Aufbau Kohlendioxidlöscher

Aufbau Kohlendioxidlöscher

  1. Sicherung mit Sicherungsstift
  2. Abzugshebel
  3. Pistolengriff
  4. Ventilstopfen
  5. Ventilbolzen
  6. Schneebrause
  7. Düse

Funktion:

  1. Sicherungsstift 1 herausziehen – Gerät ist einsatzbereit.
  2. Löscher auf den Brandherd richten
  3. Durch ziehen des Abzugshebels 2 am Pistolengriff 3 wird Ventilstopfen 4 durch Ventilbolzen 5 abgehoben.
  4. Komprimiertes Kohlendioxid wird frei und durch die Brause oder Gasdüse auf den Brandherd gerichtet.
  5. Der Löschstrahl kann jederzeit unterbrochen werden.


Sicherheitsmaßnahmen

In engen, schlecht belüfteten Räumen darf Kohlendioxid, wegen seiner gesundheitsschädlichen Wirkung, nicht ohne umluftunabhängigem Atemschutz verwendet werden. Bei stationären Anlagen muss vor dem Löschmitteleinsatz eine Warnsirene 60 Sekunden lang ertönen damit alle Personen den Raum rechtzeitig verlassen können ohne Schaden zu nehmen.

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Aufladelöscher

Arten der Feuerlöscher – Aufladelöscher

Aufladelöscher sind Geräte, deren Löschmittel erst bei der Inbetriebsetzung unter Druck gesetzt werden.
Der Aufladelöscher besteht aus 2 Behältern, und zwar dem Löschmittel- und Treibgasbehälter. Wird eine Verbindung zwischen beiden Behältern hergestellt, z.B. durch öffnen des Ventils, so strömt das Treibgas aus dem Treibgasbehälter in den Löschmittebehälter, dieser ist somit aufgeladen.
Er stellt die zuverlässigste Sicherstellung des Treibgasdruckes dar, weil die CO2– Treibgastbehälter vor ihrem Einbau genügend lange auf die Dichtheit geprüft werden können. Auch Ihre etwaige Auswechslung bei Nachprüfungen ist problemlos. Die Druckbehälter der Aufladelöscher werden aus dem gleichen Material wie die Druckgasbehälter hergestellt

Das Treibgasmittel, das in einer innenliegenden Treibgaspatrone oder außenliegenden Treibgasflasche aufbewahrt werden kann, ist Kohlendioxid (CO2). Es handelt sich hierbei um ein Hochdruckflüssiggas der Bauartbezeichnung H.

Der Aufladelöscher ist aufgrund des hier verwendeten CO2- Treibgases mit einer Überdrucksicherung ausgestattet. Es handelt sich hier in den meisten Fällen um Federsicherheitsventile. Bei den außenliegenden Treibgasflaschen ist das Ventil mit einer Überdrucksicherung ausgestattet wobei beim Fehlen der grünen Plastikkappe am Überdruckventil signalisiert wird, dass die Treibgasflasche unter Überdruck gestanden hat. Bei den innenliegenden Treibgaspatronen ist der Flaschenverschluss so ausgebildet, dass er auch gleichzeitig als Sicherheitseinrichtung wirkt.

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Das Prinzip des Hochdruck-Löschverfahren

Das Prinzip des Hochdruck-Löschverfahren

Die kompakte Revolution
Extrem kurze Löschzeiten durch Feinstzerstäubung von Wasser

Das Das Prinzip des Hochdruck-Löschverfahren basiert auf der Feinst- Vernebelung von Wasser.
Es werden feinste Wassertröpfchen erzeugt, was eine große Wasseroberfläche zur Folge hat. Dadurch wird der Kühleffekt des Wassers optimal ausgenutzt (Energieentzug). Gleichzeitig reduziert sich durch die Wasserdampfbildung die Sauerstoffkonzentration bzw. die Sauerstoffzufuhr wird behindert.

 Die Wirkungsweise

Der auf einen Druck von bis zu 250 bar erhöhte Wasserfluss sorgt dafür, dass das Wasser mit hoher Geschwindigkeit aus der Zerstäuberdüse der Löschpistole austritt.
Der Wassernebel erreicht deshalb auch schlecht zugängliche Brandherde, wie z.B. in Dachstühlen, Wandvertäfelungen oder Zwischendecken.
Das Feuer verliert in kurzer Zeit große Mengen an Energie durch die Verdampfung des Wassers. Durch die Dampfbildung wiederum sinkt der Sauerstoffgehalt im Brandgeschehen unter kritische Grenzen, was zum Ersticken des schon geschwächten Feuers führt. Es handelt sich also gerade um diesen Doppeleffekt, der das Hochdruck-Löschverfahren so effektiv macht.

 Die Vorteile im Überblick:

  • Keine Rüstzeiten im Brandfall
  • Optimale Ausnutzung des Kühleffektes von Wasser
  • Stickeffekt durch Wasserdampfbildung
  • Extrem kurze Löschzeit
  • Geringer Rückstoß
  • Minimaler Wasserverbrauch von max. 25 l/min
  • Vermeidung von Löschwasser-Schaden und -Verschleppung
  • Zumischung von Schaummitteln nur bei Bedarf
  • Geringe Einbaumaße im Fahrzeug

Löschleistung Hochdrucklöschgerät:
Die Löschleistungen des HDL sind bei geringstem Wasserverbrauch beeindruckend. Das Löschprinzip ist nicht „Ersäufen“, sondern Abkühlen und Ersticken. Dadurch ist die Brandstelle nach dem Löscherfolg üblicherweise vollkommen trocken.
Das unkontrollierte Verschleppen von kontaminiertem Schadenswasser ist daher unmöglich. In Hunderten von Testeinsätzen mit realistischen Vorbrennzeiten und Tausenden von praktischen Einsätzen haben sich sparsamste Wasserverbrauchswerte herauskristallisiert.

PKW- Brand in voller Ausdehnung, einschl. Reifen: 15 – 30 l
KFZ- Brand im Frühstadium (durchschnittlich): 9 l
Reifenbrand, in Mengen bis 50 Stück (pro Reifen): 0,5 – 1 l
Palettenbrand (10 Stück): 5 – 20 l
Zimmerbrand: 10 – 40 l

Einsatzbereiche:
Das Hochdrucklöschgerät HDL wird bei Bränden der Klasse A und B eingesetzt. In der Brandklasse A (Feststoffbrände) wird vorwiegend das klassische Löschmittel Wasser verwendet. Je nach Bedarf und Situation kann durch die Zumischung des Schaummittels und die schnelle und unkomplizierte Umschaltung an der Schnellangriffs-Einrichtung auf Schaum umgestellt werden. Dieser eignet sich hervorragend zum Löschen brennbarer Flüssigkeiten (Brandklasse B) und verhindert bei Feststoffbränden eine mögliche Rückzündung.

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Dauerdrucklöscher

Dauerdrucklöscher

Arten der Feuerlöscher

Dauerdrucklöscher sind Geräte, deren Löschmittel unter permanentem Treibmitteldruck stehen. Das Löschmittel ist kein Gas im Sinne der Druckbehälterverordnung (DruckbehV).
Dabei übt das Treibgas einen ständigen Druck (sogenannter Permanentdruck) auf das Löschmittel aus. Wird die Auslöseeinrichtung betätigt. so wird dosiert das Löschmittel über das Steigrohr und die Ausspritzdüse in Verbindung mit dem Treibgasmittel ausgetrieben.

Funktion

Sicherungsstift 1 entfernen. Gerät mit der rechten Hand am Tragegriff 3 halten, Schlauch mit der linken Hand umfassen und Auslösehebel 4 nach unten drücken. Ventildichtkegel 5 öffnet Ventil, Löschpulver wird vom Druckpolster durch das Steigrohr 5 und Ventil in die Schlauchleitung 7 gepresst. Löschstrahl von vorne anfangend, in die Flamme richten. Löschpulver dosiert einsetzen

  • 1 Sicherungsstift
  • 2 Behälter
  • 3 Tragegriff
  • 4 Auslösehebel
  • 5 Ventilkegel
  • 6 Steigrohr
  • 7 Schlauchleitung

Beim Dauerdrucklöscher kommt hauptsächlich Löschpulver als Löschmittel zum Einsatz. Es gibt auch Hersteller, die den Dauerdrucklöscher so konstruieren, dass er mit Wasser oder Schaum als Löschmittel betrieben wird (z.B. Gloria. Werner. etc.)

Als erforderliches Treibgasmittel verwendet man heute Stickstoff (N2). Die Bauartbezeichnung für das verwendete Treibgasmittel ist L und ist darauf zurückzuführen, dass man früher und in Zukunft auch nach EN-Norm trockene Pressluft verwenden kann.

