Feuerlöscher-Schutzschrank: Montage und Platzierung

Feuerlöscher-Schutzschrank: Montage und Platzierung

Feuerlöscher-Schutzschrank: Montage und Platzierung – Schutzschränke für Feuerlöscher sollten so montiert und positioniert werden, dass der Feuerlöscher im Bedarfsfall schnell gefunden, erreicht und entnommen werden kann. Neben einer sicheren Befestigung sind deshalb vor allem Zugänglichkeit, Sichtbarkeit, Türöffnung und die spätere Wartung zu berücksichtigen.

Ob ein Schutzschrank als Aufputz- oder Unterputzlösung ausgeführt wird, hängt von der baulichen Situation und dem vorgesehenen Einsatzbereich ab. Wichtig ist, dass der Schutz des Feuerlöschers nicht zu Lasten der Bedienbarkeit geht.

Geeigneten Standort für den Feuerlöscher-Schutzschrank wählen

Der Standort sollte so gewählt werden, dass der Schutzschrank gut erreichbar und für anwesende Personen eindeutig erkennbar ist. Verdeckte oder schwer zugängliche Positionen sind ungeeignet, wenn dadurch die schnelle Entnahme des Feuerlöschers erschwert wird.

Bei der Auswahl des Montageortes sollten Verkehrswege, angrenzende Türen, Möblierung, Einbauten und die spätere Nutzung des Bereiches berücksichtigt werden. Der Schutzschrank sollte nicht so angebracht werden, dass seine Türöffnung dauerhaft behindert wird.

Zugänglichkeit und Bedienbarkeit sicherstellen

Der Feuerlöscher muss sich ohne unnötige Hindernisse aus dem Schutzschrank entnehmen lassen. Dafür ist ausreichend Platz vor dem Schrank und im Bereich der Türöffnung erforderlich.

  • Schutzschrank gut sichtbar und erreichbar montieren
  • Türöffnung vollständig berücksichtigen
  • keine dauerhafte Behinderung durch Möbel, Türen oder andere Einbauten
  • Feuerlöscher ohne zusätzliche Hindernisse entnehmbar halten
  • Zugang für Kontrolle und Wartung freihalten

Aufputzmontage von Feuerlöscher-Schutzschränken

Aufputzschränke werden direkt auf einer geeigneten Wandfläche befestigt. Diese Montageart eignet sich besonders für Nachrüstungen oder Gebäude, in denen keine passende Wandnische vorhanden ist.

Vor der Montage sollte geprüft werden, ob Wandaufbau und Befestigungsmittel für den Schutzschrank geeignet sind. Außerdem muss berücksichtigt werden, wie weit der Schrank in den Raum hineinragt und ob dadurch Verkehrs- oder Arbeitsbereiche beeinträchtigt werden.

Feuerlöscher-Schutzschrank: Montage und Platzierung

Unterputzmontage von Feuerlöscher-Schutzschränken

Unterputzschränke werden in eine vorbereitete Wandöffnung oder Nische eingesetzt. Dadurch kann der Schrank weitgehend in die Wand integriert werden und ragt weniger in den Raum hinein.

Bei der Planung müssen Schrankabmessungen, erforderliche Einbautiefe, Wandaufbau und Befestigung aufeinander abgestimmt werden. Bestehen besondere bauliche oder brandschutztechnische Anforderungen an die Wand, sollten diese durch den Einbau nicht beeinträchtigt werden.

Aufputz oder Unterputz – was passt besser?

Eine pauschal bessere Montageart gibt es nicht. Die Auswahl richtet sich nach Gebäude, Wandaufbau, Platzangebot und gewünschter Einbausituation.

  • Aufputz: häufig einfacher bei Nachrüstung und vorhandenen Gebäuden.
  • Unterputz: kann sinnvoll sein, wenn ausreichend Einbautiefe vorhanden ist und der Schrank möglichst wenig in den Raum hineinragen soll.
  • Enge Bereiche: Schranktiefe und Türöffnung besonders sorgfältig prüfen.
  • Bestandsgebäude: vorhandene Wandöffnungen und Befestigungsmöglichkeiten berücksichtigen.
  • Neubau: Schrankmaße und Einbausituation möglichst früh in die Planung einbeziehen.

Türöffnung bei der Montage berücksichtigen

Die Schranktür sollte sich so weit öffnen lassen, dass der Feuerlöscher problemlos entnommen werden kann. Deshalb sollte bereits vor der Montage geprüft werden, ob angrenzende Wände, Türen, Geländer oder andere Einbauten die Öffnung behindern.

Auch der Türanschlag kann für die Bedienbarkeit entscheidend sein. Bei engen Fluren oder Nischen sollte dieser Punkt bereits bei der Auswahl des Schutzschrankes berücksichtigt werden.

