Als Straßenmeister hätte ich folgende Frage: kann ich OEL-CLEAN flüssig mit einer normalen Rückenspritze versprühen und muß ich die besprühte Fläche unbedingt mit Wasser abwaschen?

Oel-Clean kann mit einer Rückenspritze aufgetragen werden. Die damit gebundenen Stoffe dürfen aber nicht versickern, bzw. in die Kanalisation geleitet werden, sondern mit einem Bindemittel aufgenommen werden.

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Arbeitsschritte zur Wartung/Prüfung von Feuerlöschern

Arbeitsschritte zur Wartung/Prüfung von Feuerlöschern

Folgende Arbeitsschritte zur Wartung/Prüfung von Feuerlöschern sind bei der Instandhaltung durch zu führen:
  • Prüfung Allgemeiner Zustand, Sauberkeit des Feuerlöschers
  • Lesbarkeit, Vollständigkeit und Richtigkeit der Feuerlöscher-Beschriftung
  • Armaturen, Schläuche und Sicherungen sind bei der Instandhaltung Feuerlöscher zu prüfen.
  • Fälligkeit von Prüffristen nach der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)
    Behälter der Dauerdruck-Feuerlöscher und Gaslöscher und deren druckbeaufschlagte Ausrüstungsteile müssen nach der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) der wiederkehrenden Prüfung durch befähigte Personen oder Sachverständige (TÜV) unterzogen werden.
  • Schutzanstrich, Korrosionserscheinungen Kunststoff-Formteile sind bei der Instandhaltung Feuerlöscher auf Beschädigungen, Brüche, Verformungen, Risse, Verfärbungen zu prüfen.
  • Auslöse- und Unterbrechungseinrichtungen
  • Gewicht oder Volumen des Löschmittels
  • Gewindeanschlüsse hinsichtlich mechanischer Beschädigungen und Gängigkeit
  • Weitere Verwendbarkeit oder Wiederverwendbarkeit des Löschmittels und Beschaffenheit des Innenraums des Löschmittelbehälters durch Sichtprüfung (entfällt bei Kohlendioxidlöschern). Auch wenn dies bei Dauerdrucklöschern mit dem Löschmittel Pulver zweifelsfrei – in Eigenverantwortung des Sachkundigen – ohne Öffnen des Löschmittelbehälters beurteilt werden kann, muß der Löschmittelbehälter in einem Zeitabstand geöffnet werden, der nicht länger als 4 Jahre sein darf; dabei ist Abschnitt 4.2.3 DIN 14 406 beachten.
  • Sicherheitseinrichtungen hinsichtlich Beschädigungen und Korrosionserscheinungen
  • Dichtstellen und Dichtungen
  • Kanäle und Leitungen, durch die Löschmittel und/oder Treibmittel transportiert werden, hinsichtlich Beschädigungen, Korrosionserscheinungen und freien Durchgang
  • Angaben im Innenraum des Behälters dauerhaft anbringen, wann und von wem der Behälter geöffnet wurde. Bei Aufladelöschern Druck oder Gewicht des Treibgases
  • Funktionsbereitschaft des Löschers wieder herstellen, soweit erforderlich durch Instandsetzung, Dauerdrucklöscher auch hinsichtlich Dichtheit prüfen.
  • Beschriftung nach Abschluß der Instandhaltung (siehe Abschnitt 4 DIN 14 406) und/oder dem Füllen (siehe Abschnitt 5 DIN 14 406) anbringen.
  • Löscherhalterung – sofern bei Prüfung zugänglich – hinsichtlich Beschädigung und der Befestigung prüfen.

Instandsetzung Feuerlöscher:

  • Bei der Prüfung festgestellte Mängel am Feuerlöscher müssen beseitigt und defekte Bauteile ausgetauscht werden. Diese Arbeiten sollten je nach Vorgabe nur mit Einverständnis des Auftraggebers ausgeführt werden. Füllen Das Füllen eines Feuerlöschers entspricht im Prinzip dem Prüfen/Instandsetzen und wird in der Regel nach Auslösen eines Feuerlöschers durchgeführt.
    Es werden aber zusätzlich neues Lösch- und Treibmittel benötigt. Bei älteren Löschern nach DIN14406 dürfen nur Typ-zugelassene Lösch- und Treibmittel verwendet werden. Bei neueren Feuerlöschern nach EN3 dürfen nur die auf dem Löscher angegebenen original Lösch- und Treibmittel verwendet werden! Die Angaben der Prüf- und Füllanleitung / Vorschrift des Geräteherstellers ist unbedingt zu beachten.

    Erst nach Abarbeitung aller Punkte, wurde die Instandhaltung des Feuerlöschers ordnungsgemäß durchgeführt.

Unser Tipp:
Begleiten Sie den Feuerlöscher-Kundendienst zu seinem Firmenfahrzeug und überzeugen sich vor Ort, was mit ihrem Feuerlöscher gemacht wird. Schließlich bezahlen Sie ja auch diese Dienstleistung. Ein Kundendienst, der nichts zu verbergen hat, wird Sie gerne zum Firmenfahrzeug einladen und die Gelegenheit nutzen, um Ihnen den Feuerlöscher mal von einer ganz anderen Seite zu zeigen. Er wird die Gelegenheit auch nutzen, um Ihnen den Aufbau und die Handhabung Ihres Löschgerätes genau zu erklären.

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Aufbau Kohlendioxidlöscher

Aufbau Kohlendioxidlöscher

  1. Sicherung mit Sicherungsstift
  2. Abzugshebel
  3. Pistolengriff
  4. Ventilstopfen
  5. Ventilbolzen
  6. Schneebrause
  7. Düse

Funktion:

  1. Sicherungsstift 1 herausziehen – Gerät ist einsatzbereit.
  2. Löscher auf den Brandherd richten
  3. Durch ziehen des Abzugshebels 2 am Pistolengriff 3 wird Ventilstopfen 4 durch Ventilbolzen 5 abgehoben.
  4. Komprimiertes Kohlendioxid wird frei und durch die Brause oder Gasdüse auf den Brandherd gerichtet.
  5. Der Löschstrahl kann jederzeit unterbrochen werden.


Sicherheitsmaßnahmen

In engen, schlecht belüfteten Räumen darf Kohlendioxid, wegen seiner gesundheitsschädlichen Wirkung, nicht ohne umluftunabhängigem Atemschutz verwendet werden. Bei stationären Anlagen muss vor dem Löschmitteleinsatz eine Warnsirene 60 Sekunden lang ertönen damit alle Personen den Raum rechtzeitig verlassen können ohne Schaden zu nehmen.