Der Betriebsdruck beträgt bei 20 °C je Hersteller zwischen 14 bis 16 bar Überdruck. Innerhalb von 2 Jahren kann der Betriebsdruck 10% seines herkömmlichen vorgeschriebenen Druckes verlieren. Ist der gemessene Betriebsdruck darunter, bedarf es einer Untersuchung und Behebung der Druckverluststelle. Dies kann jedoch meistens nur in der Reparaturwerkstatt vorgenommen werden.

Bei einer Wartung, bzw. Befüllung mit Treibgas ist der § 38 der Druckbehälterverordnung vom April 1989 und und jetzt auch die neue Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) zu beachten.

Anmerkung:
Wir empfehlen aus Sicherheits- und Umweltgründen keine Dauerdruck-Feuerlöscher.

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Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Der tragbare Feuerlöscher in seiner heutigen sicherheits- und brandschutztechnischen Ausführung ist eine Entwicklung unseres Jahrhunderts. Bevor es jedoch zu den heutigen, technisch ausgereiften Geräten kam, waren die ersten Gedanken, die auch verwirklicht wurden, bereits am Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden.

Die bis zu dieser Zeit bekannten Möglichkeiten im Brandfall, waren auf Hilfe zu warten und somit ohnmächtig zuzusehen, wie aus zunächst harmlosen Entstehungsbränden, die rasch um sich
griffen, oft genug verheerende Brandkatastrophen entstanden. Somit war der Anfang der Entwicklung gegeben, deren Ziel es war, einen gerade entdeckten, erst im Entstehen begriffenen Brand mit einem handlichen und wirksamen Gerät blitzschnell löschen zu können und somit bereits im Keim zu ersticken. Denn seit jeher stand der Wunsch im Vordergrund, Menschenleben zu retten und Sachwerte zu erhalten.

Die ersten aktenkundigen Versuche wurden durch den Augsburger Silberstecher Zacharias Greyl belegt, der 1715 ein Feuerlösch- Fässchen mit ca. 20 Litern Wasser füllte und im Inneren ein Blechgefäß mit zwei Pfund Schießpulver anbrachte. Mittels einer Zündschnur konnte es zur Explosion gebracht werden. Die Zündschnur wurde gezündet und das Gefäß anschließend ins Feuer geworfen. Noch Ende des 19. Jahrhunderts schlug Konrad Gautsch der Münchner Feuerwehr vor, die Entwicklung an diesem Fässchen fortzuführen.

Alaun (Aluminiumkaliumsulfat) war um 1770 längst als wirksames Feuerlöschmittel bekannt, weshalb der schwäbische Artillerie-Hauptmann Roth auf die Idee kam, ein mit Wasser und Alaun gefülltes Fass zur Explosion zu bringen. 1794 machte man sich sogar Gedanken darüber, Feuerlösch- Flinten mit Alaun zu laden und auf Brände abzuschießen.

Kühnsche Feuerlöschdose
Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Bereits 1816 erfand Captain Manby, der ehemalige Offizier und Barrack- Master im englischen Yarmouth, einen portablen Feuerlöscher, der mit nichts anderem als mit Asche, Wasser und als Treibmittel mit Pressluft gefüllt war. In Meißen erfand mitte des 19. Jahrhunderts der königlichsächsische Direktor und Geheime Bergrath Heinrich Gottlieb Kühn die „Kühnsche Feuerlöschdose“, die mit Salpeter, Schwefel und Kohle gefüllt war, mittels einer Zündschnur entflammt und brennend in den Brandherd geworfen wurde.
Es handelte sich hier vermutlich um eine Verbindung von Salzen der Salpetersäure mit Ammoniak, Kalium oder Natrium.

Die Absicht war; durch die Erzeugung größerer Mengen inerter Gase den Sauerstoff, der für die Entstehung und das Fortschreiten eines Brandes erforderlich ist, zu verdrängen. Die Entwicklung ging dahin, dass verschiedene Ausführungen und Größen hergestellt wurden. Ihre Löschwirkung war allerdings dahingehend eingeschränkt, dass der Effekt nur in kleinen, gut verschlossenen Räumen eintrat. Gegen die aber meist auftretenden Glutbrände war diese Feuerlöschdose wirkungslos.

Auch die Engländer waren nicht untätig bei der Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte und so konstruierte 1851 William Henry Phillip den „Fire Annihilator“, bei dessen Löschmittel es sich um Kohlensäure handelte. Um die notwendige Energie des Ausstoßes zu gewährleisten, wurden bestimmte Stoffe entzündet. Diese Apparatekonstruktion war sehr teuer und außerdem auch unhandlich. Als dann 1857 noch dazu die Fabrik nieder brannte, geriet der „Fire Annihilator“ wieder in Vergessenheit.

Der erste Feuerlöscher mit chemischer Druckerzeugung wurde 1864 erfunden, indem Dr. F Charlier und der Ingenieur A. Vignon in Paris einen „Extincteur“ bauten, bei dem die erforderliche Druckenergie durch die Reaktion zwischen Natriumhydrogencarbonat und Weinsteinsäure erzeugt wurde. Eine Weiterentwicklung nahmen dann 1870 Dick in Glasgow und Schäffer & Buddenberg in Magdeburg in Angriff, die die teuere Weinsteinsäure durch die wesentlich billigere Schwefelsäure ersetzten.

Etwa zur gleichen Zeit wurden in England die auf Grund ihres Gewichtes als Handfeuerlöschgeräte ungeeigneten Konstruktionen durch kleinere Hand-Feuerlösch-Apparate mit chemischer Druckerzeugung abgelöst.

Die Entwicklung des tragbaren Handfeuerlöschgerätes war nicht mehr aufzuhalten. Bereits Ende des neunzehnten Jahrhunderts gab es in England etwa 15 Fabriken, die kleine chemische Feuerlöscher herstellten. In Frankreich wurden von verschiedenen Firmen ähnliche kleine chemische Löschgeräte angeboten.
Bei diesen Löschgeräten handelte es sich um 2- bis 4-Liter-Apparate, wobei 4- Liter- Apparate bereits für „groß“ gehalten wurden.

Patent- Handfeuerlöscher

Zwischenzeitlich brachte 1884 Schwartz in Bocholt den „Patent- Handfeuerlöscher“ in Form eines Wurfeimers mit flacher Schnauze auf den Markt, der auf Grund seiner spitz verlaufenden Schüttöffnung einen gezielten Strahl ermöglichen sollte. Wie aus der Abbildung zu entnehmen, besaß diese Konstruktion eine Ähnlichkeit einem heute noch bekannten Koks- oder Steinkohleschütteimer, der in einigen Gebieten noch heute Anwendung findet.

Da man einerseits die chemischen Löschgeräte mit 4 Liter Löschinhalt bereits für groß hielt und andererseits ebenfalls im westeuropäische um Feuerlöschgeräte mit 30, 50 und 60 Liter Inhalt entstanden, kam es zu zwei gegenläufigen Entwicklung, die sich später beide als falsch erwiesen. Die Löschleistung der 30-. 50- und 60-LiterGeräte war zwar zweifellos größer, jedoch waren diese Geräte nur schwer zu transportieren. Sie wurden letztlich so groß, dass sie nur noch auf Handkarren oder Pferdewagen befördert werden konnten. Parallel dazu wurden aber weiterhin Feuerlöscher mit 2 und 4 Liter Inhalt gebaut, mit dem Nachteil, dass diese natürlich für eine erfolgreiche Brandbekämpfung nicht ausreichten.

Im Interesse der Versicherungsgesellschaften gründete sich in den Vereinigten Staaten die Gesellschaft „National Bord of Fire Underwriters“, die die Entwicklung des tragbaren Feuerlöschers, der den heutigen Geräten schon sehr ähnlich war, vorantrieb. Bereits hier wurden die ersten Regeln für chemische Extinguishers, die dann z.B. durch die „Gautsch- Feuerspritze“ realisiert wurden, erstellt. Der ganz aus Kupfer bestehende, 13 Liter fassende Apparat brachte beim Kippen eine Säure mit einer Salzlösung in Verbindung, was den erforderlichen Betriebsdruck erzeugte. Bei dieser Konstruktion war ein ca. 75 cm langer Schlauch angebracht aus dem das Löschmittel austrat.

Auch in den USA blieb die Entwicklung, im vorbeugenden Brandschutz Apparate herzustellen, nicht stehen, so dass hier eine Feuerlöschfackel erfunden wurde, die mit Natriumhydrogencarbonat, Natriumcarbonat und wasser- und säurelöslichen Anteilen gefüllt war, und somit der erste Trockenfeuerlöscher seinen Einzug gehalten hatte. Die auf Grund seiner Konstruktion doch unsichere Anwendungsweise ließ dieses Verfahren vorübergehend in Vergessenheit geraten.

