
Feuerlöscher-Schutzschrank: Größe auswählen – die passende Schrankgröße ist entscheidend, damit ein Handfeuerlöscher sicher, gut sichtbar und im Notfall schnell erreichbar untergebracht werden kann. Feuerlöscher-Schutzschränke und Schutzboxen werden für unterschiedliche Feuerlöschergrößen eingesetzt, zum Beispiel für 6-kg-, 9-kg- oder 12-kg-Feuerlöscher. Je nach Einsatzbereich kommen kompakte Schutzschränke für Innenräume, robuste Schutzboxen für Außenbereiche oder größere Lösungen für zwei Feuerlöscher infrage.
Ein richtig ausgewählter Feuerlöscher-Schutzschrank schützt die Löschtechnik vor Verschmutzung, unbeabsichtigter Beschädigung, Witterungseinflüssen und Vandalismus. Gleichzeitig muss der Feuerlöscher ohne Verzögerung entnommen werden können. Deshalb sollte der Schrank nicht nur optisch passen, sondern auch ausreichend Innenraum, eine gut öffnende Tür und eine geeignete Befestigungsmöglichkeit bieten. Besonders bei Unterputzschränken ist zusätzlich auf die passende Mauernische, die Wandbeschaffenheit und die spätere Zugänglichkeit zu achten.
Feuerlöscher-Schutzschrank Größe auswählen nach Feuerlöscherinhalt
Bei der Größenauswahl ist der vorhandene oder geplante Feuerlöscher der wichtigste Ausgangspunkt. Die Nennfüllmenge von 6 kg, 9 kg oder 12 kg bietet eine erste Orientierung. Entscheidend für die Auswahl des Schutzschranks sind jedoch die tatsächlichen Abmessungen des Feuerlöschers, da sich Geräte gleicher Nennfüllmenge je nach Hersteller und Bauart unterscheiden können.. Zusätzlich können Bauform, Armatur, Schlauch, Wandhalter, Griff und eventuelle Zusatzkennzeichnungen den Platzbedarf beeinflussen. Deshalb sollte nicht nur die Nennfüllmenge betrachtet werden, sondern auch die tatsächlichen Abmessungen des Feuerlöschers.
Für Flure, Treppenhäuser, Technikbereiche oder Bürogebäude eignen sich häufig kompakte Schränke für einzelne Feuerlöscher. In Außenbereichen, auf Betriebshöfen, an Lagerflächen oder in stark frequentierten Bereichen kann eine größere Schutzbox sinnvoll sein. Wird an einem Standort mehr Löschmittel benötigt oder sollen unterschiedliche Löschmittel bereitstehen, kann eine Schutzbox für zwei Feuerlöscher die bessere Lösung sein.
Schutzschrank für 6-kg-, 9-kg- und 12-kg-Feuerlöscher
Schutzschränke werden häufig nach typischen Feuerlöschergrößen wie 6 kg, 9 kg oder 12 kg angeboten. Diese Zuordnung ersetzt jedoch nicht die Maßprüfung des konkreten Gerätes. Höhe, Behälterdurchmesser, Armatur, Schlauch und Halterung können je nach Fabrikat unterschiedlich ausfallen. Dafür werden meist kompakte Schutzschränke verwendet, die den Feuerlöscher platzsparend aufnehmen und eine übersichtliche Kennzeichnung ermöglichen. Für 9-kg- und 12-kg-Feuerlöscher wird entsprechend mehr Innenraum benötigt. Hier sollte besonders auf die Schranktiefe, die Türöffnung und die sichere Entnahme geachtet werden.
Ein zu kleiner Schutzschrank kann dazu führen, dass der Feuerlöscher nicht korrekt eingestellt, aufgehängt oder entnommen werden kann. Ein deutlich zu großer Schrank ist dagegen oft unnötig platzintensiv. Die richtige Größe sorgt für ein ausgewogenes Verhältnis aus Schutz, Bedienbarkeit, Optik und Montagefreundlichkeit.
Innenbereich oder Außenbereich bei der Größenauswahl beachten
Im Innenbereich stehen häufig eine saubere Optik, die Integration in Flure oder Treppenhäuser und die einfache Bedienung im Vordergrund. Hier können Aufputzschränke oder Unterputzschränke eingesetzt werden. Ein Unterputzschrank ist besonders platzsparend, da er nahezu bündig in die Wand integriert wird. Das ist vor allem in Verkehrswegen vorteilhaft, wenn der Feuerlöscher geschützt, aber nicht störend platziert werden soll.
Im Außenbereich sind die Anforderungen höher. Dort muss die Schutzbox den Feuerlöscher zusätzlich gegen Witterung, Staub, Schmutz und mechanische Beanspruchung schützen. Je nach Standort können robuste Materialien, geeignete Verschlüsse, eine gut sichtbare Kennzeichnung und Schutz gegen unbefugten Zugriff wichtig sein. Auch die Platzierung in der Nähe von Rettungswegen, Zufahrten, Lagerbereichen oder besonders gefährdeten Bereichen sollte bei der Auswahl berücksichtigt werden.