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Aufladelöscher

Arten der Feuerlöscher – Aufladelöscher

Aufladelöscher sind Geräte, deren Löschmittel erst bei der Inbetriebsetzung unter Druck gesetzt werden.
Der Aufladelöscher besteht aus 2 Behältern, und zwar dem Löschmittel- und Treibgasbehälter. Wird eine Verbindung zwischen beiden Behältern hergestellt, z.B. durch öffnen des Ventils, so strömt das Treibgas aus dem Treibgasbehälter in den Löschmittebehälter, dieser ist somit aufgeladen.
Er stellt die zuverlässigste Sicherstellung des Treibgasdruckes dar, weil die CO2– Treibgastbehälter vor ihrem Einbau genügend lange auf die Dichtheit geprüft werden können. Auch Ihre etwaige Auswechslung bei Nachprüfungen ist problemlos. Die Druckbehälter der Aufladelöscher werden aus dem gleichen Material wie die Druckgasbehälter hergestellt

Das Treibgasmittel, das in einer innenliegenden Treibgaspatrone oder außenliegenden Treibgasflasche aufbewahrt werden kann, ist Kohlendioxid (CO2). Es handelt sich hierbei um ein Hochdruckflüssiggas der Bauartbezeichnung H.

Der Aufladelöscher ist aufgrund des hier verwendeten CO2- Treibgases mit einer Überdrucksicherung ausgestattet. Es handelt sich hier in den meisten Fällen um Federsicherheitsventile. Bei den außenliegenden Treibgasflaschen ist das Ventil mit einer Überdrucksicherung ausgestattet wobei beim Fehlen der grünen Plastikkappe am Überdruckventil signalisiert wird, dass die Treibgasflasche unter Überdruck gestanden hat. Bei den innenliegenden Treibgaspatronen ist der Flaschenverschluss so ausgebildet, dass er auch gleichzeitig als Sicherheitseinrichtung wirkt.

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Beratung zum technischen Brandschutz

Beratung zum technischen Brandschutz

Sie haben einen neuen Standort, eine Werkstatt oder auch ein neues Büro und Sie wissen, dass Sie noch Feuerlöscher benötigen?
Vielleicht steht in Ihrem Brandschutzkonzept auch, dass die Ausstattung mit einer Fachfirma abzustimmen ist?

Genau das sind die Aufgaben, die wir auch übernehmen, denn hier kann man viel falsch machen…

Die wichtigste Frage stellt sich hier – welches Löschmittel, welche Feuerlöscher verwende ich? Hier gibt es mittlerweile eine größere Auswahl und die Qual der Wahl. Jedes Löschmittel hat Vor- und Nachteile.
Genau das versuchen wir in einem zielgerichteten Beratungsgespräch zu vermitteln, dass Sie die richtige Entscheidung treffen können.

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Brandschutz im Gewerbe und zu Hause

Brandschutz im Gewerbe und zu Hause

Im Rahmen unserer Kundenbetreuung und natürlich auch für Interessierte bieten wir Lehrgänge, Schulungen, Seminare aus dem Bereich Brandschutz und Sicherheit und Brandschutz im Gewerbe und zu Hause an.

Seminar- Übersicht:

Betriebliche Ausbildung
Vorbeugender Brandschutz nach BGI 560

  • Verbrennungslehre
  • Brandklassen/ Löschmittel
  • Aufbau und Wirkungsweise von Feuerlöschgeräten
  • Vorschriften und Gesetze
  • Ausrüstung nach ASR 2.2
  • Baulicher und vorbeugender Brandschutz
  • Beschilderung nach BGV A8 – DGUV
  • Brandverhütung

Projektziele

  • Praxis Handhabung von Feuerlöschern und anderen Löscheinrichtungen
  • Praktische Übung mit HandFeuerlöschern
  • Taktisches Verhalten im Ernstfall
  • Stand der Technik / Lösungsansätze
  • Zukunftsmarkt Brandschutz und Sicherheit
  • Wissenstest zum Seminar
  • Fragen zum Brandschutz
  • Auswertung des Seminars

Auf vorher genannten Wunsch erstellen wir Ihnen gerne nach der Ausbildung einen Ausbildungsbericht für die Sachversicherer und Aufsichtsbehörden. Selbstverständlich gehen wir in den Seminaren auch speziell auf Ihre Erfordernisse ein, oder konzipieren einen Lehrgang speziell für Ihre Erfordernisse.

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Brandschutzunterweisung Feuerlöscher mit einem Feuerlöschtrainer

Brandschutzunterweisung Feuerlöscher mit einem Feuerlöschtrainer

Wir bieten Firmen, Organisationen, öffentlichen Einrichtungen, Kindergärten, Schulen und eine Brandschutzunterweisung Feuerlöscher mit einem Feuerlöschtrainer an, der für das Training mit tragbaren Feuerlöschern bestens geeignet ist.

Warum ist eine Unterweisung in der Handhabung Feuerlöscher mit einem Feuerlöschtrainer notwendig?

Sie als Arbeitgeber/ Führungskraft sind gesetzlich verpflichtet, Ihr Personal/ Mitarbeiter in der Handhabung Feuerlöscher zu unterweisen.

Die Unterweisung basiert auf nachfolgenden Grundlagen und Vorschriften:

  1. ASR 2.2 Maßnahmen gegen Brände
  2. UVV VBG1 Allgemeine Vorschriften
  3. BGI 560 Arbeitssicherheit durch vorbeugenden Brandschutz
  4. GhVO Geschäftshausverordnung

Ziel der Unterweisung für Feuerlöscher am Feuerlöschtrainer ist:

  • Die Brandschutzunterweisung soll den Teilnehmern die Kenntnisse und die Fertigkeit im Umgang mit HandFeuerlöschern vermitteln.

Die Theorie der Unterweisung beinhaltet folgende Punkte:

  • Einführung
  • Die Notwendigkeit und Ziel der regelmäßigen Unterweisung Feuerlöscher
  • Das Verhalten im Brandfall
  • Verbrennungsvorgang und Voraussetzungen hierzu
  • Brandklassen und Löschmittel
  • Erläuterungen zum Feuerlöscher
  • Fragen/ Diskussion

Die Praxis Feuerlöscher mit Feuerlöschtrainer beinhaltet folgende Punkte:

  1. Die Unterweisung in der Handhabung von Feuerlöscher erfolgt mit dem Einsatz von Übungs-Feuerlöscher (Löschmittel: Wasser und Co² Kohlendioxid).
  2. Es werden die verschiedenen Brandszenarien am Feuerlöschtrainer, wie zum Beispiel Papierkorb- oder Monitorbrände, ausschließlich mit Propangas am Feuerlöschtrainer erzeugt.
  3. Auf Ihren Wunsch kann auch ein Fettbrand-, sowie eine Spraydosenexplosion durchgeführt werden.