Die Erfindungen und die rasante Erneuerung der Technologien um die Jahrhundertwende waren bezeichnend für den sich immer mehr verstärkenden Wunsch der Erfinder, Großbrände durch rechtzeitiges Einschreiten in Selbsthilfe des Einzelnen zu verhindern. Das Problem lag darin, dass es bis dahin nicht gelungen war, einen uns heute allen bekannten Handfeuerlöscher zu entwickeln, der auch einem Unbedarften die Möglichkeit bot, Brände in der Entstehungsphase zu löschen. In diesem Zusammenhang wurde die Vorstellung geweckt, dass überall wo Brandgefahren bestehen könnten, diese (noch zu erfindenden) Feuerlöscher vorrätig sein sollten, um somit einen allgemeinen vorbeugenden Brandschutz, den es in dieser Form noch nicht gab, zu gewährleisten.

Annihilatoren

Entgegen der Entwicklung in den Vereinigten Staaten von Amerika, während der größere Mengen der bereits genannten Feuerlöscher produziert wurden, ging man in Deutschland in eine andere Richtung. Die Industrie bot hier Eimer- und Buttenspritzen sowie „Annihilatoren“ an, die man als Vorgänger der späteren Kübelspritze bezeichnen kann.

Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Erst mit der Jahrhundertwende unternahm die Firma Carré größte Anstrengungen, den deutschen Markt mit dem Verkauf ihres französischen Apparates, dem 4-Liter-Extincteur „Excelsior“ zu erobern. Der Vertrieb in Deutschland wurde damals von den Halbbrüdern Wilhelm und Clemens Graaff übernommen, die in Berlin unter anderem ein Patentverwertungsbüro betrieben.

Der Vertrieb beschränkte sich vorerst auf den Raum Norddeutschland. Wegen des öfter vorkommenden Zerberstens zeigte sich jedoch schon recht bald, dass die in das Gerät gesetzten Erwartungen, besonders in sicherheitstechnischer Hinsicht, nicht erfüllt wurden.

Da man es anfangs überwiegend mit Glutbränden zu tun hatte, entwickelten die Fachleute in Zusammenarbeit mit Chemikern und Mechanikern der Feuerlöschindustrie schon bald Handfeuerlöschapparate, die bereits, wie auch die heutigen Weiterentwicklungen, die Eigenschaften vereinten:

  • einfache Bauart
  • gute Handlichkeit
  • stets gebrauchsbereit
  • hoher Löschwirkung und
  • entsprechender Betriebssicherheit

Das bereits vorhandene Trockenlöschsystem war zu diesem Zeitpunkt immer noch in den Hintergrund geschoben worden, so dass bereits Ende 1902 durch die Brüder Wilhelm und Clemens Graaff und ihrem damaligen Konstrukteur Hans Mikorey die Entwicklung eines Wasserlöschers gelang, der unter dem Namen „Excelsior 1902“ mit einem Löschmittelinhalt von 6 Litern dem Markt vorgestellt wurde. Somit war die legendäre „Spitztüte“ gleich „Minimax“ geboren. Es war nicht nur gelungen den Siegeszug dieser Apparate in aller Welt bereits im Jahre 1903 zu beginnen, sondern auch einen Namen zu kreieren, der sich aus dem Gedanken „MINImum an Aufwand – MAXimum an Leistung“ zu einem der heute populärsten Namen in der Feuerlöscherbranche entwickelte.

Chemischen Handfeuerlöscher mit Griffhenkel an dem tragbaren Behälter

Nicht zuletzt durch die im Laufe der Jahre viel zitierten Sprüche wie z.B.: „Minimax ist großer Mist, wenn du nicht zuhause bist“ oder: „hast du Minimax im Haus, geht dein Feuer niemals aus“, hat sich dieser Feuerlöscher bis zum heutigen Tage in der ganzen Welt behauptet. Im Jahre 1904 erteilte das Kaiserliche Patentamt für den „Chemischen Handfeuerlöscher mit Griffhenkel an dem tragbaren Behälter“ die Patentschrift Nr. 175260.

Die Konstruktion war im Einsatz recht einfach zu handhaben. Der konisch verlaufende Behälter mit dem Schwerpunkt unten war ausgestattet mit einer Schlagknopfarmatur. Der Behälter, in dem sich eine wässrige Natriumhydrogencarbonat- Salzlösung befand, hielt damals schon einen Prüfdruck zwischen 15 und 20Atü aus. Den erforderlichen Betriebsdruck für respektablen Wurfweiten erreichte man, indem eine allseitig zugeschmolzene, in einem Metallkorb geschützte, mit Salzsäure und später mit Schwefelsäure gefüllte Glastube durch Aufstoßen des Schlagstiftes auf den Boden zerstört wurde und somit die Säure mit der Salzlösung chemisch reagieren konnte. In wenigen Sekunden entstanden im Behälter Kohlendioxid und eine Natriumchlorid- bzw. Natriumsulfatlösung unter einem Überdruck von 4 bis höchstens 8 Atü.

Durch den Überdruck wurde die Lösung über die Aufsteigröhre, das heutige Steigrohr, aus der Düse ausgetrieben. Es konnten Spritzweiten bis zu 14 und Spritzhöhen bis zu 10 Metern erreicht werden. Das Lieferprogramm wurde bald um eine 9 und 12 Liter Löschmittel enthaltende Spitztüte erweitert. Um bei Minustemperaturen der Gefahr auszuweichen, dass sich im Erstfall im Löscher nur Eis befindet, wurden dem Löschmittel damals schon den Gefrierpunkt senkende Zusätze beigemischt.

Für die Freiwilligen Feuerwehren, Werkfeuerwehren und die „MINIMAX- Abteilungen“, die als Löschtrupps auf Fahrrädern oder Motorrädern unterwegs waren, wurde ein Spezialgerät der sogenannte „MINIMAX F“, konstruiert. Man konnte ihn mit Trageriemen auf dem Rücken schnallen. Das Gerät fasste 9 Liter Salzlösung und war mit einem Dreiwegehahn ausgerüstet:

  • Vollstrahl
  • Sprühstrahl und
  • Null-Stellung.

Bemerkenswert waren die Gedanken, die man sich damals schon im sicherheitstechnischen Bereich machte: Zusätzlich besaß er ein Sicherheitsventil, durch das gewährleistet war, dass die löschenden Personen nicht gefährdet wurden.

Da zu diesem Zeitpunkt die Automobilindustrie auch nicht untätig war und immer mehr Pferdegespanne und Droschken durch benzinangetriebene Automobile ersetzt wurden, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts ein Autolöscher entwickelt, den man um Platz zu sparen in der heute übliche zylindrische Form konstruierte. Man wich also in der Bauweise von der Spitztüte ab, so dass diese im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung verlor.

Die spätere Firma TOTAL, die 1912 unter dem Namen „Internationale Feuerlöschgesellschaft mbH“ in Berlin gegründet wurde, brachte zu diesem Zeitpunkt ihren Schnell- Trocken- Feuerlöscher TOTAL mit außenliegender Treibgasflasche und BC-Pulver-Füllung auf den Markt. Brände der Brandklassen B und C, die bisher vom Markt noch nicht abgedeckt waren, aber auf Grund der Entwicklung immer mehr an Bedeutung gewannen, konnten somit ebenfalls erfolgreich bekämpft werden. Schon im gleichen Jahre erteilte das Kaiserliche Patentamt dem jungen Unternehmen das Patent Nr. 277836, so dass sich das in Vergessenheit geratene Trockenlöschverfahren mittels Löschpulver nun auch in Deutschland durchsetzte.

Durch diese Entwicklung wurden in den folgenden Jahrzehnten weitere Gesellschaft und Unternehmen gegründet, die sich mit der Produktion von tragbaren Feuerlöschgeräten befassten. Bis auf wenige Firmen, wie CEAG und RADIKAL, die von der Firma MINIMAX übernommen wurden, sind heute auch nach Wiedervereinigung Deutschlands alle anderen Hersteller noch aktiv. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die GLORIA gegründet die seit Jahren, gemessen an der Produktionskapazität, der Marktführer in Deutschland ist. Vergleichbar war hier nur die in der ehemaligen DDR tätige „Feuerlöschgeräte Neuruppin“, die vor der Wende ca. 1 Million Feuerlöscher pro Jahr produzierte. Es kamen dann Ende der siebziger Jahre, bedingt durch die Entdeckung zusätzlicher Löschmittel, wie HaIon, noch weitere Hersteller hinzu. Bei diesen Firmen wie DÖKA, TAIFUN und JOCKEL handelt es sich um relativ kleine Hersteller, die auch nicht mit den Anderen zu vergleichen sind, da Sie lediglich Montierbetriebe sind, die selbst weder Behälter noch Löschmittel oder andere Bauteile herstellen.

