Wandhydrant Typ F / Typ S

Wandhydrant Typ F / Typ S

Wandhydrant Typ F / Typ S – welche Ausführung erforderlich ist, richtet sich nach der geplanten Nutzung, der Löschwasseranlage und dem objektbezogenen Brandschutzkonzept. Die Bezeichnungen Typ F und Typ S stehen nicht einfach für unterschiedliche Schrankgrößen, sondern für unterschiedliche Anforderungen an die Wandhydrantenanlage und deren vorgesehene Nutzung.

Deshalb sollte die Auswahl nicht allein nach Schrankform oder Schlauchart erfolgen. Entscheidend sind die Vorgaben der Fachplanung, die vorhandene beziehungsweise geplante Löschwasseranlage sowie die Anforderungen des jeweiligen Gebäudes.

Wandhydrant Typ F

Wandhydranten Typ F werden für Löschwasseranlagen vorgesehen, bei denen die Anforderungen an die Nutzung und Löschwasserbereitstellung entsprechend der Fachplanung berücksichtigt werden müssen. Je nach Objekt können dabei sowohl die Nutzung zur Erstbrandbekämpfung als auch Anforderungen der Feuerwehr eine Rolle spielen.

Die konkrete Ausführung des Wandhydranten, des Schlauches, der Armaturen und des Schrankes muss deshalb auf die geplante Anlage abgestimmt werden. Maßgeblich sind die technischen Vorgaben für das jeweilige Objekt und die vorgesehenen Betriebsbedingungen.

Wandhydrant Typ S

Wandhydranten Typ S sind für Anwendungen vorgesehen, bei denen die Selbsthilfe im Vordergrund steht. Eine einfache Bedienbarkeit ist dabei besonders wichtig.

Welche Ausführung im konkreten Gebäude eingesetzt werden darf oder erforderlich ist, ergibt sich jedoch nicht allein aus der Bezeichnung Typ S. Auch hier müssen Brandschutzkonzept, Löschwasseranlage, Einbausituation und Fachplanung berücksichtigt werden.

Typ F oder Typ S – worauf kommt es bei der Auswahl an?

Die Entscheidung zwischen Typ F und Typ S sollte bereits bei der Planung der Löschwasseranlage getroffen werden. Ein vorhandener Schrank oder eine bestimmte Schlauchhaspel allein ist kein ausreichendes Auswahlkriterium.

  • Vorgaben des Brandschutzkonzeptes
  • vorgesehene Nutzung des Wandhydranten
  • Auslegung der Löschwasseranlage
  • erforderliche Löschwasserbereitstellung
  • Schlauchart und Schlauchlänge
  • Anschluss- und Armaturenausführung
  • Schrankgröße und Einbausituation
  • Aufputz- oder Unterputzmontage
  • Zugänglichkeit für Bedienung, Prüfung und Wartung

Schlauchart und Wandhydrantentyp getrennt betrachten

Bei der Auswahl sollte zwischen dem Wandhydrantentyp und der verwendeten Schlauchausführung unterschieden werden. Wandhydranten mit formstabilem Schlauch und Wandhydranten für Flachschlauch unterscheiden sich unter anderem in Aufbau und Handhabung.

Welche Kombination für das jeweilige Objekt geeignet ist, muss aus der vorgesehenen Anlage und den dafür geltenden Anforderungen abgeleitet werden. Die Schlauchart sollte daher nicht allein aus der Bezeichnung Typ F oder Typ S abgeleitet werden.

Passende Schrankausführung auswählen

Nach Festlegung des erforderlichen Wandhydrantentyps kann die passende Schrankausführung ausgewählt werden. Je nach Einbausituation stehen Aufputz- und Unterputzschränke, Schmalhydranten sowie Sonder-Wandhydranten zur Verfügung.

Bei besonderen Anforderungen können zusätzliche Fächer für Feuerlöscher oder Feuermelder, unterschiedliche Haspelausführungen, Sonderabmessungen oder besondere Oberflächen erforderlich sein. Diese Ausstattung sollte jedoch immer zur geplanten Wandhydrantenanlage passen.

Typische Einbausituationen

  • Gewerbe- und Industriebauten
  • öffentliche Einrichtungen
  • Produktions- und Lagerbereiche
  • Flure und Verkehrswege
  • Sonderbauten
  • Neubau und Sanierung
  • Objekte mit vorhandener oder neu geplanter Löschwasseranlage

Hinweis: Die Entscheidung zwischen Wandhydrant Typ F und Typ S sowie die technische Ausführung der Anlage sollte objektbezogen erfolgen. Maßgeblich sind die geltenden technischen Anforderungen, Herstellervorgaben, das Brandschutzkonzept und die verantwortliche Fachplanung.


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Häufige Fragen zu Wandhydrant Typ F / Typ S

Ein Wandhydrant ist eine fest installierte Löschwasserentnahmestelle innerhalb eines Gebäudes. Er ermöglicht die schnelle Brandbekämpfung mit Wasser und dient – je nach Ausführung – der Selbsthilfe durch eingewiesene Personen oder dem Einsatz der Feuerwehr. Wandhydranten sind Bestandteil des vorbeugenden Brandschutzes und werden entsprechend den Anforderungen des Brandschutzkonzeptes geplant.