Die einzelnen Punkte der ca. 1-3 stündigen Unterweisung Feuerlöscher am Feuerlöschtrainer sind variabel und können je nach Absprache mit dem Auftraggeber, entsprechend den Notwendigkeiten des Betriebes entfallen oder ergänzt werden.

Jeder Teilnehmer erhält ein Teilnahmebescheinigung (optional).

Um ein möglichst effektives Schulungsergebnis für Ihre Mitarbeiter zu erreichen, sollte der Teilnehmerkreis pro Schulung nicht mehr als 15 bis 20 Personen betragen.

Als Schulungsort schlagen wir einen Raum in ihrem Hause vor. Die Feuerlöschübung mit Feuerlöschtrainer sollte auf dem Freigelände gefahrlos durchgeführt werden können.
Bei Bedarf können wir auch ein entsprechendes Gelände zur Verfügung stellen.

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Darf man einen neuen Feuerlöscher direkt bei einem Gefahrguttransport einsetzen? Wann beginnt die 2- Jahres Prüffrist (Kaufdatum?)

Gefahrguttransport – der Löscher muss mit einem Hinweisaufkleber „Nächste Prüfung“ versehen sein. Dies kann Ihnen eigentlich nur eine Fachwerkstatt bei einer Grundprüfung bescheinigen, ab der dann die Frist zu laufen beginnt.

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Das Prinzip des Hochdruck-Löschverfahren

Das Prinzip des Hochdruck-Löschverfahren

Die kompakte Revolution
Extrem kurze Löschzeiten durch Feinstzerstäubung von Wasser

Das Das Prinzip des Hochdruck-Löschverfahren basiert auf der Feinst- Vernebelung von Wasser.
Es werden feinste Wassertröpfchen erzeugt, was eine große Wasseroberfläche zur Folge hat. Dadurch wird der Kühleffekt des Wassers optimal ausgenutzt (Energieentzug). Gleichzeitig reduziert sich durch die Wasserdampfbildung die Sauerstoffkonzentration bzw. die Sauerstoffzufuhr wird behindert.

 Die Wirkungsweise

Der auf einen Druck von bis zu 250 bar erhöhte Wasserfluss sorgt dafür, dass das Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus der Zerstäuberdüse der Löschpistole austritt.
Der Wassernebel erreicht deshalb auch schlecht zugängliche Brandherde, wie z.B. in Dachstühlen, Wandvertäfelungen oder Zwischendecken.
Das Feuer verliert in kurzer Zeit große Mengen an Energie durch die Verdampfung des Wassers. Durch die Dampfbildung wiederum sinkt der Sauerstoffgehalt im Brandgeschehen unter kritische Grenzen, was zum Ersticken des schon geschwächten Feuers führt. Es handelt sich also gerade um diesen Doppeleffekt, der das Hochdruck-Löschverfahren so effektiv macht.

 Die Vorteile im Überblick:

  • Keine Rüstzeiten im Brandfall
  • Optimale Ausnutzung des Kühleffektes von Wasser
  • Stickeffekt durch Wasserdampfbildung
  • Extrem kurze Löschzeit
  • Geringer Rückstoß
  • Minimaler Wasserverbrauch von max. 25 l/min
  • Vermeidung von Löschwasser-Schaden und -Verschleppung
  • Zumischung von Schaummitteln nur bei Bedarf
  • Geringe Einbaumaße im Fahrzeug

Löschleistung Hochdrucklöschgerät:
Die Löschleistungen des HDL sind bei geringstem Wasserverbrauch beeindruckend. Das Löschprinzip ist nicht „Ersäufen“, sondern Abkühlen und Ersticken. Dadurch ist die Brandstelle nach dem Löscherfolg üblicherweise vollkommen trocken.
Das unkontrollierte Verschleppen von kontaminiertem Schadenswasser ist daher unmöglich. In Hunderten von Testeinsätzen mit realistischen Vorbrennzeiten und Tausenden von praktischen Einsätzen haben sich sparsamste Wasserverbrauchswerte herauskristallisiert.

PKW- Brand in voller Ausdehnung, einschl. Reifen: 15 – 30 l
KFZ- Brand im Frühstadium (durchschnittlich): 9 l
Reifenbrand, in Mengen bis 50 Stück (pro Reifen): 0,5 – 1 l
Palettenbrand (10 Stück): 5 – 20 l
Zimmerbrand: 10 – 40 l

Einsatzbereiche:
Das Hochdrucklöschgerät HDL wird bei Bränden der Klasse A und B eingesetzt. In der Brandklasse A (Feststoffbrände) wird vorwiegend das klassische Löschmittel Wasser verwendet. Je nach Bedarf und Situation kann durch die Zumischung des Schaummittels und die schnelle und unkomplizierte Umschaltung an der Schnellangriffs-Einrichtung auf Schaum umgestellt werden. Dieser eignet sich hervorragend zum Löschen brennbarer Flüssigkeiten (Brandklasse B) und verhindert bei Feststoffbränden eine mögliche Rückzündung.

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Dauerdrucklöscher

Dauerdrucklöscher

Arten der Feuerlöscher

Dauerdrucklöscher sind Geräte, deren Löschmittel unter permanentem Treibmitteldruck stehen. Das Löschmittel ist kein Gas im Sinne der Druckbehälterverordnung (DruckbehV).
Dabei übt das Treibgas einen ständigen Druck (sogenannter Permanentdruck) auf das Löschmittel aus. Wird die Auslöseeinrichtung betätigt. so wird dosiert das Löschmittel über das Steigrohr und die Ausspritzdüse in Verbindung mit dem Treibgasmittel ausgetrieben.