Anfang der fünfziger Jahre hielt man die Möglichkeit ein Löschpulver auch für die Brandklasse A zu entwickeln für Utopie, jedoch gelang es der Firma MINIMAX 1959 ein Löschpulver zu entwickeln, das für die Brandklassen A, B und C endlich ein universelles Löschmittel darstellte. Unter dem Namen MULTI-TROXIN wird es heute noch hergestellt. Bald darauf folgten weitere Zulassungen von anderen Herstellern, die überwiegend bis heute mit sämtlichen erforderlichen Pulverlöschsorten am Markt vertreten sind. Durch die technische Weiterentwicklung der tragbaren Feuerlöschgeräte, die mittlerweile auch in Deutschland nicht mehr wegzudenken war, wurden auch die verschiedensten Löschmittel entwickelt, wie z.b. Tetra. Als sich jedoch später herausstellte, dass die verwendeten Substanzen, nämlich Tetrachlormethan und Bromchlormethan als toxikologisch bedenklich einzustufen sind, wurden Feuerlöscher ab 1964 bzw. 1975 nicht mehr damit befüllt.

Auch gab es bereits ab Mitte der Dreißiger Jahre die damals unter dem Namen „Kohlensäure-Schneelöscher“ geführten Kohlendioxidlöscher mit 6 kg Inhalt Der größte Vorteil war durch das rückstandsfreie Löschmittel gegeben. Diese Palette wurde dann einige Jahre später durch Geräte mit 1,5 kg bzw. 2 kg Füllgewicht erweitert. Heute werden sie korrekterweise Kohlendioxid- Feuerlöschgeräte bezeichnet weil es sich bei dem Löschmittel um reines Kohlendioxid (CO2) und nicht um Kohlensäure (CH3) handelt. Die Gefahr bei diesem Löschmittel das anderthalb mal schwerer als Luft ist, besteht darin, dass es beim Einsatz in schlecht belüfteten Räumen den Sauerstoff verdrängt. Hier besteht schon ab einem Volumenanteil von 8% Kohlendioxid für Mensch und Tier Lebensgefahr. Da dieses Löschmittel auch stationär eingesetzt wird, hat man hier zur Auflage gemacht, dass vor dem automatischen Auslösen einer CO2- Anlage 60 Sekunden lang ein Warnton abgegeben werden muss, um das Verlassen der entsprechenden Räume zu ermöglichen. Ende der sechziger Jahre wurden die ersten Halon 1211- Feuerlöschgeräte gebaut. Sie hatten auf Grund ihrer rückstandsfreien außerordentlich hohen Löschwirkung und physiologischen Unbedenklichkeit das Löschmittel Kohlendioxid im tragbaren Feuerlöscher- und Anlagenbereich weitgehend verdrängt. Obwohl es bis zum heutigen Zeitpunkt keine auch nur annähernd vergleichbare Löschmittel- Alternative zu Halon 1211 oder im Anlagenbereich 1301 gibt, ist durch das Inkrafttreten der FCKW- Halon- Verbots- Verordnung zum Schutz der Ozonschicht die Produktion von Halon in Deutschland zum Ende des Jahres 1991 verboten. Man muss hier klar erkennen, dass Deutschland in diesem Punkt der Vorreiter ist, da alle anderen Länder gemäß des Montreal-Abkommens die Produktion von Halon erst zum Jahre 1995 verbieten wollen.

Aus fachmännischer Sicht betrachtet ist die FCKW- Halon- Verbots- Verordnung, bezogen auf das Löschmittel 1211 und 1301, der Schildbürgerstreich des 20. Jahrhunderts. Mit Sicherheit hätten hier andere Lösungen gefunden werden können, als die dieses Gesetz, nach dem die Entsorgung des gesamten in Halonlöschgeräten und stationären Anlagen bereitgestellten Vorrates bis zum 31.12.1993 bewerkstelligt sein muss, zu verabschieden. Vielleicht wäre es zweckmäßiger gewesen, zwar die Produktion umgehend zu untersagen, aber das auf den Markt befindliche Halon weiterhin gegen Brände einzusetzen. Es ist bei der Verabschiedung dieses Verbotes keineswegs berücksichtigt worden, dass ja nur ein Bruchteil des auf dem Markt befindlichen Halons wirklich zum Einsatz kommt und durch die Prüfung und Wartung von Feuerlöschern und stationären Anlagen für Jahrzehnte die weitere Lagerung des vorhandenen Halons sichergestellt gewesen wäre. Im Ernstfall hätte es weiterhin zum Einsatz kommen können, da die bei der Verbrennung und dem Löschvorgang restlich verbleibenden FCKW-Anteile mit Sicherheit der Umwelt wesentlich weniger geschadet hätten, als wenn aus einem Entstehungsbrand ein echter Brandschaden entsteht, der die verschiedensten chemischen Verbindungen in die Atmosphäre freisetzt oder das Grundwasser durch den Einsatz von Löschwasser verunreinigt.

In der ehemaligen DDR gab es ähnliche Löschmittel, wie Halon 2402, Kolon und Mischungen aus Halon 2402 und Kohlendioxid, die nun, bedingt durch die FCKW- Halon- Verbots- Verordnung, ebenfalls aus dem Verkehr gezogen werden müssen.

MINIMAX- PERKEO- Schaumlöscher PB mit 8 und 9 Liter Inhalt
Entwicklung tragbarer Feuerlöschgeräte

Durch das zunehmend umweltbewusstere Denken zeichnet sich die Tendenz ab, dass Wasserlöscher und Schaumlöscher, die in den letzten Jahrzehnten gänzlich vom Markt verschwunden waren, wieder an Bedeutung gewinnen. Erste Löschversuche mit Schaum sollen bereits im Jahre 1904 auf den Ölfeldern von Baku stattgefunden haben. Nach jahrelangen Entwicklungen wurde 1906 das Kaiserliche Patent Nr. 210332 an das PERKEO- Schaum- Feuerlöschmittel vergeben. Ein weiterer Fortschritt gelang dann Mitte der Zwanziger Jahre MINIMAX die mit ihrem Programm die MINIMAX- PERKEO- Schaumlöscher PB mit 8 und 9 Liter Inhalt der Öffentlichkeit vorstellten.

Durch die technische Konstruktion der ersten Schaum- Feuerlöschgeräte wurde der erforderliche Druck erzeugt, in dem beim Kippen Schaum und Treibgas durch eine chemische Reaktion entstanden. Dieses Verfahren löste man in den sechziger Jahren durch eine außenliegende Treibgasflasche, auf der gleichen Basis wie bei den Pulverlöschern, ab. Durch die neueren Schaumlöschmittel, deren Löschleistung verbessert wurde und die aus Umweltgründen biologisch abbaubar sind, ist eine zukünftig interessante Variante geboten, den Halonlöscher wenigstens zum Teil zu ersetzen. Der Löschmittelrückstand des Schaumgemisches ist verglichen mit Löschpulver, in der Regel immer noch angenehmer.

Obwohl sich die Entwicklung des heutigen tragbaren Feuerlöschgerätes über Jahrzehnte hinzog, ist es heute aus bestimmten Gefährdungsbereichen nicht mehr wegzudenken. Man hat während dieser Zeit gelernt, dass das Löschen eines Entstehungsbrandes durch überall bereitgestellte Feuerlöscheinrichtungen, die durch Laien bedienbar sind, die größte Abwendungsmöglichkeit Großbrände zu verhindern ist. Daher ist seit vielen Jahren durch die Arbeitsstättenverordnung die Bereitstellung von tragbaren Feuerlöschgeräten, bei Lagerung von Heizöl oder Gasheizungen bis in den privaten Einfamilienhausbereich (je nach Bundesland verschieden) gesetzlich geregelt Diese Gesetzgebungen werden je nach Notwendigkeit immer den neuen Erfordernissen angepasst, so dass in Kürze die 1993 in Kraft tretende Binnenmarktöffnung im gesamten EG-Bereich wieder einmal mit Änderungen zu rechnen ist.