Kennzeichnung des Feuerlöscher-Schutzschranks

Ein Schutzschrank sollte so gekennzeichnet sein, dass die darin untergebrachte Feuerlöscheinrichtung schnell erkannt wird. Die Kennzeichnung muss auch dann sinnvoll sichtbar bleiben, wenn der Schrank geschlossen ist.

Ist der Feuerlöscher durch den Schutzschrank weniger direkt sichtbar als bei einer offenen Wandhalterung, gewinnt eine eindeutige und gut erkennbare Kennzeichnung zusätzlich an Bedeutung.

Schutzschrank nicht zu eng auswählen

Der Feuerlöscher sollte ausreichend Platz im Schrank haben. Neben Höhe und Behälterdurchmesser müssen je nach Gerät auch Armatur, Schlauch, Halterung und Entnahmeweg berücksichtigt werden.

Die angegebene Löschmittelmenge allein reicht für die Schrankauswahl nicht aus. Feuerlöscher gleicher Nennfüllmenge können sich je nach Hersteller und Bauart in ihren Abmessungen unterscheiden.

Montage an Wand und Untergrund

Der Schutzschrank muss entsprechend seiner Bauart sicher befestigt werden. Welche Befestigung geeignet ist, hängt unter anderem vom Schrankgewicht, vom Wandaufbau und von der vorgesehenen Montageart ab.

Bei leichten Trennwänden, Trockenbau oder anderen besonderen Wandkonstruktionen sollte vor der Montage geprüft werden, ob die vorhandene Konstruktion für die Befestigung geeignet ist oder zusätzliche Maßnahmen erforderlich sind.

Montage so ausführen, dass der Schrank funktionsfähig bleibt

Bei der Befestigung sollte darauf geachtet werden, dass der Schrank nicht verspannt oder verformt wird. Türen und Verschlüsse müssen nach der Montage weiterhin problemlos funktionieren.

Nach der Befestigung sollten Türlauf, Schließverhalten und Entnahme des Feuerlöschers kontrolliert werden. Eventuelle Transportsicherungen oder lose Einbauteile sind entsprechend der Herstelleranleitung zu behandeln.

Zugang für Kontrolle und Wartung freihalten

Auch nach der Montage muss der Schutzschrank für Kontrollen und Wartungsarbeiten zugänglich bleiben. Verschlüsse, Türen und der Feuerlöscher selbst sollten ohne aufwendige Demontage erreichbar sein.

Beschädigte Türen, korrodierte Bauteile, schwergängige Verschlüsse oder andere Mängel sollten nicht dauerhaft unbeachtet bleiben. Der Schutzschrank erfüllt seinen Zweck nur, wenn sich der darin befindliche Feuerlöscher weiterhin schnell und sicher entnehmen lässt.

Wichtige Punkte vor der Montage

  • passende Schrankgröße für den vorhandenen Feuerlöscher
  • geeigneter Montageort
  • ausreichende Türöffnung
  • tragfähiger beziehungsweise geeigneter Wandaufbau
  • passende Aufputz- oder Unterputzausführung
  • gute Sichtbarkeit und Kennzeichnung
  • freie Entnahme des Feuerlöschers
  • Zugänglichkeit für Kontrolle und Wartung
  • Herstellerangaben zur Montage beachten

Hinweis: Schutzschrank, Befestigung und Montageort sollten auf den verwendeten Feuerlöscher und die konkrete Einbausituation abgestimmt werden. Bei besonderen baulichen oder brandschutztechnischen Anforderungen sind die objektbezogene Planung und die zuständigen Fachstellen zu berücksichtigen.


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Häufige Fragen zu Feuerlöscher-Schutzschränken und Schutzboxen

Nicht grundsätzlich. Je nach Bauart können Feuchtigkeit oder Wasser über Türspalte, konstruktive Öffnungen oder andere Bereiche eindringen. Eine für den Außenbereich vorgesehene Schutzbox ist deshalb nicht automatisch wasserdicht. Für stark bewitterte Standorte sollte die konkrete Ausführung entsprechend gewählt werden.

Das hängt von den Umgebungsbedingungen ab. Entscheidend sind insbesondere Witterungsbelastung, Feuchtigkeit, Korrosionsgefahr, UV-Belastung und der Montageort. Material, Beschichtung, Beschläge und Befestigungsteile sollten für die jeweiligen Bedingungen geeignet sein.

Der Schutzschrank, bzw. die Schutzbox muss ausreichend Platz für den tatsächlich verwendeten Feuerlöscher bieten. Dabei sollten nicht nur die Nennfüllmenge, sondern auch Gerätehöhe, Behälterdurchmesser, Armatur, Schlauch und der notwendige Freiraum für die Entnahme berücksichtigt werden. Feuerlöscher gleicher Nennfüllmenge können je nach Hersteller unterschiedliche Abmessungen haben.