Funktion

Sicherungsstift 1 entfernen. Gerät mit der rechten Hand am Tragegriff 3 halten, Schlauch mit der linken Hand umfassen und Auslösehebel 4 nach unten drücken. Ventildichtkegel 5 öffnet Ventil, Löschpulver wird vom Druckpolster durch das Steigrohr 5 und Ventil in die Schlauchleitung 7 gepresst. Löschstrahl von vorne anfangend, in die Flamme richten. Löschpulver dosiert einsetzen

  • 1 Sicherungsstift
  • 2 Behälter
  • 3 Tragegriff
  • 4 Auslösehebel
  • 5 Ventilkegel
  • 6 Steigrohr
  • 7 Schlauchleitung

Beim Dauerdrucklöscher kommt hauptsächlich Löschpulver als Löschmittel zum Einsatz. Es gibt auch Hersteller, die den Dauerdrucklöscher so konstruieren, dass er mit Wasser oder Schaum als Löschmittel betrieben wird (z.B. Gloria. Werner. etc.)

Als erforderliches Treibgasmittel verwendet man heute Stickstoff (N2). Die Bauartbezeichnung für das verwendete Treibgasmittel ist L und ist darauf zurückzuführen, dass man früher und in Zukunft auch nach EN-Norm trockene Pressluft verwenden kann.

Der Betriebsdruck beträgt bei 20 °C je Hersteller zwischen 14 bis 16 bar Überdruck. Innerhalb von 2 Jahren kann der Betriebsdruck 10% seines herkömmlichen vorgeschriebenen Druckes verlieren. Ist der gemessene Betriebsdruck darunter, bedarf es einer Untersuchung und Behebung der Druckverluststelle. Dies kann jedoch meistens nur in der Reparaturwerkstatt vorgenommen werden.

Bei einer Wartung, bzw. Befüllung mit Treibgas ist der § 38 der Druckbehälterverordnung vom April 1989 und und jetzt auch die neue Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) zu beachten.

Anmerkung:
Wir empfehlen aus Sicherheits- und Umweltgründen keine Dauerdruck-Feuerlöscher.

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Die Plombe oder die Sicherung fehlt. Was soll ich tun?

Sollte die Plombe Ihres Feuerlöschers beschädigt worden sein, müssen Sie davon ausgehen, dass dieser Feuerlöscher auch benutzt worden ist. Eingesetzte bzw. verwendete Feuerlöscher müssen unverzüglich nach Ihrem Gebrauch überprüft, gewartet und instand gesetzt werden. Kontaktieren Sie uns bitte umgehend, sobald Sie eine zerstörte Plombe an Ihren Feuerlöschern entdeckt haben.

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Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Der tragbare Feuerlöscher in seiner heutigen sicherheits- und brandschutztechnischen Ausführung ist eine Entwicklung unseres Jahrhunderts. Bevor es jedoch zu den heutigen, technisch ausgereiften Geräten kam, waren die ersten Gedanken, die auch verwirklicht wurden, bereits am Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden.

Die bis zu dieser Zeit bekannten Möglichkeiten im Brandfall, waren auf Hilfe zu warten und somit ohnmächtig zuzusehen, wie aus zunächst harmlosen Entstehungsbränden, die rasch um sich
griffen, oft genug verheerende Brandkatastrophen entstanden. Somit war der Anfang der Entwicklung gegeben, deren Ziel es war, einen gerade entdeckten, erst im Entstehen begriffenen Brand mit einem handlichen und wirksamen Gerät blitzschnell löschen zu können und somit bereits im Keim zu ersticken. Denn seit jeher stand der Wunsch im Vordergrund, Menschenleben zu retten und Sachwerte zu erhalten.

Die ersten aktenkundigen Versuche wurden durch den Augsburger Silberstecher Zacharias Greyl belegt, der 1715 ein Feuerlösch- Fässchen mit ca. 20 Litern Wasser füllte und im Inneren ein Blechgefäß mit zwei Pfund Schießpulver anbrachte. Mittels einer Zündschnur konnte es zur Explosion gebracht werden. Die Zündschnur wurde gezündet und das Gefäß anschließend ins Feuer geworfen. Noch Ende des 19. Jahrhunderts schlug Konrad Gautsch der Münchner Feuerwehr vor, die Entwicklung an diesem Fässchen fortzuführen.

Alaun (Aluminiumkaliumsulfat) war um 1770 längst als wirksames Feuerlöschmittel bekannt, weshalb der schwäbische Artillerie-Hauptmann Roth auf die Idee kam, ein mit Wasser und Alaun gefülltes Fass zur Explosion zu bringen. 1794 machte man sich sogar Gedanken darüber, Feuerlösch- Flinten mit Alaun zu laden und auf Brände abzuschießen.

Kühnsche Feuerlöschdose
Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Bereits 1816 erfand Captain Manby, der ehemalige Offizier und Barrack- Master im englischen Yarmouth, einen portablen Feuerlöscher, der mit nichts anderem als mit Asche, Wasser und als Treibmittel mit Pressluft gefüllt war. In Meißen erfand mitte des 19. Jahrhunderts der königlichsächsische Direktor und Geheime Bergrath Heinrich Gottlieb Kühn die „Kühnsche Feuerlöschdose“, die mit Salpeter, Schwefel und Kohle gefüllt war, mittels einer Zündschnur entflammt und brennend in den Brandherd geworfen wurde.
Es handelte sich hier vermutlich um eine Verbindung von Salzen der Salpetersäure mit Ammoniak, Kalium oder Natrium.

Die Absicht war; durch die Erzeugung größerer Mengen inerter Gase den Sauerstoff, der für die Entstehung und das Fortschreiten eines Brandes erforderlich ist, zu verdrängen. Die Entwicklung ging dahin, dass verschiedene Ausführungen und Größen hergestellt wurden. Ihre Löschwirkung war allerdings dahingehend eingeschränkt, dass der Effekt nur in kleinen, gut verschlossenen Räumen eintrat. Gegen die aber meist auftretenden Glutbrände war diese Feuerlöschdose wirkungslos.

Auch die Engländer waren nicht untätig bei der Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte und so konstruierte 1851 William Henry Phillip den „Fire Annihilator“, bei dessen Löschmittel es sich um Kohlensäure handelte. Um die notwendige Energie des Ausstoßes zu gewährleisten, wurden bestimmte Stoffe entzündet. Diese Apparatekonstruktion war sehr teuer und außerdem auch unhandlich. Als dann 1857 noch dazu die Fabrik nieder brannte, geriet der „Fire Annihilator“ wieder in Vergessenheit.

