FAQ zu Hydrantentechnik

In dieser FAQ finden Sie häufige Fragen und Antworten zu Wandhydranten, Hydrantentechnik, Feuerlöschschläuchen, Schutzschränken, Sonderausführungen und typischen Einbausituationen. Die Informationen helfen bei der technischen Einordnung und bei der Auswahl passender Ausführungen für Löschwasseranlagen, Wandhydrantenschränke und Zubehör.

Je nach Gebäude, Brandschutzkonzept und vorhandener Anlage können unterschiedliche Lösungen erforderlich sein. Dazu gehören Wandhydranten mit formstabilem Schlauch, Wandhydranten für Flachschlauch, Schmalhydranten, Schutzschränke für Löschwasserarmaturen, Unter- und Säulengestelle oder individuell angepasste Sonderausführungen.

Allgemeine Fragen zu Wandhydranten und Hydrantentechnik

Die allgemeinen Fragen behandeln grundlegende Themen zu Wandhydranten, Hydrantentechnik, Nutzung, Ausführungen, Vorschriften und regelmäßiger Wartung.

Ein Wandhydrant ist eine fest installierte Löschwasserentnahmestelle innerhalb eines Gebäudes. Er ermöglicht die schnelle Brandbekämpfung mit Wasser und dient – je nach Ausführung – der Selbsthilfe durch eingewiesene Personen oder dem Einsatz der Feuerwehr. Wandhydranten sind Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes und werden entsprechend den Anforderungen des Brandschutzkonzeptes geplant.

Für Wandhydranten gelten unter anderem die DIN EN 671-1 (Schlauchhaspeln mit formstabilem Schlauch), DIN EN 671-2 (Wandhydranten mit Flachschlauch), DIN 14461 sowie DIN 14462 für Planung, Errichtung und Betrieb der Anlagen.

Wandhydranten sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Häufig verwendet werden Modelle mit formstabilem Schlauch oder Flachschlauch. Darüber hinaus gibt es Schmalhydranten für beengte Platzverhältnisse sowie Sonderausführungen mit Feuerlöscherfach oder Feuermelderfach. Welche Ausführung geeignet ist, richtet sich nach der Gebäudenutzung, dem Brandschutzkonzept und den geltenden Vorschriften.

Schmalhydranten erfüllen grundsätzlich die gleiche Aufgabe wie herkömmliche Wandhydranten. Der wesentliche Unterschied liegt in der platzsparenden Bauform. Sie werden dort eingesetzt, wo nur geringe Einbautiefen oder schmale Flure zur Verfügung stehen. Je nach Ausführung sind Schmalhydranten mit formstabilem Schlauch oder als Sonderausführung erhältlich.

Wandhydranten dienen in erster Linie der schnellen Erstbekämpfung von Entstehungsbränden. Je nach Ausführung können sie von eingewiesenen Personen oder der Feuerwehr genutzt werden. Voraussetzung ist, dass keine Eigengefährdung besteht und der Brand noch sicher bekämpft werden kann. Bei größeren Bränden sollte der Gefahrenbereich sofort verlassen und die Feuerwehr alarmiert werden.

Ob Wandhydranten erforderlich sind, ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept sowie den geltenden bauordnungsrechtlichen Vorgaben für das jeweilige Gebäude. Dabei spielen unter anderem Gebäudegröße, Nutzung, Brandgefährdung und die Anforderungen der zuständigen Behörden eine Rolle. Die Planung sollte deshalb immer durch die verantwortlichen Fachplaner oder Brandschutzsachverständigen erfolgen.

Wandhydranten mit formstabilem Schlauch eignen sich besonders zur schnellen Erstbekämpfung von Entstehungsbränden. Der Schlauch kann während der Wasserentnahme auf der Haspel verbleiben und ist dadurch einfach zu bedienen.

Wandhydranten mit Flachschlauch kommen überwiegend dort zum Einsatz, wo größere Schlauchlängen benötigt werden oder entsprechende Anforderungen des Brandschutzkonzeptes bestehen. Vor der Wasserabgabe muss der Schlauch vollständig ausgezogen werden.

Ja. Es gibt Wandhydranten mit integriertem Feuerlöscherfach. Diese Kombination ermöglicht es, sowohl einen Feuerlöscher als auch einen Wandhydranten an einer zentralen Stelle bereitzustellen und spart gleichzeitig Platz.