Um für den Benutzer eine brandschutz- und sicherheitstechnische Gewähr zu leisten, erschien bereits im April 1941 die erste deutsche Norm für Handfeuerlöschgeräte, die sich damals DIN 14 032 nannte. Sie war anwendbar für alle gewerblich hergestellte Feuerlöschgeräte und regelte in knapper Form die Größen, Bauvorschriften und notwendigen Beschriftungen. Durch ein schon sehr viel weitergehendes Regelwerk, die DIN 14 406 Blatt 1, wurde sie 1955 abgelöst. Die Aktualisierung dieser Norm wurde in kurzen Zeitabständen nämlich im August 1956, Februar 1958 und April 1964 vorgenommen.

Die amtliche brandschutztechnische Typprüfung der tragbaren Feuerlöschgeräte wurde erstmals verbindlich im Mai 1967 durch die DIN 14 406 Blatt 2 normiert. Im November 1976 wurde sie dann durch eine Neuausgabe DIN 14 406 Teil 1 und Teil 2 ersetzt, wobei der Teil 11983 nochmals aktualisiert wurde.

Die sicherheitstechnischen Anforderungen an Druckbehältern tragbarer Feuerlöscher wurden dann im April 1981 mit der Ausgabe des Teil 3 der DIN 14 406 vervollständigt.

Da in der DIN 14 406 im Teil 1 lediglich mit im zwölften Punkt die regelmäßige Wartung von gesetzlich vorgeschriebenen und gewerbsmäßig hergestellten Feuerlöschern gefordert wird, jedoch keine eindeutige Aussage über den Umfang des Prüfvorganges gemacht wird, wurde im Dezember 1984 die DIN 14 406 mit dem Teil 4 für die Instandhaltung von tragbaren Feuerlöschgeräten ergänzt und abgerundet Im August 1986 erschien noch das Beiblatt Nr. 1 zu der DIN 14 406 Teil 4, weiches Informationen beinhaltet, jedoch keine zusätzlich genormten Festlegungen.

Um derzeit in Deutschland gewerbsmäßig hergestellte tragbare Feuerlöschgeräte vertreiben zu dürfen, bedarf es einer Zulassung, die auf der DIN 14 406 und der Druckgasbehälterverordnung basiert. Nicht nur bei der Produktion oder der Erstprüfung der Behälter, sondern auch bei der Wartung von Dauerdruckfeuerlöschgeräten ist die Druckgasbehälterverordnung § 38 Abs. 2, oder bei Kohlendioxidlöschern §§ 22 und 23 zu beachten.

Durch das weitere Zusammenrücken Westeuropas ist auch eine DIN EN 3 in Kraft getreten, nach der bereits Ende 1992 in Deutschland Feuerlöschgeräte zugelassen wurden und die die DIN-Vorschriften 14 406 Teil 1 bis 3 ablöst. Diese Euro-Norm ist der DIN ähnlich, jedoch bedarf es für Feuerlöscher nur noch einer Zulassung und weiterer Unterzulassungen in den einzelnen westeuropäischen Ländern, da diese Euro-Norm entgegen der Norm in allen westeuropäischen Ländern anerkannt wird. Somit sind zukünftig die einzelnen Zulassungen in den Nachbarländern nicht mehr erforderlich. Es ist auch damit zu rechnen, dass die Euro-Norm für die Prüfung tragbaren Feuerlöschgeräten erweitert wird.

Die in der ehemaligen DDR hergestellten Feuerlöschgeräte sind nach TGL 121 – 406/Teil 1 produziert worden. Für die Instandhaltung der nach TGL hergestellten Feuerlöscher galt der Fachbereich Standart- TGL 30 028/4 in Verbindung mit der Prüfanweisung für prüfpflichtige Brandschutztechnik, des VB- Prüforganisation für Feuerlöschgeräte. Auch diese Normen legten Mindestanforderungen an tragbare Feuerlöschern fest, die der DIN 14 406 sehr ähnlich waren. Man muss in diesem Zusammenhang bemerken, dass in der früheren DDR der vorbeugende Brandschutz aus volkswirtschaftlichen Gründen sehr groß geschrieben wurde und man ihn zum Teil ernster nahm, als zur Zeit in den alten Bundesländern. Durch den Wiedervereinigungsvertrag wurde unter anderem auch beschlossen, dass Geräte, die nach TGL hergestellt wurden. weiterhin in den neuen Bundesländern verwendet werden dürfen, die Überprüfung und Wartung von Feuerlöschgeräten jedoch grundsätzlich nach DIN 14 406 Teil 4 vorgenommen wird. Die Prüf- und Füllvorschriften der einzelnen Hersteller, sei es in der West sind vorrangig zu beachten.

Eine Regelung der einheitlichen Brandklassenbezeichnung und Symbole im Beschriftungsbild von tragbaren Feuerlöschgeräten ist in Europa bereits durch die EN 2 einheitlich vorgenommen worden. Dies führte dazu, dass 1978 bis 1979 vorher zugelassene Feuerlöschgeräte eine neue Zulassungsnummer bekommen haben, so dass es ohne weiteres möglich ist. dass Geräte gleicher Bauart und Typenbezeichnung unter zwei Zulassungen laufen.

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Feststellanlagen- Funktion

Feststellanlagen für Feuerschutz- Abschlüsse bestehen aus Haftmagnet, Brandmelder und Rauchschutzschalter und bilden zusammen ein System. Alle Einzelkomponenten der Feststellanlagen sind je nach Einsatzgebiet in mehreren Varianten erhältlich. Im Brandfall führen die von den Brandmeldern erzeugten Signale über den Rauchschutzschalter zu einer Freigabe der angesteuerten Türhaftmagnete; die Feuerschutztüren der Feststellanlagen schließen sich und verhindern das Ausbreiten von Brand- und Rauchgasen auf benachbarte Räume und Gebäude und schränken die Ausweitung des Feuers ein.
Feststellanlagen werden den neuen Technologien der Bautechnik, den sich ständig verändernden Anforderungen an Funktion und Ästhetik sowie dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis jederzeit gerecht. Sie sind das Ergebnis langjähriger Erfahrung, permanenter Forschung und Weiterentwicklung und sind vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBT) Berlin zugelassen.

Brandmelder
Die Empfindlichkeit der Brandmelder von Feststellanlagen ist vom VdS geprüft. Brandmelder dienen der frühest möglichen Erkennung von Bränden. Durch die in den Sockel eingebaute Leuchtdiode wird der elektrische Zustand des Melders angezeigt, dadurch ist die individuelle Lokalisierung des Alarms möglich.

Rauchschutzschalter
Der Rauchschutzschalter verarbeitet die von den Brandmeldern kommenden Signale und steuert somit die Feststellanlagen. Des weiteren dient er zur Handauslösung der Anlage und zum Rückstellen der Brandmelder.

Haftmagnete
Durch Verwendung von speziellem Magnetweicheisen bei Haftmagnet und Gegenplattefür Feststellanlagen ist optimale Haftkraft bei geringer Leistungsaufnahme gewährleistet. Gleichgültig, ob für Wandmontage oder mit Distanzhaltern auf dem Boden, aus unserem umfassenden Programm ist für jeden Anwendungsfall der passende Haftmagnet erhältlich.

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Feuerlösch- Schlauchanschlusseinrichtungen

Feuerlösch- Schlauchanschlusseinrichtungen

Allgemeine Definitionen und Spezifikationen- Ausführungen von Wandhydrantenschränken.

Allg. Definition/Erläuterungen

Formen und Ausführungen

Feuerlöschschlauchanschlusseinrichtungen sind in der DIN 14461 und 14462 genormt.
Die DIN 14461 Teil 1 behandelt den Anschluss an Steigleitungen «nass» (Wandhydrant). Nach dieser Norm sind Anschlüsse an nasse Steigleitungen (Wandhydranten) absperrbare Feuerlöschschlauchanschlusseinrichtungen an fest verlegten, ständig unter Druck stehenden Löschwasserleitungen. Sie sind mit betriebsbereit angekuppelter Schlauchleitung mit Strahlrohr versehen und in erster Linie für die Selbsthilfe bestimmt. Der Druck an den Entnahmestellen (Schlauchanschlussventil DN 16) muss bei einem Wasserdurchfluss von 100l/min mindestens 3 bar betragen.

Es werden Wandhydranten der Ausführung 1 und Wandhydranten der Ausführung 2 unterschieden.

Wandhydranten der Ausführung 1 bestehen aus:
  • Nischentür oder Einbau oder Wandschrank
  • C-Druckschlauch
  • Schlauchanschlussventil mit C-Festkupplung
  • CM-Strahlrohr
  • einer Schlauchhaspel, mindestens 180° ausschwenkbar, Schlauchleitung doppelt gerollt, ein Ende an das Schlauchanschlussventil, das andere an das Strahlrohr gekuppelt. Das Abziehen muss ohne Verdrehen des Schlauches gewährleistet sein.
Wandhydranten der Ausführung 2 bestehen aus:
  • Nischentür oder Einbauschrank oder Wandschrank
  • Wasserschlauch mit 25 mm Innendurchmesser für einen Betriebsdruck von 16 bar. Der Wasserdurchfluss muss auch bei nur teilweise abgezogenden Schlauch möglich sein.
  • Schlauchanschlussventil mit C-Festkupplung
  • DW-Strahlrohr
  • einer Schlauchhaspel, mindestens 180° ausschwenkbar, mit wasserführender Achse und lösbarer Verbindung zur C-Festkupplung des Schlauchanschubventils.