Der erste Feuerlöscher mit chemischer Druckerzeugung wurde 1864 erfunden, indem Dr. F Charlier und der Ingenieur A. Vignon in Paris einen „Extincteur“ bauten, bei dem die erforderliche Druckenergie durch die Reaktion zwischen Natriumhydrogencarbonat und Weinsteinsäure erzeugt wurde. Eine Weiterentwicklung nahmen dann 1870 Dick in Glasgow und Schäffer & Buddenberg in Magdeburg in Angriff, die die teuere Weinsteinsäure durch die wesentlich billigere Schwefelsäure ersetzten.

Etwa zur gleichen Zeit wurden in England die auf Grund ihres Gewichtes als Handfeuerlöschgeräte ungeeigneten Konstruktionen durch kleinere Hand-Feuerlösch-Apparate mit chemischer Druckerzeugung abgelöst.

Die Entwicklung des tragbaren Handfeuerlöschgerätes war nicht mehr aufzuhalten. Bereits Ende des neunzehnten Jahrhunderts gab es in England etwa 15 Fabriken, die kleine chemische Feuerlöscher herstellten. In Frankreich wurden von verschiedenen Firmen ähnliche kleine chemische Löschgeräte angeboten.
Bei diesen Löschgeräten handelte es sich um 2- bis 4-Liter-Apparate, wobei 4- Liter- Apparate bereits für „groß“ gehalten wurden.

Patent- Handfeuerlöscher

Zwischenzeitlich brachte 1884 Schwartz in Bocholt den „Patent- Handfeuerlöscher“ in Form eines Wurfeimers mit flacher Schnauze auf den Markt, der auf Grund seiner spitz verlaufenden Schüttöffnung einen gezielten Strahl ermöglichen sollte. Wie aus der Abbildung zu entnehmen, besaß diese Konstruktion eine Ähnlichkeit einem heute noch bekannten Koks- oder Steinkohleschütteimer, der in einigen Gebieten noch heute Anwendung findet.

Da man einerseits die chemischen Löschgeräte mit 4 Liter Löschinhalt bereits für groß hielt und andererseits ebenfalls im westeuropäische um Feuerlöschgeräte mit 30, 50 und 60 Liter Inhalt entstanden, kam es zu zwei gegenläufigen Entwicklung, die sich später beide als falsch erwiesen. Die Löschleistung der 30-. 50- und 60-LiterGeräte war zwar zweifellos größer, jedoch waren diese Geräte nur schwer zu transportieren. Sie wurden letztlich so groß, dass sie nur noch auf Handkarren oder Pferdewagen befördert werden konnten. Parallel dazu wurden aber weiterhin Feuerlöscher mit 2 und 4 Liter Inhalt gebaut, mit dem Nachteil, dass diese natürlich für eine erfolgreiche Brandbekämpfung nicht ausreichten.

Im Interesse der Versicherungsgesellschaften gründete sich in den Vereinigten Staaten die Gesellschaft „National Bord of Fire Underwriters“, die die Entwicklung des tragbaren Feuerlöschers, der den heutigen Geräten schon sehr ähnlich war, vorantrieb. Bereits hier wurden die ersten Regeln für chemische Extinguishers, die dann z.B. durch die „Gautsch- Feuerspritze“ realisiert wurden, erstellt. Der ganz aus Kupfer bestehende, 13 Liter fassende Apparat brachte beim Kippen eine Säure mit einer Salzlösung in Verbindung, was den erforderlichen Betriebsdruck erzeugte. Bei dieser Konstruktion war ein ca. 75 cm langer Schlauch angebracht aus dem das Löschmittel austrat.

Auch in den USA blieb die Entwicklung, im vorbeugenden Brandschutz Apparate herzustellen, nicht stehen, so dass hier eine Feuerlöschfackel erfunden wurde, die mit Natriumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat und wasser- und säurelöslichen Anteilen gefüllt war, und somit der erste Trockenfeuerlöscher seinen Einzug gehalten hatte. Die auf Grund seiner Konstruktion doch unsichere Anwendungsweise ließ dieses Verfahren vorübergehend in Vergessenheit geraten.

Die Erfindungen und die rasante Erneuerung der Technologien um die Jahrhundertwende waren bezeichnend für den sich immer mehr verstärkenden Wunsch der Erfinder, Großbrände durch rechtzeitiges Einschreiten in Selbsthilfe des Einzelnen zu verhindern. Das Problem lag darin, dass es bis dahin nicht gelungen war, einen uns heute allen bekannten Handfeuerlöscher zu entwickeln, der auch einem Unbedarften die Möglichkeit bot, Brände in der Entstehungsphase zu löschen. In diesem Zusammenhang wurde die Vorstellung geweckt, dass überall wo Brandgefahren bestehen könnten, diese (noch zu erfindenden) Feuerlöscher vorrätig sein sollten, um somit einen allgemeinen vorbeugenden Brandschutz, den es in dieser Form noch nicht gab, zu gewährleisten.

Annihilatoren

Entgegen der Entwicklung in den Vereinigten Staaten von Amerika, während der größere Mengen der bereits genannten Feuerlöscher produziert wurden, ging man in Deutschland in eine andere Richtung. Die Industrie bot hier Eimer- und Buttenspritzen sowie „Annihilatoren“ an, die man als Vorgänger der späteren Kübelspritze bezeichnen kann.

Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Erst mit der Jahrhundertwende unternahm die Firma Carré größte Anstrengungen, den deutschen Markt mit dem Verkauf ihres französischen Apparates, dem 4-Liter-Extincteur „Excelsior“ zu erobern. Der Vertrieb in Deutschland wurde damals von den Halbbrüdern Wilhelm und Clemens Graaff übernommen, die in Berlin unter anderem ein Patentverwertungsbüro betrieben.

Der Vertrieb beschränkte sich vorerst auf den Raum Norddeutschland. Wegen des öfter vorkommenden Zerberstens zeigte sich jedoch schon recht bald, dass die in das Gerät gesetzten Erwartungen, besonders in sicherheitstechnischer Hinsicht, nicht erfüllt wurden.