Ja, allerdings nicht jeder Wandhydrantenschrank automatisch. Die CE-Kennzeichnung richtet sich nach der jeweiligen Bauart und den anzuwendenden Normen. Bei Wandhydranten mit Schlauchhaspel nach DIN EN 671-1 sowie Wandhydranten mit Flachschlauch nach DIN EN 671-2 sind Anforderungen an die Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung Bestandteil der europäischen Normen. Reine Schutzschränke oder Zubehör unterliegen dagegen nicht zwangsläufig einer CE-Kennzeichnung. Entscheidend ist immer die Ausführung des jeweiligen Produkts und die dafür geltenden Vorschriften.

Ja. Viele bestehende Anlagen können durch neue Schränke, Haspeln, Armaturen oder Sonderausstattungen modernisiert werden. Ob eine Nachrüstung möglich ist, hängt von der vorhandenen Wandhydrantenanlage und den geltenden Vorschriften ab.

Ja. Wandhydranten müssen regelmäßig geprüft und instand gehalten werden. Dabei werden unter anderem Schläuche, Armaturen, Haspeln, Ventile und Schränke kontrolliert sowie die Funktionsfähigkeit dokumentiert. Die Anforderungen ergeben sich aus den einschlägigen Normen für Betrieb und Instandhaltung.


Sonderausführungen bei Wandhydranten und Schutzschränken

Sonderausführungen werden benötigt, wenn Standard-Wandhydranten oder normale Schutzschränke baulich oder technisch nicht zur vorhandenen Einbausituation passen. Das betrifft zum Beispiel besondere Schrankmaße, abweichende Anschlusslagen, begrenzte Platzverhältnisse oder zusätzliche Ausstattungen.

Eine Sonderausführung ist eine angepasste Ausführung eines Wandhydranten oder Wandhydrantenschrankes, wenn Standardmodelle baulich oder technisch nicht passend sind. Das kann zum Beispiel besondere Schrankmaße, eine schmale Bauform, einen anderen Türanschlag, eine ausziehbare Haspel, zusätzliche Fächer oder eine spezielle Montageart betreffen.

Eine Sonderausführung ist sinnvoll, wenn die vorhandene Einbausituation von normalen Standardmaßen abweicht. Das betrifft häufig Bestandsgebäude, enge Flure, Nischen, geringe Wandtiefen, besondere Leitungsführungen oder Bereiche, in denen der Wandhydrant optisch oder funktional angepasst werden muss.

Je nach Hersteller und Modell können unter anderem Schrankabmessungen, Einbautiefe, Türanschlag, Türart, Farbe, Beschriftung, Haspelausführung, Schlauchführung, Armaturenanordnung oder zusätzliche Fächer angepasst werden. Welche Anpassungen möglich sind, muss im Einzelfall geprüft werden.

Ja, Sonderausführungen können auch mit formstabilem Schlauch ausgeführt werden. Das ist besonders dann interessant, wenn ein Wandhydrant zur Selbsthilfe vorgesehen ist, aber die baulichen Platzverhältnisse keinen normalen Standardschrank zulassen.

Ja, Schmalhydranten sind typische Sonder- oder Spezialausführungen für beengte Platzverhältnisse. Sie werden eingesetzt, wenn ein normal breiter Wandhydrantenschrank nicht eingebaut werden kann oder der verfügbare Wandbereich begrenzt ist.

Ja, je nach Ausführung können Sonder-Wandhydranten mit zusätzlichen Fächern kombiniert werden, zum Beispiel für Feuerlöscher, Handfeuermelder oder weiteres Zubehör. Dabei müssen Platzangebot, Zugänglichkeit und die brandschutztechnische Funktion berücksichtigt werden.

Ja, Sonderausführungen sollten immer anhand der konkreten Einbausituation geplant werden. Wichtig sind Maße, Montageart, Wasseranschluss, Schlauchtyp, Bedienbarkeit, Zugänglichkeit und mögliche Vorgaben aus Brandschutzkonzept, Baugenehmigung oder Abstimmung mit Fachplanern.

Sonderausführungen sind häufig nicht sofort ab Lager verfügbar, da sie individuell gefertigt oder angepasst werden. Die Lieferzeit hängt vom Hersteller, der gewünschten Ausführung und dem Umfang der Anpassungen ab.

Grundsätzlich ist das möglich, wenn die neue Ausführung technisch und baulich zur vorhandenen Anlage passt. Vor einem Austausch sollten Maße, Anschlüsse, Schlauchtyp, Armaturen, Wandaufbau und die Anforderungen an die Löschwasseranlage geprüft werden.

Für eine Anfrage sind möglichst genaue Angaben hilfreich: vorhandene Einbaumaße, gewünschte Schrankgröße, Aufputz- oder Unterputzmontage, Schlauchtyp, Armaturenlage, Türanschlag, Farbe, zusätzliche Fächer und Fotos der Einbausituation. Je genauer die Angaben sind, desto besser kann eine passende Ausführung geprüft werden.


