschwassertechnik.

Schlauchschrank, Geräteschrank oder Geräteschutzschrank?

Die Bezeichnungen werden in der Praxis teilweise überschneidend verwendet. Je nach Ausführung unterscheiden sich jedoch die vorgesehenen Einsatzmöglichkeiten:

  • Schlauchschränke dienen vor allem zur Aufbewahrung von Feuerwehr- oder Löschwasserschläuchen.
  • Geräteschränke bieten zusätzlich Platz für Armaturen, Strahlrohre, Kupplungsschlüssel und weiteres Zubehör.
  • Geräteschutzschränke sind für die geschützte Aufbewahrung unterschiedlicher Ausrüstungsgegenstände vorgesehen.

Welche Variante sinnvoll ist, richtet sich deshalb in erster Linie nach dem vorgesehenen Inhalt und dem Einsatzort.

Innenbereich oder Außenmontage

Für Innenbereiche gelten andere Anforderungen als für eine Montage im Freien. Im Außenbereich sind insbesondere Witterungseinflüsse, Korrosionsschutz und die Art der Befestigung zu berücksichtigen.

Ob ein bestimmter Schrank für die Außenmontage geeignet ist, hängt von seiner jeweiligen Ausführung und dem vorgesehenen Einsatzbereich ab. Die Eignung sollte daher immer anhand der konkreten Produktmerkmale geprüft werden.

Größe und Ausstattung richtig auswählen

Die Größe eines Schlauch- oder Geräteschutzschrankes sollte sich nach der tatsächlich unterzubringenden Ausrüstung richten. Neben den Abmessungen von Schläuchen und Armaturen ist auch ausreichend Platz für einen übersichtlichen und gut zugänglichen Einbau wichtig.

Je nach Ausführung können beispielsweise Fachböden, Halterungen oder Aufnahmen für Schläuche und Armaturen vorhanden sein. Auch die Tür- und Schließausführung kann sich unterscheiden.

  • Verwendung: Aufbewahrung von Schläuchen, Armaturen und Zubehör
  • Einsatzort: Innenbereich oder Außenmontage je nach Ausführung
  • Montage: Wandmontage oder andere objektbezogene Befestigungsmöglichkeiten
  • Material: abhängig von der jeweiligen Schrankausführung
  • Schließung: je nach Modell unterschiedliche Griff- und Schließsysteme
  • Größe: Auswahl entsprechend der vorgesehenen Ausrüstung

Schließung und Zugänglichkeit

Bei der Auswahl sollte berücksichtigt werden, wer im Bedarfsfall Zugriff auf die gelagerte Ausrüstung benötigt. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Griff- und Schließsysteme infrage.

In öffentlich zugänglichen oder besonders beanspruchten Bereichen kann zusätzlich ein Schutz vor unbefugtem Zugriff sinnvoll sein. Gleichzeitig muss die vorgesehene Ausrüstung im Einsatzfall erreichbar bleiben.

Montage von Schlauch- und Geräteschutzschränken

Der Montageort sollte so gewählt werden, dass der Schrank gut erreichbar ist und die Tür vollständig geöffnet werden kann. Außerdem müssen Untergrund, Befestigung und Umgebungsbedingungen zur jeweiligen Schrankausführung passen.

Bei Anlagen der Löschwassertechnik können zusätzlich objektbezogene Vorgaben oder Anforderungen aus der vorhandenen Planung zu berücksichtigen sein. Vor der Montage sollte deshalb geklärt werden, welche Ausrüstung im Schrank untergebracht wird und wie der Zugang vorgesehen ist.

Schlauch- und Geräteschutzschrank passend auswählen

Nicht jeder Schrank eignet sich für jede Anwendung. Für einen einzelnen Feuerwehrschlauch wird eine andere Größe benötigt als für mehrere Schläuche, Armaturen und zusätzliches Zubehör.

Für die Auswahl sind deshalb insbesondere folgende Angaben hilfreich:

  • Art und Anzahl der unterzubringenden Schläuche
  • vorhandene Armaturen und weiteres Zubehör
  • gewünschter Montageort
  • Innenbereich oder Außenmontage
  • verfügbarer Platz
  • gewünschte Griff- oder Schließausführung

Mit diesen Angaben lässt sich die Auswahl geeigneter Schlauch- und Geräteschutzschränke deutlich eingrenzen.