Da man es anfangs überwiegend mit Glutbränden zu tun hatte, entwickelten die Fachleute in Zusammenarbeit mit Chemikern und Mechanikern der Feuerlöschindustrie schon bald Handfeuerlöschapparate, die bereits, wie auch die heutigen Weiterentwicklungen, die Eigenschaften vereinten:

  • einfache Bauart
  • gute Handlichkeit
  • stets gebrauchsbereit
  • hoher Löschwirkung und
  • entsprechender Betriebssicherheit

Das bereits vorhandene Trockenlöschsystem war zu diesem Zeitpunkt immer noch in den Hintergrund geschoben worden, so dass bereits Ende 1902 durch die Brüder Wilhelm und Clemens Graaff und ihrem damaligen Konstrukteur Hans Mikorey die Entwicklung eines Wasserlöschers gelang, der unter dem Namen „Excelsior 1902“ mit einem Löschmittelinhalt von 6 Litern dem Markt vorgestellt wurde. Somit war die legendäre „Spitztüte“ gleich „Minimax“ geboren. Es war nicht nur gelungen den Siegeszug dieser Apparate in aller Welt bereits im Jahre 1903 zu beginnen, sondern auch einen Namen zu kreieren, der sich aus dem Gedanken „MINImum an Aufwand – MAXimum an Leistung“ zu einem der heute populärsten Namen in der Feuerlöscherbranche entwickelte.

Chemischen Handfeuerlöscher mit Griffhenkel an dem tragbaren Behälter

Nicht zuletzt durch die im Laufe der Jahre viel zitierten Sprüche wie z.B.: „Minimax ist großer Mist, wenn du nicht zuhause bist“ oder: „hast du Minimax im Haus, geht dein Feuer niemals aus“, hat sich dieser Feuerlöscher bis zum heutigen Tage in der ganzen Welt behauptet. Im Jahre 1904 erteilte das Kaiserliche Patentamt für den „Chemischen Handfeuerlöscher mit Griffhenkel an dem tragbaren Behälter“ die Patentschrift Nr. 175260.

Die Konstruktion war im Einsatz recht einfach zu handhaben. Der konisch verlaufende Behälter mit dem Schwerpunkt unten war ausgestattet mit einer Schlagknopfarmatur. Der Behälter, in dem sich eine wässrige Natriumhydrogencarbonat- Salzlösung befand, hielt damals schon einen Prüfdruck zwischen 15 und 20Atü aus. Den erforderlichen Betriebsdruck für respektablen Wurfweiten erreichte man, indem eine allseitig zugeschmolzene, in einem Metallkorb geschützte, mit Salzsäure und später mit Schwefelsäure gefüllte Glastube durch Aufstoßen des Schlagstiftes auf den Boden zerstört wurde und somit die Säure mit der Salzlösung chemisch reagieren konnte. In wenigen Sekunden entstanden im Behälter Kohlendioxid und eine Natriumchlorid- bzw. Natriumsulfatlösung unter einem Überdruck von 4 bis höchstens 8 Atü.

Durch den Überdruck wurde die Lösung über die Aufsteigröhre, das heutige Steigrohr, aus der Düse ausgetrieben. Es konnten Spritzweiten bis zu 14 und Spritzhöhen bis zu 10 Metern erreicht werden. Das Lieferprogramm wurde bald um eine 9 und 12 Liter Löschmittel enthaltende Spitztüte erweitert. Um bei Minustemperaturen der Gefahr auszuweichen, dass sich im Erstfall im Löscher nur Eis befindet, wurden dem Löschmittel damals schon den Gefrierpunkt senkende Zusätze beigemischt.

Für die Freiwilligen Feuerwehren, Werkfeuerwehren und die „MINIMAX- Abteilungen“, die als Löschtrupps auf Fahrrädern oder Motorrädern unterwegs waren, wurde ein Spezialgerät der sogenannte „MINIMAX F“, konstruiert. Man konnte ihn mit Trageriemen auf dem Rücken schnallen. Das Gerät fasste 9 Liter Salzlösung und war mit einem Dreiwegehahn ausgerüstet:

  • Vollstrahl
  • Sprühstrahl und
  • Null-Stellung.

Bemerkenswert waren die Gedanken, die man sich damals schon im sicherheitstechnischen Bereich machte: Zusätzlich besaß er ein Sicherheitsventil, durch das gewährleistet war, dass die löschenden Personen nicht gefährdet wurden.

Da zu diesem Zeitpunkt die Automobilindustrie auch nicht untätig war und immer mehr Pferdegespanne und Droschken durch benzinangetriebene Automobile ersetzt wurden, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ein Autolöscher entwickelt, den man um Platz zu sparen in der heute übliche zylindrische Form konstruierte. Man wich also in der Bauweise von der Spitztüte ab, so dass diese im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung verlor.

Die spätere Firma TOTAL, die 1912 unter dem Namen „Internationale Feuerlöschgesellschaft mbH“ in Berlin gegründet wurde, brachte zu diesem Zeitpunkt ihren Schnell- Trocken- Feuerlöscher TOTAL mit außenliegender Treibgasflasche und BC-Pulver-Füllung auf den Markt. Brände der Brandklassen B und C, die bisher vom Markt noch nicht abgedeckt waren, aber auf Grund der Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewannen, konnten somit ebenfalls erfolgreich bekämpft werden. Schon im gleichen Jahre erteilte das Kaiserliche Patentamt dem jungen Unternehmen das Patent Nr. 277836, so dass sich das in Vergessenheit geratene Trockenlöschverfahren mittels Löschpulver nun auch in Deutschland durchsetzte.

Durch diese Entwicklung wurden in den folgenden Jahrzehnten weitere Gesellschaft und Unternehmen gegründet, die sich mit der Produktion von tragbaren Feuerlöschgeräten befassten. Bis auf wenige Firmen, wie CEAG und RADIKAL, die von der Firma MINIMAX übernommen wurden, sind heute auch nach Wiedervereinigung Deutschlands alle anderen Hersteller noch aktiv. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die GLORIA gegründet die seit Jahren, gemessen an der Produktionskapazität, der Marktführer in Deutschland ist. Vergleichbar war hier nur die in der ehemaligen DDR tätige „Feuerlöschgeräte Neuruppin“, die vor der Wende ca. 1 Million Feuerlöscher pro Jahr produzierte. Es kamen dann Ende der siebziger Jahre, bedingt durch die Entdeckung zusätzlicher Löschmittel, wie HaIon, noch weitere Hersteller hinzu. Bei diesen Firmen wie DÖKA, TAIFUN und JOCKEL handelt es sich um relativ kleine Hersteller, die auch nicht mit den Anderen zu vergleichen sind, da Sie lediglich Montierbetriebe sind, die selbst weder Behälter noch Löschmittel oder andere Bauteile herstellen.