Formstabiler Schlauch bei Wandhydranten

Wandhydranten mit formstabilem Schlauch sind besonders schnell einsatzbereit und einfach zu bedienen. Sie werden häufig für Wandhydranten zur Selbsthilfe eingesetzt, bei denen eine unkomplizierte Handhabung im Entstehungsbrand wichtig ist.

Ein formstabiler Schlauch ist ein Schlauch, der seine runde Form weitgehend behält und nicht flach zusammenfällt. Er ist dadurch besonders einfach zu handhaben und kann bei Wandhydranten schnell einsatzbereit gemacht werden.

Formstabile Schläuche werden häufig bei Wandhydranten eingesetzt, die auch zur Selbsthilfe vorgesehen sind. Sie eignen sich besonders für Bereiche, in denen eine einfache und schnelle Bedienung wichtig ist.

Der wichtigste Vorteil ist die schnelle Einsatzbereitschaft. Der Schlauch kann von der Haspel abgezogen und unmittelbar verwendet werden, ohne dass er wie ein Flachschlauch erst vollständig ausgelegt werden muss.

Ein formstabiler Schlauch bleibt rund und ist einfacher zu bedienen. Ein Flachschlauch liegt im unbenutzten Zustand flach zusammen und wird erst durch den Wasserdruck rund. Flachschläuche sind kompakt, erfordern aber meist mehr Übung bei der Handhabung.

Ein Wandhydrant mit formstabilem Schlauch ist vor allem für eingewiesene Personen geeignet, die im Entstehungsbrand eine schnelle Erstmaßnahme durchführen sollen. Die Bedienung ist in der Regel einfacher als bei Wandhydranten mit Flachschlauch.

In vielen Fällen kann ein formstabiler Schlauch bereits genutzt werden, ohne dass die komplette Schlauchlänge ausgelegt ist. Trotzdem sollte der Schlauch so weit abgezogen werden, dass er knickfrei geführt wird und der Einsatzbereich sicher erreicht werden kann.

Ja, formstabile Schläuche gibt es in unterschiedlichen Längen und Ausführungen. Die passende Schlauchlänge hängt vom Einsatzbereich, der Gebäudeplanung, der Wandhydranten-Ausführung und den geltenden Vorgaben ab.

Eine Nachrüstung ist nicht pauschal möglich. Es muss geprüft werden, ob Schrank, Haspel, Armaturen, Anschluss und Zulassung zur gewünschten Schlauchausführung passen. Bei bestehenden Wandhydranten sollte die Umrüstung immer fachlich geprüft werden.

Ein formstabiler Schlauch ist nicht immer die passende Lösung. Bei bestimmten Anlagen, größeren Schlauchlängen, besonderen Anforderungen der Feuerwehr oder speziellen Löschwasserkonzepten kann ein Wandhydrant mit Flachschlauch geeigneter sein. Die Auswahl sollte deshalb immer zur Nutzung und zur Planung des Gebäudes passen.


Schmalhydranten für beengte Einbausituationen

Schmalhydranten sind platzsparende Wandhydranten oder Wandhydrantenschränke für Bereiche mit begrenzter Breite. Sie kommen häufig in Fluren, Nischen, Treppenräumen oder Bestandsgebäuden zum Einsatz.

Ein Schmalhydrant ist ein besonders platzsparender Wandhydrant oder Wandhydrantenschrank. Er wird eingesetzt, wenn für einen normalen Wandhydranten nicht genügend Breite vorhanden ist oder die Einbausituation eine schmale Bauform erfordert.

Ein Schmalhydrant wird häufig in engen Fluren, Nischen, Treppenräumen, Bestandsgebäuden oder Bereichen mit begrenzter Wandfläche eingesetzt. Er eignet sich besonders dort, wo die brandschutztechnische Ausstattung vorhanden sein muss, aber nur wenig Platz zur Verfügung steht.

Der wichtigste Unterschied liegt in der Bauform. Ein Schmalhydrant ist schmaler ausgeführt als ein Standard-Wandhydrant. Je nach Ausführung können Haspel, Schlauchführung, Armaturen und Türanordnung entsprechend angepasst sein.

Ja, Schmalhydranten können je nach Modell auch mit formstabilem Schlauch ausgeführt sein. Diese Ausführung ist besonders für Wandhydranten zur Selbsthilfe interessant, weil der Schlauch einfach zu bedienen und schnell einsatzbereit ist.