Aufputzschrank, Unterputzschrank oder Schutzbox?
Ein Aufputzschrank wird direkt auf der Wand montiert und eignet sich besonders für die Nachrüstung in bestehenden Gebäuden. Er ist meist einfacher zu installieren, benötigt jedoch ausreichend Platz vor der Wand. Ein Unterputzschrank wird in eine Mauernische eingesetzt und fügt sich dezenter in die Wandfläche ein. Bei dieser Variante müssen Nischengröße, Wandaufbau, Statik und gegebenenfalls die Feuerwiderstandsklasse der Wand beachtet werden.
Schutzboxen werden häufig im Außenbereich oder in robusteren Einsatzumgebungen verwendet. Sie können je nach Ausführung für einen oder zwei Feuerlöscher geeignet sein und bieten zusätzlichen Schutz vor äußeren Einflüssen. Die Auswahl sollte immer zur Feuerlöschergröße, zum Montageort und zum Brandschutzkonzept passen.
Wichtige Auswahlkriterien für die passende Schrankgröße
- Füllmenge und Bauform des Feuerlöschers prüfen, zum Beispiel 6 kg, 9 kg oder 12 kg
- tatsächliche Höhe, Breite und Tiefe des Feuerlöschers berücksichtigen
- ausreichenden Innenraum für Armatur, Schlauch, Griff und Wandhalter einplanen
- Türöffnung und Entnahmerichtung beachten
- Montageort prüfen: Innenbereich, Außenbereich, Flur, Treppenhaus, Technikraum oder Betriebshof
- Aufputzmontage oder Unterputzmontage passend zur Gebäudesituation wählen
- bei Unterputzschränken die erforderliche Mauernische berücksichtigen
- Schutz vor Verschmutzung, Vandalismus und Witterung nach Einsatzbereich auswählen
- Kennzeichnung und Sichtbarkeit des Feuerlöscherstandorts sicherstellen
- regelmäßige Wartung und Instandhaltung der Brandschutzeinrichtung einplanen
Weitere Hinweise zur Ausstattung mit Feuerlöschern bietet die ASR A2.2.
Weiterführende Links
- Feuerlöscher-Schutzschränke und Schutzboxen
- Feuerlöscher-Schutzschränke für Innenbereiche
- Feuerlöscher-Schutzboxen für Außenbereiche
- Feuerlöscher-Schutzschrank Montage und Platzierung
- Feuerlöscher-Schutzbox für zwei Feuerlöscher
- Feuerlöscher-Unterputzschrank und Aufputzschrank
- Feuerlöscher-Schutzschrank mit Schloss
- Feuerlöscher-Zubehör
- Wartung und Instandhaltung von Feuerlöschern
Häufige Fragen zu Feuerlöscher-Schutzschränken und Schutzboxen
Sind Feuerlöscher-Schutzboxen wasserdicht?
Nicht grundsätzlich. Je nach Bauart können Feuchtigkeit oder Wasser über Türspalte, konstruktive Öffnungen oder andere Bereiche eindringen. Eine für den Außenbereich vorgesehene Schutzbox ist deshalb nicht automatisch wasserdicht. Für stark bewitterte Standorte sollte die konkrete Ausführung entsprechend gewählt werden.
Welche Schutzbox eignet sich für den Außenbereich?
Das hängt von den Umgebungsbedingungen ab. Entscheidend sind insbesondere Witterungsbelastung, Feuchtigkeit, Korrosionsgefahr, UV-Belastung und der Montageort. Material, Beschichtung, Beschläge und Befestigungsteile sollten für die jeweiligen Bedingungen geeignet sein.
Welche Größe muss die Schutzbox, bzw. der Schutzschrank haben?
Der Schutzschrank, bzw. die Schutzbox muss ausreichend Platz für den tatsächlich verwendeten Feuerlöscher bieten. Dabei sollten nicht nur die Nennfüllmenge, sondern auch Gerätehöhe, Behälterdurchmesser, Armatur, Schlauch und der notwendige Freiraum für die Entnahme berücksichtigt werden. Feuerlöscher gleicher Nennfüllmenge können je nach Hersteller unterschiedliche Abmessungen haben.
Gibt es Schutzboxen für zwei Feuerlöscher?
Ja. Für Standorte mit zwei Feuerlöschern gibt es entsprechend größere Schutzboxen und Schutzschränke. Wichtig ist, dass beide Geräte ausreichend Platz haben und unabhängig voneinander schnell entnommen werden können.
Muss die Schutzbox gekennzeichnet werden?
Der Feuerlöscherstandort sollte eindeutig und gut sichtbar gekennzeichnet sein. Die Schutzbox allein ersetzt eine geeignete Brandschutzkennzeichnung nicht in jedem Fall.