Wandhydranten können mit weiteren Brandschutzeinrichtungen kombiniert werden, z.B. mit einem zusätzlichen (doppelt gerollten) C-Druckschlauch, Feuerlöschern oder einem Feuermelder. Die zusätzlichen Einrichtungen dürfen die Bedienbarkeit des Wandhydranten nicht beeinträchtigen. Im Inneren des Wandhydranten ist eine Gebrauchsanweisung anzubringen.
Wandhydranten sind durch eine Abnahmeprüfung und durch eine in regelmäßigen Zeitabständen durchzuführende Gebrauchsprüfung zu kontrollieren.

Wartung und Pflege

Mit besonders geschulten Personal und technisch speziellen Kundendienst-Ausrüstungen bieten wir optimale Voraussetzungen um Löschwasserleitung und Schlauchanschlusseinrichtungen entsprechend den geltenden Vorschriften der DIN 14461 und 14462 zu prüfen.
Die von der Baubehörde vorgeschriebene Hydranten-Einrichtung unterliegt einer genau reglementierten Überprüfung:

  • Steigleitung «nass» nach spätestens 1 Jahr
  • Steigleitung «nass/trocken» nach spätestens 1 Jahr
  • Steigleitung «trocken» nach spätestens 2 Jahren.

Den gleichen Prüfintervallen unterliegen die dazugehörenden Schlauchanschlusseinrichtungen. Mit der regelmäßigen Gebrauchsprüfung wird die Betriebsbereitschaft der installierten Brandschutz-Einrichtung gewährleistet.
Der Leistungsumfang unserer Prüfung entspricht den Forderungen der DIN und umfasst neben der allgemeinen Überprüfung die Schmutzwasserentfernung, die Schlauchkontrolle, die Dichtigkeitsprüfung von Ventilen, Armaturen und Strahlrohren, die Messung von Ruhe- und Fließdruck und die Druckprüfung trockener Steigleitungen. Faltschläuche müssen lt. DIN 14811/1 in den geforderten regelmäßigen Abständen und nach jedem Einsatz auf Dichtigkeit mit einem Druck von 12 bar geprüft werden.

Über das Ergebnis der Gebrauchsprüfung wird ein Protokoll erstellt.

Standardleistungen für das Bauwesen – StLB

Leistungsbereich 049-

Feuerlöschanlagen, Feuerlöschgeräte

Im StLB 049 Abschnitt 11: Feuerlösch-Schlauchanschlusseinrichtungen sind nicht alle in den einschlägigen Normen aufgeführten Schlauchanschlusseinrichtungen (Wandhydranten) enthalten. Man beschränkte sich auf die in der Praxis zur Zeit tatsächlich verwendeten Hydranten in den gängigsten Ausführungen. (Sonderausführungen sind jedoch möglich).
Die im StLB und damit auch der DIN verankerten Leistungsbeschreibungen wurden in unserem Lieferprogramm für Feuerlösch-Schlauchanschlusseinrichtungen in allen Punkten berücksichtigt!
Alle Wandhydranten-Schränke werden in grundierter Ausführung geliefert (außer Schaum-Wasserhydranten-Schrank TT 84). Eine Lackierung der Schränke ist gegen Aufpreis möglich.

Es stehen folgende Möglichkeiten zur Auswahl:
  1. Einbauschränke: – Lackierung Innen und Front.
  2. Wandschränke:
  • Lackierung komplett, ohne Rückwand
  • Lackierung komplett, einschließlich der Rückwand
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Feuerlöscher – fahrbare Großgeräte

Feuerlöscher – fahrbare Großgeräte

Reicht die Kapazität tragbarer Feuerlöscher nicht aus, so bieten wir in unserem Verkaufsprogramm auch Feuerlöscher – fahrbare Großgeräte mit 50 kg und Kfz-Anhänger mit bis zu 250 kg Löschmittelinhalt, so dass wir auch in dieser Größenordnung Sicherheit bieten können.

Robuste hochwertige Qualität, bedienerfreundlich und leistungsstark im Einsatz! Hier finden Sie Feuerlöscher – Großgeräte für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche und Risiken, jeweils abgestimmt mit der richtigen Löschtechnik und dem richtigen Löschmittel. Hier speziell die Geräte für Metallbrände in:

  • Metallverarbeitung
  • Altmetallverwertung
  • Chemische Industrie
  • Kernkraftwerken
  • Laboratorien

Lieferbar für alle Metallbrandrisiken der Brandklasse D und auch der Brandklassen ABC!

Feuerlöschgeräteanhänger (Aufladetechnik) in verschiedenen Ausführungen der Anhängevorrichtung mit 225 kg ABC-Pulverlöschmittel.

  • Außenliegender Druckgasbehälter mit Handradauslösung
  • Aufladung des Druckbehälters erfolgt über Handventile
  • 2 x 25 m Löschschlauch beiderseits des Gerätes
  • Schläuche können miteinander zu einer 50 m langen Leitung verkuppelt werden
  • mit 2 Löschpistolen, inkl. Überdruckventil im Behälteroberteil

Die Großgeräte sind auch als stationär montierbare Löschanlage mit verschiedenen Löschmitteln erhältlich fragen Sie uns doch einfach!

Natürlich erhalten Sie bei uns ebenfalls fahrbare Großgeräte bis zu 2x 30 kg CO2 als rückstandfreies Löschmittel in verschiedenen Varianten.

Fahrbarer Feuerlöscher (Dauerdrucktechnik) mit

  • bis zu 2 x 30 kg Kohlendioxid-Behältern und mit
  • getrennten Drehventilen, zweirädrig.

Zur komfortablen Einsetzbarkeit verfügt das Gerät über ein abstellbares Schneerohr mit einem bis zu 6 m langem Schlauch.

Selbstverständlich können Sie diese Großgeräte nicht nur bei uns beziehen, darüber hinaus sind wir durch unser geschultes Fachpersonal auch in der Lage, die gesetzlich vorgeschriebene, turnusmäßige Wartung durchzuführen.

Zusätzlich zu den strengen Qualitätsauflagen bei der Werksendkontrolle führen wir vor der endgültigen Montage nochmals eine Grundprüfung der Großgeräte durch, um im Dienste Ihrer Sicherheit alle etwaigen Risiken, die durch Transport und Zwischenlagerung entstehen können, vollends auszuschließen.

Höchste Qualität und uneingeschränkte Sicherheit sind unser allerhöchstes Gebot.

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Gebrauchsanleitung für die Rettungsleiter Kletter-fix

Grundsätzliche Überlegungen zum Einsatz von KF-Rettungsleitern:

Sind bei einem Haus- oder Wohnungsbrand die Fluchtwege versperrt und die Feuerwehr noch nicht vor Ort, bleibt als letzter Ausweg nur noch die Flucht durch das Fenster oder über den Balkon. Der Ausstieg mit einer Kletter-Fix Rettungsleiter verläuft sicher und schnell, wenn Sie folgende Punkte berücksichtigen:

  • Überlegen Sie sich einen möglichen Fluchtweg präventiv, d.h. nicht erst beim Ausbruch eines Feuers. Zu Hause stellt das in der Regel kein Problem dar – aber auch auf Reisen sollten Sie, nachdem Sie Ihre Unterkunft bezogen haben, nach einem geeigneten Fluchtweg Ausschau halten. So verlieren Sie im Gefahrenfall nicht unnötig Zeit.
  • Überlegen Sie, wo Sie die Rettungsleiter möglichst stabil befestigen. Denken Sie dabei an das Prinzip der Kette, die nur so stark ist wie ihr schwächstes Glied. Stabile Balkon- oder Fensterbrüstungen bieten in der Regel gute Anschlagpunkte. Ebenso können Sie ein massives Heizungsrohr als Verankerung nutzen. Eine stabile Befestigungsmöglichkeit für feststehende Fluchtwege bieten auch die massiven Wandanker (Zubehör), in die Sie sowohl die Karabinerhaken der KF- Module als auch den Stahlhaken der KF- Kompakt- Leitern einhängen können.