Je nach Hersteller und technischer Ausführung sind auch Schmalhydranten für Flachschläuche möglich. Dabei muss geprüft werden, ob die Schlauchlagerung, die Armaturen und die Bedienbarkeit zur vorgesehenen Nutzung passen.

Ja, Schmalhydranten können je nach Ausführung für Aufputz- oder Unterputzmontage geeignet sein. Welche Variante möglich ist, hängt von Wandaufbau, Einbausituation, Platzverhältnissen und gewünschter Schrankausführung ab.

Ja, Schmalhydranten sind häufig als Sonder- oder Spezialausführung erhältlich. Anpassungen können zum Beispiel Schrankmaße, Türanschlag, Farbe, Montageart, Armaturenanordnung oder zusätzliche Fächer betreffen.

Je nach Platzangebot und Ausführung können Schmalhydranten mit zusätzlichen Fächern kombiniert werden, zum Beispiel für Feuerlöscher, Handfeuermelder oder weiteres Zubehör. Bei sehr schmalen Bauformen ist die Kombinationsmöglichkeit jedoch begrenzt und muss im Einzelfall geprüft werden.

Wichtig sind die verfügbaren Einbaumaße, die Montageart, die Lage des Wasseranschlusses, der benötigte Schlauchtyp, die Bedienbarkeit, die Türöffnung, die Zugänglichkeit und mögliche Vorgaben aus Brandschutzkonzept oder Gebäudeplanung.

Grundsätzlich kann ein Austausch möglich sein, wenn der Schmalhydrant technisch zur bestehenden Löschwasseranlage passt. Vorher sollten Maße, Anschlüsse, Armaturen, Schlauchtyp, Wandaufbau und Anforderungen an die Anlage geprüft werden.

Ja, auch Schmalhydranten müssen regelmäßig geprüft und instand gehalten werden. Dabei werden unter anderem Schlauch, Armaturen, Haspel oder Schlauchlagerung, Wasseranschluss, Beschilderung, Türfunktion und Zugänglichkeit kontrolliert.

Hilfreich sind genaue Maße der Einbausituation, Fotos, gewünschte Montageart, Schlauchtyp, Lage des Wasseranschlusses, Türanschlag, Farbe, zusätzliche Fächer und Angaben dazu, ob es sich um Neubau, Austausch oder Nachrüstung handelt.


Ausziehbare Haspel und Schlauchführung

Eine ausziehbare Haspel kann die Bedienung eines Wandhydranten erleichtern, wenn der Schrank schmal ausgeführt ist oder die Schlauchführung durch die Einbausituation beeinflusst wird.

Eine ausziehbare Haspel ist eine Schlauchhaspel, die bei Bedarf aus dem Wandhydrantenschrank herausgezogen oder herausgeschwenkt werden kann. Dadurch lässt sich der Schlauch leichter abrollen und besser in Einsatzrichtung führen.

Eine ausziehbare Haspel wird eingesetzt, wenn die Bedienung des Wandhydranten durch enge Platzverhältnisse, ungünstige Einbaulage oder besondere Schrankabmessungen erleichtert werden soll. Sie ist besonders bei schmalen Wandhydranten oder Sonderausführungen interessant.

Der Vorteil liegt vor allem in der besseren Zugänglichkeit. Die Haspel kann aus dem Schrank herausgezogen werden, sodass der Schlauch einfacher abgerollt und knickärmer geführt werden kann. Das erleichtert die Handhabung im Einsatzfall.

Ja, ausziehbare Haspeln werden häufig in Verbindung mit formstabilen Schläuchen eingesetzt. Diese Kombination kann sinnvoll sein, wenn ein Wandhydrant platzsparend eingebaut werden soll und trotzdem eine einfache Bedienung gewünscht ist.

Ja, gerade bei Schmalhydranten können ausziehbare Haspeln eine wichtige Rolle spielen. Durch die schmale Bauform ist im Schrank weniger Platz vorhanden, sodass eine ausziehbare oder besonders geführte Haspel die Bedienung erleichtern kann.

Eine feste Haspel bleibt dauerhaft in ihrer Position im Schrank. Eine ausziehbare Haspel kann dagegen aus dem Schrank herausgezogen oder herausgeschwenkt werden. Dadurch kann der Schlauch je nach Einbausituation einfacher entnommen und geführt werden.

Das hängt von der jeweiligen Ausführung und der Einbausituation ab. In der Praxis sollte die Haspel so genutzt werden, dass der Schlauch frei und ohne unnötige Knicke abgerollt werden kann. Die Bedienungsanleitung und Herstellerangaben sind dabei zu beachten.