Anfang der fünfziger Jahre hielt man die Möglichkeit ein Löschpulver auch für die Brandklasse A zu entwickeln für Utopie, jedoch gelang es der Firma MINIMAX 1959 ein Löschpulver zu entwickeln, das für die Brandklassen A, B und C endlich ein universelles Löschmittel darstellte. Unter dem Namen MULTI-TROXIN wird es heute noch hergestellt. Bald darauf folgten weitere Zulassungen von anderen Herstellern, die überwiegend bis heute mit sämtlichen erforderlichen Pulverlöschsorten am Markt vertreten sind. Durch die technische Weiterentwicklung der tragbaren Feuerlöschgeräte, die mittlerweile auch in Deutschland nicht mehr wegzudenken war, wurden auch die verschiedensten Löschmittel entwickelt, wie z.b. Tetra. Als sich jedoch später herausstellte, dass die verwendeten Substanzen, nämlich Tetrachlormethan und Bromchlormethan als toxikologisch bedenklich einzustufen sind, wurden Feuerlöscher ab 1964 bzw. 1975 nicht mehr damit befüllt.

Auch gab es bereits ab Mitte der Dreißiger Jahre die damals unter dem Namen „Kohlensäure-Schneelöscher“ geführten Kohlendioxidlöscher mit 6 kg Inhalt Der größte Vorteil war durch das rückstandsfreie Löschmittel gegeben. Diese Palette wurde dann einige Jahre später durch Geräte mit 1,5 kg bzw. 2 kg Füllgewicht erweitert. Heute werden sie korrekterweise Kohlendioxid- Feuerlöschgeräte bezeichnet weil es sich bei dem Löschmittel um reines Kohlendioxid (CO2) und nicht um Kohlensäure (CH3) handelt. Die Gefahr bei diesem Löschmittel das anderthalb mal schwerer als Luft ist, besteht darin, dass es beim Einsatz in schlecht belüfteten Räumen den Sauerstoff verdrängt. Hier besteht schon ab einem Volumenanteil von 8% Kohlendioxid für Mensch und Tier Lebensgefahr. Da dieses Löschmittel auch stationär eingesetzt wird, hat man hier zur Auflage gemacht, dass vor dem automatischen Auslösen einer CO2- Anlage 60 Sekunden lang ein Warnton abgegeben werden muss, um das Verlassen der entsprechenden Räume zu ermöglichen. Ende der sechziger Jahre wurden die ersten Halon 1211- Feuerlöschgeräte gebaut. Sie hatten auf Grund ihrer rückstandsfreien außerordentlich hohen Löschwirkung und physiologischen Unbedenklichkeit das Löschmittel Kohlendioxid im tragbaren Feuerlöscher- und Anlagenbereich weitgehend verdrängt. Obwohl es bis zum heutigen Zeitpunkt keine auch nur annähernd vergleichbare Löschmittel- Alternative zu Halon 1211 oder im Anlagenbereich 1301 gibt, ist durch das Inkrafttreten der FCKW- Halon- Verbots- Verordnung zum Schutz der Ozonschicht die Produktion von Halon in Deutschland zum Ende des Jahres 1991 verboten. Man muss hier klar erkennen, dass Deutschland in diesem Punkt der Vorreiter ist, da alle anderen Länder gemäß des Montreal-Abkommens die Produktion von Halon erst zum Jahre 1995 verbieten wollen.

Aus fachmännischer Sicht betrachtet ist die FCKW- Halon- Verbots- Verordnung, bezogen auf das Löschmittel 1211 und 1301, der Schildbürgerstreich des 20. Jahrhunderts. Mit Sicherheit hätten hier andere Lösungen gefunden werden können, als die dieses Gesetz, nach dem die Entsorgung des gesamten in Halonlöschgeräten und stationären Anlagen bereitgestellten Vorrates bis zum 31.12.1993 bewerkstelligt sein muss, zu verabschieden. Vielleicht wäre es zweckmäßiger gewesen, zwar die Produktion umgehend zu untersagen, aber das auf den Markt befindliche Halon weiterhin gegen Brände einzusetzen. Es ist bei der Verabschiedung dieses Verbotes keineswegs berücksichtigt worden, dass ja nur ein Bruchteil des auf dem Markt befindlichen Halons wirklich zum Einsatz kommt und durch die Prüfung und Wartung von Feuerlöschern und stationären Anlagen für Jahrzehnte die weitere Lagerung des vorhandenen Halons sichergestellt gewesen wäre. Im Ernstfall hätte es weiterhin zum Einsatz kommen können, da die bei der Verbrennung und dem Löschvorgang restlich verbleibenden FCKW-Anteile mit Sicherheit der Umwelt wesentlich weniger geschadet hätten, als wenn aus einem Entstehungsbrand ein echter Brandschaden entsteht, der die verschiedensten chemischen Verbindungen in die Atmosphäre freisetzt oder das Grundwasser durch den Einsatz von Löschwasser verunreinigt.

In der ehemaligen DDR gab es ähnliche Löschmittel, wie Halon 2402, Kolon und Mischungen aus Halon 2402 und Kohlendioxid, die nun, bedingt durch die FCKW- Halon- Verbots- Verordnung, ebenfalls aus dem Verkehr gezogen werden müssen.

MINIMAX- PERKEO- Schaumlöscher PB mit 8 und 9 Liter Inhalt
Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Durch das zunehmend umweltbewusstere Denken zeichnet sich die Tendenz ab, dass Wasserlöscher und Schaumlöscher, die in den letzten Jahrzehnten gänzlich vom Markt verschwunden waren, wieder an Bedeutung gewinnen. Erste Löschversuche mit Schaum sollen bereits im Jahre 1904 auf den Ölfeldern von Baku stattgefunden haben. Nach jahrelangen Entwicklungen wurde 1906 das Kaiserliche Patent Nr. 210332 an das PERKEO- Schaum- Feuerlöschmittel vergeben. Ein weiterer Fortschritt gelang dann Mitte der Zwanziger Jahre MINIMAX die mit ihrem Programm die MINIMAX- PERKEO- Schaumlöscher PB mit 8 und 9 Liter Inhalt der Öffentlichkeit vorstellten.

Durch die technische Konstruktion der ersten Schaum- Feuerlöschgeräte wurde der erforderliche Druck erzeugt, in dem beim Kippen Schaum und Treibgas durch eine chemische Reaktion entstanden. Dieses Verfahren löste man in den sechziger Jahren durch eine außenliegende Treibgasflasche, auf der gleichen Basis wie bei den Pulverlöschern, ab. Durch die neueren Schaumlöschmittel, deren Löschleistung verbessert wurde und die aus Umweltgründen biologisch abbaubar sind, ist eine zukünftig interessante Variante geboten, den Halonlöscher wenigstens zum Teil zu ersetzen. Der Löschmittelrückstand des Schaumgemisches ist verglichen mit Löschpulver, in der Regel immer noch angenehmer.