KF-Rettungsleitern – Einsatzbereit in weniger als einer Minute:

  • Verläuft der Fluchtweg über einen Balkon und dient dabei die Balkonbrüstung oder ein stationärer Wandanker als Anschlagpunkt, klinken Sie die Aufhängung (je nach Ausführung, Stahl- bzw. Karabinerhaken) zuerst in die Brüstung und öffnen dann die Halteklammer, indem Sie den Sprossenstapel leicht zusammendrücken. Die Halteklammer, springt auf. Entfernen Sie die Klammer und falten Sie Sprosse für Sprosse auseinander. Werfen Sie dabei die Sprossen einzeln oder bündelweise aus dem Fenster.
  • Wenn der Fluchtweg durch ein Fenstererfolgt und der Anschlagpunkt oberhalb des Fensters vorgesehen ist, empfiehlt es sich, die Leiter zuvor auf der Fensterbank zu öffnen, auseinander zu falten und erst dann in die Verankerung zu hängen. Achtung: Klinken Sie dabei den Stahl bzw. Karabinerhaken vorübergehend ein (bspw. an der Fensterbank oder an einem Heizungsrohr), damit die Leiter nicht versehentlich hinunterfällt!

Der sichere Abstieg mit KF-Rettungsleitern:

Grundsätzlich immer Ruhe bewahren! Besteigen Sie die Rettungsleiter erst, nachdem Sie sich davon überzeugt haben, dass diese fest in der vorgesehenen Verankerung hängt. Falls möglich, fordern Sie untenstehende Personen auf, die Leiter festzuhalten. Achten Sie beim Abstieg auf eine gestreckte Körperhaltung, und greifen Sie mit den Händen so hoch wie möglich in die Sprossen. Betreten Sie die Sprossen möglichst mit dem Mittelfuß. Wenn Sie den Abstieg vorübergehend unterbrechen möchten, betreten Sie eine Sprosse mit beiden Füßen und halten sich mit beiden Händen an der obersten erreichbaren Sprosse fest. So können Sie sich vorübergehend ausruhen oder auf Hilfe warten. Nicht vergessen: Falls weitere Personen nach Ihnen absteigen, erleichtern Sie die Rettung, indem Sie die Leiter unten festhalten.

Zusammenlegen einer KF-Rettungsleiter:

  • Verteilen Sie die Sprossen der KF-Leiter der Länge nach im Raum, und legen Sie die oberste Sprosse auf eine Tischkante oder auf den Fußboden. Bei Ausführung -A (mit Abstandhalter) empfiehlt es sich, die Leiter so zu legen, dass die Abstandhalter nach unten zeigen.
  • Spannen Sie die erste und die zweite Sprosse so weit wie möglich auseinander und setzen Sie die Sprossen der Reihe nach halb rechts- und halb links drehend untereinander.
  • Beginnen Sie dazu mit der zweiten Sprosse und drehen Sie diese um 180°, so dass die Seile ihren Platz im Profil der ersten Sprosse finden. Danach drehen Sie die dritte Sprosse um 180° in die entgegengesetzte Richtung, so dass die Seile im Profil der zweiten Sprosse liegen (siehe Zeichnung). Verfahren Sie so weiter, bis alle Sprossen wie Sattel über Sattel aufeinanderliegen.
  • Drücken Sie nun den Sprossenstapel fest zusammen, und streifen Sie die Halteklammer über die Sprossen. Fertig!

Die wechselweise Drehung der Sprossen (halb links / halb rechts) bewirkt zum einen die schnellere Einsatzbereitschaft der zusammengelegten Leiter im Gefahrenfall und zum anderen die Ausrichtung der Abstandhalter in eine Richtung (Ausführung -A).

Zulässige Belastung:

Belastbarkeit der Leiter:

  • 3 kN ca. 300 kg (max. 4 Personen)

Belastbarkeit der einzelnen Sprosse:

  • 1,5 kN ca. 150 kg (max. 2 Personen)
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Größe für Rettungs- und Brandschutzzeichen

  Verbot- u. Gebotszeichen Warnzeichen Rettungs-, Brandschutz-, Hinweis- u. Zusatzzeichen Hinweis- u. Zusatzzeichen
Erkennungsweite Durchmesser Seitenlänge b Seitenlänge a Schrifthöhe
Meter mm mm mm mm
1 50 50 12,5 4
2 50 100 25 8
3 100 100 50 10
4 100 200 50 14
5 200 200 50 17
6 200 200 100 20
8 200 400 100 27
9 400 400 100 30
10 400 400 100 34
12 400 400 200 40
14 400 600 200 47
16 400 600 200 54
17 600 600 200 57
19 600 600 200 64
21 600 900 300 70
24 600 900 300 80
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Instandhaltung Tragbarer Feuerlöscher nach DIN 14 406 Teil 4

Instandhaltung Tragbarer Feuerlöscher nach DIN 14 406 Teil 4

Durch die seit mehr als 5 Jahrzehnten geregelte Prüfung und Zulassung und Instandhaltung Tragbarer Feuerlöscher ist in Deutschland ein hoher Leistungs- und Sicherheitsstandart erreicht worden. Durch die Anpassung an vielfältige Bedürfnisse im vorbeugenden Brandschutz kann den Wirtschaft den Schutz dieser Geräte nicht mehr entbehren, da ein sehr hoher Prozentsatz aller Kleinbrände mit Feuerlöschern erfolgreich abgelöscht wird. Jeder sich selbst überlassene Kleinbrand entwickelt sich, bei weiteren erreichbaren brennbaren Stoffen, aus der Entstehungsphase in die Ausbreitungsphase und die Wirkungsphase mit vollständiger Vernichtung der Objekte, unter gegebenen Umständen bis zur Brandkatastrophe.

Ein schneller und schlagartiger Löscheinsatz in der Entstehungsphase eines Brandes kann die eben geschilderte Entwicklung verhindern. Ist bereits die Ausbreitungsphase eingetreten, kann man mit einem Feuerlöscher durch die begrenzte Löschmittelmenge meistens nichts mehr ausrichten. Mann sollte aber hierbei nicht außer acht lassen, das mit einem tragbarem Feuerlöschgerät in einem solchen Fäll immer noch Menschenleben aus gefährdeten Bereichen gerettet werden können. Eine wesentliche Verstärkung der Brandabwehr bis zum Eintreffen der Feuerwehr stellen dann noch die fahrbaren Pulvergeräte mit einem Löschmittelinhalt bis zu 250 kg dar.

Zweckmäßig sind Geräte mit hoher Löschleistung und möglichst vielseitig wirkenden Löschmitteln, um gegen die meist verschiedenartigen brennenden Stoffe eines Brandes in kürzester Zeit zum Löscherfolg zu kommen. Da gerade beim Einsatz von Feuerlöschern und fahrbaren Geräten ein Mehrzwecklöschmittel einsetzbar ist, kann man bei einem Brandobjekt über verschiedene brennende Stoffe Herr werden. Durch die Tatsache, dass bei der Brandbekämpfung die Feuerlöscher in der Regel durch unerfahrene und wenig geübte Personen zum Einsatz gebracht werden, ist es wichtig, dass sowohl ihre Funktion sicher und ihre Betätigungseinrichtung einfach, als auch ihre Bauart und Abmessungen möglichst einheitlich sind.

Begriff Feuerlöscher:

  • Feuerlöscher sind Geräte, die ihren Löschmittelinhalt entweder durch gespeicherten oder bei der Inbetriebsetzung erzeugten Druck ausstoßen können:
  • Feuerlöscher nach DIN 14 406 Teil 1 und 2 sind von Hand tragbare Geräte mit einem Einsatzgewicht bis zu 20Kg:
  • Feuerlöscher bis zu 30 kg können als Sondergeräte auch als Rückentraggeräte ausgebildet sein:
  • Feuerlöscher mit höheren Gewichten müssen fahrbar (Karren-, Einachsfahrwerk) für Hand- oder Kraftfahrzeuge sein.

Zweck Instandhaltung Tragbarer Feuerlöscher nach DIN 14 406 Teil 4

Feuerlöscher als Mittel des vorbeugenden Brandschutzes müssen:

  • bei sachgemäßer Handhabung die jederzeitige, wirksame Bekämpfung von Bränden gewährleisten, die den Umfang der für die Typprüfung vorgeschriebenen Testbrände noch nicht überschritten haben;
  • auch von wenig geübten und in der Brandbekämpfung unerfahrenen Personen zum Löschen eingesetzt werden können;
  • die hier zum Einsatz kommenden Löschmittel dürfen nicht gesundheitsschädlich sein und bei Einschränkungen müssen entsprechende Hinweise am Feuerlöschgerät vorgenommen werden;
  • einer oder mehrere Brandklassen nach DIN EN 2 (Euro-Norm) zugeordnet sein.