Eine Umrüstung ist nicht pauschal möglich. Es muss geprüft werden, ob Schrank, Wasseranschluss, Schlauchführung, Armaturen und Zulassung zur gewünschten Haspelausführung passen. Bei bestehenden Wandhydranten sollte eine Nachrüstung immer fachlich geprüft werden.

Wichtig sind die Schrankmaße, die Einbautiefe, der benötigte Auszugsbereich, die Lage des Wasseranschlusses, der Schlauchtyp, die Türöffnung und die freie Zugänglichkeit vor dem Wandhydranten. Die Haspel muss im Ernstfall ohne Behinderung bedient werden können.

Ja, die ausziehbare Haspel gehört zur prüf- und wartungspflichtigen Ausstattung des Wandhydranten. Dabei werden unter anderem Beweglichkeit, Befestigung, Schlauchführung, Schlauchzustand, Armaturen, Dichtheit und Zugänglichkeit kontrolliert.


Einbausituation und Planung

Die Einbausituation ist entscheidend für die Auswahl des passenden Wandhydranten oder Schutzschrankes. Wichtige Punkte sind unter anderem verfügbare Maße, Wandaufbau, Montageart, Wasseranschluss, Türöffnung, Zugänglichkeit und Platz vor dem Schrank.

Mit Einbausituation ist gemeint, unter welchen baulichen Bedingungen ein Wandhydrant oder Wandhydrantenschrank montiert werden soll. Dazu gehören zum Beispiel Wandaufbau, verfügbare Breite und Tiefe, Montagehöhe, Wasseranschluss, Türöffnung, Zugänglichkeit und der verfügbare Platz vor dem Schrank.

Die Einbausituation entscheidet darüber, ob ein Standard-Wandhydrant passt oder ob eine Sonderausführung, ein Schmalhydrant, ein Aufputzschrank, ein Unterputzschrank oder eine angepasste Haspelausführung erforderlich ist. Eine falsche Einschätzung kann dazu führen, dass der Schrank nicht montiert oder später nicht richtig bedient werden kann.

Wichtig sind vor allem die verfügbare Breite, Höhe und Tiefe am Einbauort. Zusätzlich sollten Wandstärke, Nischentiefe, Sockel- oder Bodenaufbau, Abstand zu Türen, Ecken und Installationen sowie die freie Fläche vor dem Wandhydranten berücksichtigt werden.

Der Wasseranschluss muss zur geplanten Wandhydranten-Ausführung passen. Entscheidend sind unter anderem Lage, Richtung, Anschlussgröße und Abstand zum Schrank. Bei Sonderausführungen sollte vorher geprüft werden, ob Armaturen, Schlauchhaspel und Anschluss im Schrank sinnvoll angeordnet werden können.

In engen Fluren oder Nischen muss besonders auf Schrankbreite, Türöffnung, Bedienbarkeit und Zugänglichkeit geachtet werden. Häufig kommen hier Schmalhydranten, ausziehbare Haspeln oder angepasste Sonderausführungen infrage.

Ein Aufputzschrank wird auf der Wand montiert und ist sinnvoll, wenn kein ausreichender Wandausschnitt vorhanden ist oder ein Unterputzeinbau nicht möglich oder nicht gewünscht ist. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Schrank in den Raum hineinragt.

Ein Unterputzschrank wird in die Wand oder Nische eingebaut und wirkt dadurch flächenbündiger. Diese Ausführung ist vor allem bei Neubauten oder vorbereiteten Wandöffnungen sinnvoll. Wichtig sind ausreichende Einbautiefe, tragfähiger Wandaufbau und passende Anschlusslage.

Die Tür des Wandhydrantenschrankes muss sich im Einsatzfall problemlos öffnen lassen. Türanschlag, Öffnungswinkel, angrenzende Wände, Türen, Geländer oder andere Einbauten dürfen die Bedienung nicht behindern.

Wandhydranten können in Fluren oder Rettungswegen vorgesehen sein. Dabei ist wichtig, dass sie die nutzbare Breite und die sichere Nutzung des Fluchtweges nicht unzulässig einschränken. Die konkrete Ausführung sollte mit Planung, Brandschutzkonzept oder zuständiger Stelle abgestimmt werden.

Bei Bestandsgebäuden sind vorhandene Wandöffnungen, alte Schrankmaße, Anschlusspositionen, Leitungsführung, Wandaufbau und Platzverhältnisse besonders wichtig. Häufig lässt sich nicht einfach ein Standardschrank einsetzen, sodass eine angepasste Ausführung erforderlich sein kann.