Ja. Für Standorte mit zwei Feuerlöschern gibt es entsprechend größere Schutzboxen und Schutzschränke. Wichtig ist, dass beide Geräte ausreichend Platz haben und unabhängig voneinander schnell entnommen werden können.

Der Feuerlöscherstandort sollte eindeutig und gut sichtbar gekennzeichnet sein. Die Schutzbox allein ersetzt eine geeignete Brandschutzkennzeichnung nicht in jedem Fall.

Das hängt von der konkreten Umgebung ab. Bei Salz, Chemikalien oder dauerhaft hoher Feuchtigkeit sollten Material, Beschichtung, Beschläge und Befestigungsteile speziell für diese Bedingungen ausgewählt werden.

Edelstahl kann bei erhöhter Feuchtigkeits- oder Korrosionsbelastung sowie bei besonderen Anforderungen an die Oberfläche sinnvoll sein. Auch Edelstahl ist jedoch nicht unter allen Bedingungen korrosionsfrei. Bei Salzbelastung, aggressiver Industrieatmosphäre oder chemischer Belastung müssen Werkstoff, Oberfläche und Beschläge besonders berücksichtigt werden.

Je nach Ausführung sind verschiedene Verschlusslösungen möglich. Dabei muss jedoch gewährleistet bleiben, dass der Feuerlöscher im Brandfall schnell und ohne unnötige Verzögerung erreichbar ist. Die geeignete Verschlussart richtet sich deshalb nach Einsatzort und Zugangsbedingungen.

Das ist grundsätzlich möglich, wenn Schrank- und Wandkonstruktion dafür geeignet sind. Tragfähigkeit, Befestigung und erforderliche Einbautiefe müssen berücksichtigt werden. Bestehen brandschutztechnische Anforderungen an die Wand, darf deren Funktion durch den Einbau nicht beeinträchtigt werden.

Der Standort des Feuerlöschers muss eindeutig und gut erkennbar sein. Die Kennzeichnung richtet sich nach der jeweiligen Einbausituation und den für den Arbeitsplatz geltenden Anforderungen. Entscheidend ist, dass die Feuerlöscheinrichtung schnell gefunden und eindeutig erkannt werden kann.

Ja. Zur funktionsfähigen Feuerlöscheinrichtung gehört auch, dass Schutzschrank oder Schutzbox ihren Zweck erfüllen und die Entnahme des Feuerlöschers nicht behindern. Türen, Verschlüsse, Befestigungen, Kennzeichnung und der allgemeine Zustand sollten deshalb regelmäßig mit kontrolliert werden. Die ASR A2.2 verlangt, Feuerlöscheinrichtungen regelmäßig sachgerecht instand zu halten und auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen.

Schäden sollten bewertet und bei Bedarf behoben werden. Korrosion, verzogene Türen oder schwergängige beziehungsweise beschädigte Verschlüsse können den Schutz des Feuerlöschers oder dessen schnelle Entnahme beeinträchtigen. Mängel, durch die die Funktionsfähigkeit der Feuerlöscheinrichtung nicht mehr gewährleistet ist, müssen unverzüglich beseitigt beziehungsweise die betroffene Einrichtung ausgetauscht werden.

Nein. Der Feuerlöscher muss im Brandfall schnell erreichbar und nutzbar sein. Türen, Verschlüsse oder andere Sicherungen dürfen die Entnahme nicht unnötig verzögern.

Praktisch ja. Der Arbeitgeber muss Feuerlöscheinrichtungen regelmäßig instand halten und ihre Funktionsfähigkeit prüfen lassen. Dazu gehört auch, dass die Unterbringung, Zugänglichkeit und Kennzeichnung so erhalten bleiben, dass der Feuerlöscher tatsächlich eingesetzt werden kann. Für Feuerlöscher selbst nennt die ASR A2.2 grundsätzlich einen Wartungsabstand von zwei Jahren durch einen Fachkundigen, sofern Herstellerangaben nichts anderes vorgeben.


Anfrage zu Montage und Platzierung

Sie benötigen einen Feuerlöscher-Schutzschrank und möchten die passende Ausführung für Ihren Einbauort auswählen? Bitte senden Sie uns möglichst Angaben zum Feuerlöscher, zur geplanten Aufputz- oder Unterputzmontage und zum vorhandenen Wandaufbau.

Fotos des Montageortes sowie die Abmessungen des vorhandenen Feuerlöschers helfen bei der Auswahl des passenden Schutzschrankes.

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