Brandschutztechnische Typprüfung

Feuerlöscher unterliegen in der Bundesrepublik Deutschland der ordnungsbehördlichen Verordnung (Polizeiverordnung) über Feuerlöschgeräte und Feuerlöschmittel nach dem neuesten S vom 01.03.85 (GV NW 1985) und den in den übrigen Bundesländern gleichartigen Verordnungen.

Die Löscher bilden mit dem Löschmittel und dem Treibgas eine Bau- und Zulassungseinheit und müssen als Ganzes der brandschutztechnischen Typprüfung durch die amtliche Prüfstelle für Feuerlöschmittel und -geräte in Münster unterzogen werden. Eine positive Typprüfung führt zur Zulassung durch den Innenminister des Landes Nordrhein- Westfalen mit Wirkung für die Bundesrepublik Deutschland.

Darunter fallen alle gewerbsmäßig hergestellten Feuerlöschmittel mit Ausnahme der rein anfallenden Stoffe Kohlendioxid (CO2) und Stickstoff (N2). Weiterhin fallen darunter auch alle tragbaren oder ohne eigenen Kraftantrieb fahrbaren Feuerlöschgeräte (Karren-. Einachsanhänger) oder in Kraftfahrzeugen fest eingebaute Feuerlöschgeräte mit einem Löschmittelinhalt bis zu 250 kg, soweit sie unabhängig von anderen Geräten zur Bekämpfung von Schadensfeuern verwendbar sind.

Durchgeführt wird die brandschutztechnische Typprüfung von dem sachverständigen Personal der amtlichen Prüfstelle für Feuerlöschmittel- und – geräte bei der Landesfeuerwehrschule des Landes Nordrhein-Westfalen in Münster. Grundlage dafür sind die einschlägigen Vorschriften der DIN 14 406 Blatt 1 – 3 Tragbare Feuerlöscher sowie die Prüfungsgrundsätze für Feuerlöschgeräte vom 26.04.77 (Min. BI NW Nr. 42 vom 25.07.77)

Mit der Bekanntgabe des Ministerialblatts für Nordrhein-Westfalen Nr. 55 vom 26.08.92 ist die Verwaltungsvereinbarung zwischen den Ländern der BRD über die Prüfung und Anerkennung von Feuerlöschmitteln, Feuerlöschgeräten und – ausrüstungen unter § 1 dahingehend geändert worden, dass eine weitere amtliche Prüfstelle für Feuerlöschmittel und – geräte bei der Materialprüfungsanstalt für das Bauwesen des Freistaats Sachsen in Freiberg zugelassen wurde. Diese Zulassungsstelle ließ jedoch keine Geräte mehr nach DIN, sondern nur noch DIN- Euro- Norm zu.

Die Typprüfung hat den Zweck, die Baueinheit aus Löscher und Ausrüstung, Lösch- und Treibmittel für die Zulassung auszuweisen und ungeeignete Geräte auszuscheiden.

Normung der Feuerlöscher

Die Normung dient dem Zwecke einer weitgehenden Vereinheitlichung der einzelnen Gerätearten, damit gleichartige Größen möglichst mit voller Austauschbarkeit wichtiger Bauelemente und Bauteile entstehen. Die damit verbundenen, vielfältigen Vorteile kommen sowohl dem Verbraucher als auch dem Hersteller zugute. Im uns vorliegenden Normblatt DIN 14 406 sind aufgrund der bisherigen wissenschaftlichen und praktischen Erkenntnisse auf dem Gebiete des Brandgeschehens und der Brandbekämpfung grundsätzliche Anforderungen an brauchbare Geräte erarbeitet worden, die eine gute Ansatzmöglichkeit für eine echte Normung der Feuerlöscher bieten.

Die Geräte, die nachweislich den Bestimmungen nach DIN 14406 Teil 1 – 3 „Tragbare Feuerlöscher“ Prüfgruppe Nr. 1 entsprechen, gelten als nach den anerkannten Regeln der Technik gebaut und sind von den Herstellern mit dem Verbrandszeichen DIN auffällig zu versehen, weil dadurch eine Güte und Übereinstimmung mit dem typgeprüften Muster verbürgt wird. Sie genügen dann auch den folgenden drei Hauptanforderungen, dass

  • die vorgeschriebene Mindestlöschleistung gewährleistet ist,
  • das Einsatzgewicht die Gewichtsgrenze von 20 kg nicht überschreitet,
  • sie Typgeprüft und zugelassen sind.
  • Prüfgruppe Nr. 2 lässt Abweichungen von der DIN 14 406 Teil 1 – 3 insoweit zu, dass Geräte auf dem Rücken tragbar bis 30 kg zugelassen sind. Bei der Prüfgruppe 3, die bei fahrbaren Geräten 50 und 250 kg Anwendung findet, ist nur noch eine Anlehnung an die DIN 14 406 Teil 1 – 3 gegeben.

Die weiteren wichtigsten Anforderungen geben eindeutige Hinweise auf den Aufbau und die Gestaltung der Geräte:

  • Die Löscher müssen in aufrechter Stellung funktionieren. Der Tragegriff ist zweckentsprechend anzubringen, damit ein unfallfreies Tragen und ein bestimmungsgemäßer Einsatz gewährleistet ist.
  • Um Fehlbedienungen zu vermeiden, muss die Auslöseeinrichtung im Löscheroberteil angebracht oder zumindest von oben bedienbar sein.
  • Die Löscher müssen so einfach in der Handhabung sein, dass sie nach lesen der Gebrauchsanweisung sofort – auch von wenig geschulten und in der Brandbekämpfung unerfahren Personen – sachgemäß eingesetzt werden können.
  • Mindestwurfweiten müssen im Hinblick auf manche Erschwernisse bei der Brandbekämpfung erreicht werden, bei:

    – Wasser und Pulverlöschern 5 m,
    – allen anderen Größen 3 m,
    – CO2- Löschern 1 – 2 m

  • Die Löscher müssen bei einer Temperatur von 20 +/- 2 °C spätestens 5 Sekunden nach Inbetriebsetzen voll löschwirksam sein. Bei der unteren Temperaturgrenze des Funktionsbereiches darf diese Zeitspanne höchstens 10 Sekunden betragen.
  • Bei üblicher und zweckentsprechender Bereitstellung, d.h. gegen unmittelbare Witterungseinflüsse geschützt sowie bei fachgerechter Wartung dürfen die Löscher durch eine Folge von Korrosion, Alterung oder aus ähnlichen Gründen nicht in der Funktion, Sicherheit und Bedienung beeinträchtigt werden.
  • Das bei der Typenprüfung nachgewiesene Löschvermögen darf infolge einer chemischen oder physikalischen Veränderung des Lösen im Löscher – auch unter der Einwirkung des Treibgases – nicht vermindert werden.
  • die verwendeten Löschmittel dürfen bei vorschriftsmäßiger Verwendung weder auf den menschlichen Organismus noch auf die Haut schädliche Wirkungen ausüben.

Die Haltevorrichtung muss rüttelsicher, einfach und zweckmäßig sein. Sicherungen gegen unbeabsichtigte oder mutwillige Betätigung der Löscher sind mit der Aufhängevorrichtung zu vereinigen oder als Plombierung augenfällig auszuführen. Etwaige Transportsicherungen sind so auszubilden, dass ohne ihre Entfernung die Löscher nicht in ihre Halterungen eingehängt werden können.

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Löscherarten, verwendete Löschmittel und Eignung nach Brandklassen

Welches Löschmittel verwende ich für welchen Stoff?
A B C D F
Pulverlöscher mit Glutbrandpulver PG x x x
Pulverlöscher mit Metallbrandpulver x
Pulverlöscher mit Spezialpulver P x x
Kohlendioxidlöscher K x
Wasserlöscher W x
Wassernebellöscher W x x
Schaumlöscher S x x
Fettbrandlöscher F x
F500-Löscher x
Halonlöscher HA x x F
brennbare feste Stoffe (flamm- und glutbildend)
z.B. Holz, Papier, Stroh, Textilien, Kohle usw.
brennbare flüssige Stoffe (flammbildend)
z.B. Benzin, Benzol, Öle, Fette, Stearin, Paraffin usw.
brennbare gasförmige Stoffe (flammbildend)
z.B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen, Erdgas usw.

brennbare Leichtmetalle
z.B. Aluminium, Magnesium und deren Legierungen
sicheres Löschen von Fett- und Speiseölbränden entsprechend EN 3-7

löschen von bei Bränden fester Stoffe, von Plastik-material und Gummi, Li-Ionen-Batterien und Photovoltaik-anlagen
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