Hilfreich sind Fotos vom Einbauort, vorhandene Maße, Angaben zu Aufputz- oder Unterputzmontage, Lage des Wasseranschlusses, gewünschter Schlauchtyp, Türanschlag, Wandaufbau, vorhandene Schranköffnung und Hinweise, ob es sich um Neubau, Austausch oder Nachrüstung handelt.

Nur eingeschränkt. Ohne genaue Maße und Informationen zur Einbausituation kann meist nur eine grobe Vorauswahl getroffen werden. Für eine belastbare Auswahl sollten die baulichen Gegebenheiten möglichst genau angegeben oder vor Ort geprüft werden.


Kombinationen bei Wandhydranten

Wandhydranten können je nach Ausführung mit zusätzlichen Fächern oder Funktionen kombiniert werden. Typische Beispiele sind Feuerlöscherfach, Handfeuermelderfach, Sonderarmaturen oder angepasste Schrankbereiche.

Mit Kombination ist gemeint, dass ein Wandhydrantenschrank nicht nur den Schlauch und die Armaturen enthält, sondern mit weiteren Funktionen oder Fächern ergänzt wird. Dazu gehören zum Beispiel Feuerlöscherfach, Handfeuermelderfach, zusätzliche Ablagen, Sonderarmaturen oder angepasste Schrankbereiche.

Möglich sind je nach Ausführung unter anderem Kombinationen mit Feuerlöscherfach, Handfeuermelderfach, Schlauchanschlussventil, zusätzlichem Stauraum, Schutzschrank, Be- und Entlüfter oder Sonderausstattung. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Gebäude, Nutzung, Platzangebot und Brandschutzkonzept ab.

Ja, Wandhydranten können häufig mit einem zusätzlichen Feuerlöscherfach kombiniert werden. Dadurch befinden sich Wandhydrant und tragbarer Feuerlöscher an einem gemeinsamen Brandschutzstandort. Wichtig sind ausreichende Schrankmaße, gute Zugänglichkeit und die passende Feuerlöschergröße.

Ja, es gibt Wandhydrantenschränke mit zusätzlichem Fach oder vorbereitetem Bereich für einen Handfeuermelder. Ob diese Kombination geeignet ist, hängt von der Brandmeldeanlage, der Planung und den technischen Vorgaben im Objekt ab.

Ja, Kombinationen sind auch bei Wandhydranten mit formstabilem Schlauch möglich. Häufig werden diese Ausführungen mit Feuerlöscherfach, Sondermaßen, Schmalbauform oder ausziehbarer Haspel kombiniert.

Auch Wandhydranten mit Flachschlauch können je nach Modell kombiniert ausgeführt werden. Dabei muss besonders auf Schlauchlagerung, Armaturen, Bedienbarkeit und den verfügbaren Platz im Schrank geachtet werden.

Ein Kombinationsschrank ist sinnvoll, wenn mehrere brandschutztechnische Einrichtungen an einem zentralen Standort zusammengefasst werden sollen. Das kann die Orientierung im Gebäude verbessern und sorgt dafür, dass Löschmittel, Wandhydrant und gegebenenfalls Melder übersichtlich angeordnet sind.

Ja, Kombinationen sind teilweise auch bei Schmalhydranten möglich. Bei sehr schmalen Bauformen ist der verfügbare Platz jedoch begrenzt. Deshalb muss geprüft werden, welche Zusatzfächer oder Ausstattungen technisch und praktisch sinnvoll integriert werden können.

Je nach Modell sind Kombinationsschränke sowohl als Aufputz- als auch als Unterputzausführung möglich. Beim Unterputzeinbau sind Einbautiefe, Wandöffnung und Anschlusslage besonders wichtig. Beim Aufputzschrank muss berücksichtigt werden, dass der Schrank in den Raum hineinragt.

Ein Umbau ist nicht pauschal möglich. Es muss geprüft werden, ob Schrank, Anschluss, Platzverhältnisse, vorhandene Armaturen und gewünschte Zusatzfunktion zusammenpassen. Häufig ist ein Austausch gegen einen passenden Kombinationsschrank die sauberere Lösung.

Wichtig sind Schrankgröße, Einbausituation, Schlauchtyp, Haspelausführung, Wasseranschluss, Türanschlag, Bedienbarkeit, Sichtbarkeit, Kennzeichnung und die freie Zugänglichkeit. Zusätzliche Fächer dürfen die Nutzung des Wandhydranten nicht behindern.