Obwohl sich die Entwicklung des heutigen tragbaren Feuerlöschgerätes über Jahrzehnte hinzog, ist es heute aus bestimmten Gefährdungsbereichen nicht mehr wegzudenken. Man hat während dieser Zeit gelernt, dass das Löschen eines Entstehungsbrandes durch überall bereitgestellte Feuerlöscheinrichtungen, die durch Laien bedienbar sind, die größte Abwendungsmöglichkeit Großbrände zu verhindern ist. Daher ist seit vielen Jahren durch die Arbeitsstättenverordnung die Bereitstellung von tragbaren Feuerlöschgeräten, bei Lagerung von Heizöl oder Gasheizungen bis in den privaten Einfamilienhausbereich (je nach Bundesland verschieden) gesetzlich geregelt Diese Gesetzgebungen werden je nach Notwendigkeit immer den neuen Erfordernissen angepasst, so dass in Kürze die 1993 in Kraft tretende Binnenmarktöffnung im gesamten EG-Bereich wieder einmal mit Änderungen zu rechnen ist.

Um für den Benutzer eine brandschutz- und sicherheitstechnische Gewähr zu leisten, erschien bereits im April 1941 die erste deutsche Norm für Handfeuerlöschgeräte, die sich damals DIN 14 032 nannte. Sie war anwendbar für alle gewerblich hergestellte Feuerlöschgeräte und regelte in knapper Form die Größen, Bauvorschriften und notwendigen Beschriftungen. Durch ein schon sehr viel weitergehendes Regelwerk, die DIN 14 406 Blatt 1, wurde sie 1955 abgelöst. Die Aktualisierung dieser Norm wurde in kurzen Zeitabständen nämlich im August 1956, Februar 1958 und April 1964 vorgenommen.

Die amtliche brandschutztechnische Typprüfung der tragbaren Feuerlöschgeräte wurde erstmals verbindlich im Mai 1967 durch die DIN 14 406 Blatt 2 normiert. Im November 1976 wurde sie dann durch eine Neuausgabe DIN 14 406 Teil 1 und Teil 2 ersetzt, wobei der Teil 11983 nochmals aktualisiert wurde.

Die sicherheitstechnischen Anforderungen an Druckbehältern tragbarer Feuerlöscher wurden dann im April 1981 mit der Ausgabe des Teil 3 der DIN 14 406 vervollständigt.

Da in der DIN 14 406 im Teil 1 lediglich mit im zwölften Punkt die regelmäßige Wartung von gesetzlich vorgeschriebenen und gewerbsmäßig hergestellten Feuerlöschern gefordert wird, jedoch keine eindeutige Aussage über den Umfang des Prüfvorganges gemacht wird, wurde im Dezember 1984 die DIN 14 406 mit dem Teil 4 für die Instandhaltung von tragbaren Feuerlöschgeräten ergänzt und abgerundet Im August 1986 erschien noch das Beiblatt Nr. 1 zu der DIN 14 406 Teil 4, weiches Informationen beinhaltet, jedoch keine zusätzlich genormten Festlegungen.

Um derzeit in Deutschland gewerbsmäßig hergestellte tragbare Feuerlöschgeräte vertreiben zu dürfen, bedarf es einer Zulassung, die auf der DIN 14 406 und der Druckgasbehälterverordnung basiert. Nicht nur bei der Produktion oder der Erstprüfung der Behälter, sondern auch bei der Wartung von Dauerdruckfeuerlöschgeräten ist die Druckgasbehälterverordnung § 38 Abs. 2, oder bei Kohlendioxidlöschern §§ 22 und 23 zu beachten.

Durch das weitere Zusammenrücken Westeuropas ist auch eine DIN EN 3 in Kraft getreten, nach der bereits Ende 1992 in Deutschland Feuerlöschgeräte zugelassen wurden und die die DIN-Vorschriften 14 406 Teil 1 bis 3 ablöst. Diese Euro-Norm ist der DIN ähnlich, jedoch bedarf es für Feuerlöscher nur noch einer Zulassung und weiterer Unterzulassungen in den einzelnen westeuropäischen Ländern, da diese Euro-Norm entgegen der Norm in allen westeuropäischen Ländern anerkannt wird. Somit sind zukünftig die einzelnen Zulassungen in den Nachbarländern nicht mehr erforderlich. Es ist auch damit zu rechnen, dass die Euro-Norm für die Prüfung tragbaren Feuerlöschgeräten erweitert wird.

Die in der ehemaligen DDR hergestellten Feuerlöschgeräte sind nach TGL 121 – 406/Teil 1 produziert worden. Für die Instandhaltung der nach TGL hergestellten Feuerlöscher galt der Fachbereich Standart- TGL 30 028/4 in Verbindung mit der Prüfanweisung für prüfpflichtige Brandschutztechnik, des VB- Prüforganisation für Feuerlöschgeräte. Auch diese Normen legten Mindestanforderungen an tragbare Feuerlöschern fest, die der DIN 14 406 sehr ähnlich waren. Man muss in diesem Zusammenhang bemerken, dass in der früheren DDR der vorbeugende Brandschutz aus volkswirtschaftlichen Gründen sehr groß geschrieben wurde und man ihn zum Teil ernster nahm, als zur Zeit in den alten Bundesländern. Durch den Wiedervereinigungsvertrag wurde unter anderem auch beschlossen, dass Geräte, die nach TGL hergestellt wurden. weiterhin in den neuen Bundesländern verwendet werden dürfen, die Überprüfung und Wartung von Feuerlöschgeräten jedoch grundsätzlich nach DIN 14 406 Teil 4 vorgenommen wird. Die Prüf- und Füllvorschriften der einzelnen Hersteller, sei es in der West sind vorrangig zu beachten.

Eine Regelung der einheitlichen Brandklassenbezeichnung und Symbole im Beschriftungsbild von tragbaren Feuerlöschgeräten ist in Europa bereits durch die EN 2 einheitlich vorgenommen worden. Dies führte dazu, dass 1978 bis 1979 vorher zugelassene Feuerlöschgeräte eine neue Zulassungsnummer bekommen haben, so dass es ohne weiteres möglich ist. dass Geräte gleicher Bauart und Typenbezeichnung unter zwei Zulassungen laufen.

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