Für Wandhydranten gelten unter anderem die DIN EN 671-1 (Schlauchhaspeln mit formstabilem Schlauch), DIN EN 671-2 (Wandhydranten mit Flachschlauch), DIN 14461 sowie DIN 14462 für Planung, Errichtung und Betrieb der Anlagen.

Wandhydranten sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Häufig verwendet werden Modelle mit formstabilem Schlauch oder Flachschlauch. Darüber hinaus gibt es Schmalhydranten für beengte Platzverhältnisse sowie Sonderausführungen mit Feuerlöscherfach oder Feuermelderfach. Welche Ausführung geeignet ist, richtet sich nach der Gebäudenutzung, dem Brandschutzkonzept und den geltenden Vorschriften.

Schmalhydranten erfüllen grundsätzlich die gleiche Aufgabe wie herkömmliche Wandhydranten. Der wesentliche Unterschied liegt in der platzsparenden Bauform. Sie werden dort eingesetzt, wo nur geringe Einbautiefen oder schmale Flure zur Verfügung stehen. Je nach Ausführung sind Schmalhydranten mit formstabilem Schlauch oder als Sonderausführung erhältlich.

Wandhydranten dienen in erster Linie der schnellen Erstbekämpfung von Entstehungsbränden. Je nach Ausführung können sie von eingewiesenen Personen oder der Feuerwehr genutzt werden. Voraussetzung ist, dass keine Eigengefährdung besteht und der Brand noch sicher bekämpft werden kann. Bei größeren Bränden sollte der Gefahrenbereich sofort verlassen und die Feuerwehr alarmiert werden.

Ob Wandhydranten erforderlich sind, ergibt sich aus dem Brandschutzkonzept sowie den geltenden bauordnungsrechtlichen Vorgaben für das jeweilige Gebäude. Dabei spielen unter anderem Gebäudegröße, Nutzung, Brandgefährdung und die Anforderungen der zuständigen Behörden eine Rolle. Die Planung sollte deshalb immer durch die verantwortlichen Fachplaner oder Brandschutzsachverständigen erfolgen.

Wandhydranten mit formstabilem Schlauch eignen sich besonders zur schnellen Erstbekämpfung von Entstehungsbränden. Der Schlauch kann während der Wasserentnahme auf der Haspel verbleiben und ist dadurch einfach zu bedienen.

Wandhydranten mit Flachschlauch kommen überwiegend dort zum Einsatz, wo größere Schlauchlängen benötigt werden oder entsprechende Anforderungen des Brandschutzkonzeptes bestehen. Vor der Wasserabgabe muss der Schlauch vollständig ausgezogen werden.

Ja. Es gibt Wandhydranten mit integriertem Feuerlöscherfach. Diese Kombination ermöglicht es, sowohl einen Feuerlöscher als auch einen Wandhydranten an einer zentralen Stelle bereitzustellen und spart gleichzeitig Platz.

Ja, allerdings nicht jeder Wandhydrantenschrank automatisch. Die CE-Kennzeichnung richtet sich nach der jeweiligen Bauart und den anzuwendenden Normen. Bei Wandhydranten mit Schlauchhaspel nach DIN EN 671-1 sowie Wandhydranten mit Flachschlauch nach DIN EN 671-2 sind Anforderungen an die Konformitätsbewertung und CE-Kennzeichnung Bestandteil der europäischen Normen. Reine Schutzschränke oder Zubehör unterliegen dagegen nicht zwangsläufig einer CE-Kennzeichnung. Entscheidend ist immer die Ausführung des jeweiligen Produkts und die dafür geltenden Vorschriften.

Ja. Viele bestehende Anlagen können durch neue Schränke, Haspeln, Armaturen oder Sonderausstattungen modernisiert werden. Ob eine Nachrüstung möglich ist, hängt von der vorhandenen Wandhydrantenanlage und den geltenden Vorschriften ab.

Ja. Wandhydranten müssen regelmäßig geprüft und instand gehalten werden. Dabei werden unter anderem Schläuche, Armaturen, Haspeln, Ventile und Schränke kontrolliert sowie die Funktionsfähigkeit dokumentiert. Die Anforderungen ergeben sich aus den einschlägigen Normen für Betrieb und Instandhaltung.


Anfrage zu Wandhydrant Typ F / Typ S

Sie benötigen einen Wandhydranten Typ F oder Typ S oder möchten eine vorhandene Anlage ersetzen? Bitte senden Sie uns möglichst Angaben zum vorhandenen beziehungsweise geplanten Wandhydrantentyp, zur Schlauchausführung, zur Montageart und zur vorhandenen Löschwasseranlage.

Fotos, vorhandene Planungsunterlagen oder Angaben zum bisherigen Wandhydranten helfen bei der Zuordnung der passenden Ausführung.

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