Hilfreich sind Fotos vom Einbauort, vorhandene Maße, gewünschte Montageart, Schlauchtyp, Lage des Wasseranschlusses, gewünschte Zusatzfächer, Feuerlöschergröße, Türanschlag, Farbe und Angaben dazu, ob es sich um Neubau, Austausch oder Nachrüstung handelt.


Feuerlöschschläuche

Feuerlöschschläuche unterscheiden sich unter anderem nach Schlauchtyp, Einsatzbereich, Lagerung und Handhabung. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen formstabilem Schlauch und Flachschlauch.

Feuerlöschschläuche sind in der Regel innen gummiert. Nach dem Einsatz sollten diese getrocknet – mit Gebläse oder gehangen – und anschließend innen talkumiert werden, damit der Gummi innen nicht zusammenklebt.
Die Schläuche müssen jährlich mit Betriebsdruck und aller 5 Jahre mit Maximaldruck geprüft werden.

PS: Für den häufigen Gebrauch (keinen FW-Einsatz) sind Bauschläuche ggf. sinnvoller…

Das Schlauchmaterial für Feuerlöschschläuche ist nur bis max. 100 °C belastbar.

Die Trocknungstemperatur von Feuerwehrschläuchen wird bei aktuellen Geräten auf 38 °C eingestellt. Nach DIN darf die Temperatur 40 °C nicht überschreiten.

Das Trocknungsgebläse eignet sich auch zur Trocknung von Trinkwasserschläuchen. Wir haben Kunden, die genau für diesen Zweck das Gebläse bestellen.

Im Hinblick auf die Hygiene ist es natürlich Voraussetzung, dass ausschließlich Trinkwasserschläuche damit getrocknet werden und nicht zusätzlich Feuerwehrschläuche.


Montage von Schutzschränken

Bei Schutzschränken kommt es auf eine geeignete Montageart, ausreichende Zugänglichkeit, passende Schrankmaße und eine sichere Befestigung an. Je nach Anwendung können Wandmontage, Unterputzmontage, Aufputzmontage oder freistehende Lösungen mit Unter- und Säulengestellen erforderlich sein.

Einen Fundamentplan haben wir nicht. Das Fundament sollte etwas größer als die Schrank-Grundfläche sein, damit die Befestigungsbohrungen ausreichend weit vom Rand des Fundamentes sitzen und dieses nicht ausbricht. In den meisten Fällen wird der Schrank direkt auf das Fundament gestellt und verschraubt.

Bitte beachten Sie, dass die Rohreinführung bei verschiedenen Schutzschränken nicht mittig erfolgt, sondern nach hinten versetzt.

Eine spezielle Montageanleitung für Einbauschränke in Trockenbauwänden haben wir nicht.

Die Schränke haben in der Regel Befestigungsbohrungen in der Rückwand. Diese müssen jedoch nicht zwingend verwendet werden. Im Trockenbau ist eine Befestigung durch die Seitenwände, das Dach oder den Boden oft sinnvoller. Die dafür benötigten Bohrungen müssen jedoch bauseits in die Schränke eingebracht werden.

Trägerkonstruktionen/Untergestelle für Unterputzschränke sind immer dann zu empfehlen, wenn die Trockenbaukonstruktion keine ausreichende Tragfähigkeit aufweist.

Bei der Planung ist bereits zu berücksichtigen, ob an die Wand brandschutztechnische Anforderungen gestellt werden. Dann darf durch den Einbau eines Wandhydranten, speziell eines Einbauschranks, die brandschutztechnische Sicherheit der Wand nicht verringert werden. Gegebenenfalls ist die Einbaunische dann mit feuerhemmenden oder feuerfesten Platten auszukleiden.

Schlauch- und Geräteschränke stellen bei der Montage eine Ausnahme dar. Sie haben Befestigungsbohrungen im Boden, da diese üblicherweise auf dem Boden und nicht hängend an der Wand montiert werden.

Aufgrund des großen Gewichtes und verbunden mit der großen Tiefe des Schrankes kann eine Wandmontage zu einem Verzug des Schrankes führen. Die Folge wäre ein ungleichmäßiger Türspalt, verbunden mit einem Verklemmen der Türen. Im ungünstigsten Fall lassen sich die Türen nicht mehr öffnen und die Löscheinrichtung wäre somit nicht nutzbar.

Bei einer Wandmontage empfehlen wir eine zusätzliche Abstützung des Schrankes durch ein Untergestell oder durch bauseits zu setzende Winkel.