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Häufige Fragen zur Montage von Schutzschränken

Einen Fundamentplan haben wir nicht. Das Fundament sollte etwas größer als die Schrank-Grundfläche sein, damit die Befestigungsbohrungen ausreichend weit vom Rand des Fundamentes sitzen und dieses nicht ausbricht. In den meisten Fällen wird der Schrank direkt auf das Fundament gestellt und verschraubt.

Bitte beachten Sie, dass die Rohreinführung bei verschiedenen Schutzschränken nicht mittig erfolgt, sondern nach hinten versetzt.

Eine spezielle Montageanleitung für Einbauschränke in Trockenbauwänden haben wir nicht.

Die Schränke haben in der Regel Befestigungsbohrungen in der Rückwand. Diese müssen jedoch nicht zwingend verwendet werden. Im Trockenbau ist eine Befestigung durch die Seitenwände, das Dach oder den Boden oft sinnvoller. Die dafür benötigten Bohrungen müssen jedoch bauseits in die Schränke eingebracht werden.

Trägerkonstruktionen/Untergestelle für Unterputzschränke sind immer dann zu empfehlen, wenn die Trockenbaukonstruktion keine ausreichende Tragfähigkeit aufweist.

Bei der Planung ist bereits zu berücksichtigen, ob an die Wand brandschutztechnische Anforderungen gestellt werden. Dann darf durch den Einbau eines Wandhydranten, speziell eines Einbauschranks, die brandschutztechnische Sicherheit der Wand nicht verringert werden. Gegebenenfalls ist die Einbaunische dann mit feuerhemmenden oder feuerfesten Platten auszukleiden.

Schlauch- und Geräteschränke stellen bei der Montage eine Ausnahme dar. Sie haben Befestigungsbohrungen im Boden, da diese üblicherweise auf dem Boden und nicht hängend an der Wand montiert werden.

Aufgrund des großen Gewichtes und verbunden mit der großen Tiefe des Schrankes kann eine Wandmontage zu einem Verzug des Schrankes führen. Die Folge wäre ein ungleichmäßiger Türspalt, verbunden mit einem Verklemmen der Türen. Im ungünstigsten Fall lassen sich die Türen nicht mehr öffnen und die Löscheinrichtung wäre somit nicht nutzbar.

Bei einer Wandmontage empfehlen wir eine zusätzliche Abstützung des Schrankes durch ein Untergestell oder durch bauseits zu setzende Winkel.

Schutzschränke werden standardmäßig aus vorverzinktem Stahlblech (ELEKTROLYTISCH VERZINKT DC 01+ZE EN 10152:2009/AC:2011) gefertigt. Das bedeutet, dass im Fertigungsprozess an einigen Stellen durch Schweißen, Schleifen oder Trennen die schützende Zinkschicht am Produkt fehlt! Zudem wird bei Unterputzschränken die Putzleiste bzw. der Einbaurahmen aus nicht verzinktem Stahl gefertigt. Den eigentlichen Korrosionsschutz erhalten die Schränke erst durch unsere Pulverbeschichtung. Solange diese unbeschädigt ist, sind unsere Schränke für eine Installation in Bereichen der Korrosivitätsklasse C2 (ungeheizte Gebäude, in denen Kondensation auftreten kann, z. B. Lager, Sporthallen) geeignet.

Bei einer Außenaufstellung in Bereichen der Korrosivitätsklasse C3 (Stadt- und Industrieatmosphäre mit mäßiger Luftverunreinigung) empfehlen wir unsere Wandhydranten aus Edelstahl 1.4301 mit einer Pulverbeschichtung in Außenqualität.

Bei einer Montage in Bereichen mit möglicher Einwirkung von Streusalz/Auftausalz oder oberhalb der Korrosivitätsklasse C3, z. B. in Küstenbereichen mit Salzbelastung, Chemieanlagen oder Schwimmbädern, kann es nach einiger Zeit auch bei Schränken aus Edelstahl 1.4301 zu Korrosion kommen, vor allem wenn die Pulverbeschichtung fehlt oder beschädigt ist.

Zudem sind die Beschlagteile, wie z. B. der Ringdrehgriff, nicht für eine solch korrosive Umgebung ausgelegt, sodass die Beschlagteile ggf. in festzulegenden Intervallen ausgetauscht werden sollten.

Die Schränke sind nicht spritzwassergeschützt. Wasser kann immer z. B. am offenen Türspalt eindringen. Fertigungsbedingt haben Schränke mit einem geraden Dach, Freistellungen (kleine Öffnungen) in den hinteren Ecken des Dach- und Bodenbleches. Daher sollten Schränke, die der Witterung ausgesetzt sind, mit einem schrägen Wetterschutzdach gefertigt werden.


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