Welche Ausführung eignet sich bei hoher Korrosionsbelastung?
Das hängt von der konkreten Umgebung ab. Bei Salz, Chemikalien oder dauerhaft hoher Feuchtigkeit sollten Material, Beschichtung, Beschläge und Befestigungsteile speziell für diese Bedingungen ausgewählt werden.
Wann ist Edelstahl sinnvoll?
Edelstahl kann bei erhöhter Feuchtigkeits- oder Korrosionsbelastung sowie bei besonderen Anforderungen an die Oberfläche sinnvoll sein. Auch Edelstahl ist jedoch nicht unter allen Bedingungen korrosionsfrei. Bei Salzbelastung, aggressiver Industrieatmosphäre oder chemischer Belastung müssen Werkstoff, Oberfläche und Beschläge besonders berücksichtigt werden.
Können Feuerlöscher-Schutzschränke abgeschlossen werden?
Je nach Ausführung sind verschiedene Verschlusslösungen möglich. Dabei muss jedoch gewährleistet bleiben, dass der Feuerlöscher im Brandfall schnell und ohne unnötige Verzögerung erreichbar ist. Die geeignete Verschlussart richtet sich deshalb nach Einsatzort und Zugangsbedingungen.
Kann ein Schutzschrank in eine Trockenbauwand eingebaut werden?
Das ist grundsätzlich möglich, wenn Schrank- und Wandkonstruktion dafür geeignet sind. Tragfähigkeit, Befestigung und erforderliche Einbautiefe müssen berücksichtigt werden. Bestehen brandschutztechnische Anforderungen an die Wand, darf deren Funktion durch den Einbau nicht beeinträchtigt werden.
Wie muss ein Feuerlöscher-Schrank gekennzeichnet werden?
Der Standort des Feuerlöschers muss eindeutig und gut erkennbar sein. Die Kennzeichnung richtet sich nach der jeweiligen Einbausituation und den für den Arbeitsplatz geltenden Anforderungen. Entscheidend ist, dass die Feuerlöscheinrichtung schnell gefunden und eindeutig erkannt werden kann.
Muss auch der Schutzschrank beziehungsweise die Schutzbox regelmäßig kontrolliert werden?
Ja. Zur funktionsfähigen Feuerlöscheinrichtung gehört auch, dass Schutzschrank oder Schutzbox ihren Zweck erfüllen und die Entnahme des Feuerlöschers nicht behindern. Türen, Verschlüsse, Befestigungen, Kennzeichnung und der allgemeine Zustand sollten deshalb regelmäßig mit kontrolliert werden. Die ASR A2.2 verlangt, Feuerlöscheinrichtungen regelmäßig sachgerecht instand zu halten und auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen.
Was ist bei Korrosion oder beschädigten Türen und Verschlüssen zu tun?
Schäden sollten bewertet und bei Bedarf behoben werden. Korrosion, verzogene Türen oder schwergängige beziehungsweise beschädigte Verschlüsse können den Schutz des Feuerlöschers oder dessen schnelle Entnahme beeinträchtigen. Mängel, durch die die Funktionsfähigkeit der Feuerlöscheinrichtung nicht mehr gewährleistet ist, müssen unverzüglich beseitigt beziehungsweise die betroffene Einrichtung ausgetauscht werden.
Darf die Schutzbox die schnelle Entnahme des Feuerlöschers behindern?
Nein. Der Feuerlöscher muss im Brandfall schnell erreichbar und nutzbar sein. Türen, Verschlüsse oder andere Sicherungen dürfen die Entnahme nicht unnötig verzögern.
Gehören Schutzbox und Schrank zur betriebsbereiten Feuerlöscher-Ausstattung?
Praktisch ja. Der Arbeitgeber muss Feuerlöscheinrichtungen regelmäßig instand halten und ihre Funktionsfähigkeit prüfen lassen. Dazu gehört auch, dass die Unterbringung, Zugänglichkeit und Kennzeichnung so erhalten bleiben, dass der Feuerlöscher tatsächlich eingesetzt werden kann. Für Feuerlöscher selbst nennt die ASR A2.2 grundsätzlich einen Wartungsabstand von zwei Jahren durch einen Fachkundigen, sofern Herstellerangaben nichts anderes vorgeben.
Sie haben Fragen oder benötigen Unterstützung?
Gerne unterstützen wir Sie bei der Auswahl des passenden Feuerlöscher-Schutzschranks oder einer geeigneten Schutzbox für Ihren Einsatzbereich. Ob Stahl- oder Edelstahlausführung, Modelle für den Innen- oder Außenbereich oder spezielle Anforderungen an Witterungsschutz und Korrosionsbeständigkeit – wir beraten Sie persönlich und helfen Ihnen bei der Auswahl der passenden Lösung.