Schutzschränke werden standardmäßig aus vorverzinktem Stahlblech (ELEKTROLYTISCH VERZINKT DC 01+ZE EN 10152:2009/AC:2011) gefertigt. Das bedeutet, dass im Fertigungsprozess an einigen Stellen durch Schweißen, Schleifen oder Trennen die schützende Zinkschicht am Produkt fehlt! Zudem wird bei Unterputzschränken die Putzleiste bzw. der Einbaurahmen aus nicht verzinktem Stahl gefertigt. Den eigentlichen Korrosionsschutz erhalten die Schränke erst durch unsere Pulverbeschichtung. Solange diese unbeschädigt ist, sind unsere Schränke für eine Installation in Bereichen der Korrosivitätsklasse C2 (ungeheizte Gebäude, in denen Kondensation auftreten kann, z. B. Lager, Sporthallen) geeignet.

Bei einer Außenaufstellung in Bereichen der Korrosivitätsklasse C3 (Stadt- und Industrieatmosphäre mit mäßiger Luftverunreinigung) empfehlen wir unsere Wandhydranten aus Edelstahl 1.4301 mit einer Pulverbeschichtung in Außenqualität.

Bei einer Montage in Bereichen mit möglicher Einwirkung von Streusalz/Auftausalz oder oberhalb der Korrosivitätsklasse C3, z. B. in Küstenbereichen mit Salzbelastung, Chemieanlagen oder Schwimmbädern, kann es nach einiger Zeit auch bei Schränken aus Edelstahl 1.4301 zu Korrosion kommen, vor allem wenn die Pulverbeschichtung fehlt oder beschädigt ist.

Zudem sind die Beschlagteile, wie z. B. der Ringdrehgriff, nicht für eine solch korrosive Umgebung ausgelegt, sodass die Beschlagteile ggf. in festzulegenden Intervallen ausgetauscht werden sollten.

Die Schränke sind nicht spritzwassergeschützt. Wasser kann immer z. B. am offenen Türspalt eindringen. Fertigungsbedingt haben Schränke mit einem geraden Dach, Freistellungen (kleine Öffnungen) in den hinteren Ecken des Dach- und Bodenbleches. Daher sollten Schränke, die der Witterung ausgesetzt sind, mit einem schrägen Wetterschutzdach gefertigt werden.


Weitere technische Fragen zur Einbindung in vorhandene Anlagen, Anschlüsse oder besondere bauliche Anforderungen können im Rahmen einer Anfrage geklärt werden.


Schutzschränke für Löschwasserarmaturen

Schutzschränke für Löschwasserarmaturen sind nicht automatisch Wandhydrantenschränke. Sie können auch der geschützten Unterbringung einzelner Armaturen dienen, zum Beispiel für Löschwasser-Einspeisearmaturen, Löschwasser-Entnahmearmaturen, Schlauchanschlussventile oder Be- und Entlüfter.

Für diese Schutzschränke sind vor allem die vorhandene Armatur, die Anschlusslage, die Einbausituation, die Montageart, die Kennzeichnung und die Zugänglichkeit wichtig. Bei Außenmontage oder stärker beanspruchten Bereichen sollten zusätzlich Material, Oberflächenschutz und mögliche Schutzanforderungen geprüft werden.

  • Schutzschränke für Löschwasser-Einspeisearmaturen: für Armaturen, über die Löschwasser in eine Anlage eingespeist werden kann.
  • Schutzschränke für Löschwasser-Entnahmearmaturen: für Armaturen, über die Löschwasser aus einer Anlage entnommen werden kann.
  • Sonder-Schutzschränke für Schlauchanschlussventile: für besondere Anschlusslagen, Maße oder bauliche Anforderungen.
  • Schutzschränke für Be- und Entlüfter: für geschützte und zugängliche Unterbringung technischer Anlagenteile.

Für die Auswahl eines passenden Schutzschrankes sind Fotos, Maße, Angaben zur Armatur, zur Anschlusslage und zur gewünschten Montageart besonders hilfreich.


Weiterführende Links zur Hydrantentechnik

Weitere Informationen finden Sie auf unseren passenden Übersichtsseiten und Suchseiten zur Hydrantentechnik.


Anfrage zur Hydrantentechnik

Sie benötigen einen Wandhydranten, Schutzschrank, Feuerlöschschlauch, ein Untergestell oder eine Sonderausführung? Für eine gezielte Prüfung helfen uns genaue Maße, Fotos der Einbausituation, Angaben zur vorhandenen Anlage und Hinweise zur gewünschten Ausführung.

Anfrage stellen:

Bei einer Anfrage zu einem bestimmten Produkt fügen Sie, falls die Produkt-URL noch nicht automatisch eingetragen wurde, bitte den Namen des Produktes, die Artikelnummer oder auch die URL der Produktseite ein.
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