
Feuerlöscher-Schutzboxen für Außenbereiche schützen Handfeuerlöscher vor Verschmutzung, Witterungseinflüssen und mechanischer Beanspruchung. Sie werden überall dort eingesetzt, wo Feuerlöscher außerhalb geschlossener Räume gut sichtbar, schnell erreichbar und zugleich geschützt bereitgestellt werden sollen.
Typische Einsatzorte sind Betriebshöfe, Ladezonen, Werkstätten mit Außenbereichen, Industrieanlagen, landwirtschaftliche Betriebe, Parkflächen oder andere gewerblich genutzte Außenbereiche.
Warum eine Schutzbox für Feuerlöscher im Außenbereich?
Ein offen montierter Feuerlöscher ist im Außenbereich deutlich stärkeren Belastungen ausgesetzt als innerhalb eines Gebäudes. Staub, Schmutz, Niederschlag, UV-Strahlung, Temperaturschwankungen und unbeabsichtigte mechanische Einwirkungen können die Unterbringung erschweren.
Eine geeignete Schutzbox schafft einen geschützten Aufbewahrungsort und sorgt gleichzeitig dafür, dass der Feuerlöscher eindeutig zugeordnet und schnell entnommen werden kann.
Schutz vor Witterung bedeutet nicht automatisch wasserdicht
Bei Schutzboxen für Außenbereiche muss zwischen Witterungsschutz und vollständiger Abdichtung unterschieden werden. Nicht jede Feuerlöscherbox ist wasserdicht oder für eine dauerhaft ungeschützte Bewitterung geeignet.
Je nach Konstruktion können Feuchtigkeit oder Spritzwasser über Türspalte, Öffnungen oder andere konstruktive Bereiche eindringen. Deshalb sollten Aufstellort und konkrete Ausführung gemeinsam betrachtet werden.
Bei besonders exponierten Standorten kann zusätzlicher baulicher Wetterschutz sinnvoll sein.
Material und Korrosionsschutz
Für Feuerlöscher-Schutzboxen werden je nach Ausführung unterschiedliche Werkstoffe eingesetzt. Entscheidend ist, dass Material und Oberflächenbehandlung zu den Umgebungsbedingungen passen.
In normalen Außenbereichen stehen andere Anforderungen im Vordergrund als beispielsweise bei hoher Salzbelastung, in chemisch belasteter Umgebung oder an dauerhaft feuchten Standorten.
Auch bei korrosionsbeständigen Materialien sollten Beschläge, Verschlüsse und Befestigungsteile berücksichtigt werden, da nicht zwangsläufig alle Bauteile die gleiche Korrosionsbeständigkeit besitzen.
Die richtige Größe der Feuerlöscher-Schutzbox
Die Schutzbox muss zum tatsächlich verwendeten Feuerlöscher passen. Die Nennfüllmenge allein ist dabei nicht immer ausreichend, da sich Feuerlöscher verschiedener Hersteller in Höhe, Durchmesser, Armatur und Schlauchführung unterscheiden können.
Vor der Auswahl sollten deshalb möglichst die tatsächlichen Geräteabmessungen geprüft werden.
- Höhe des Feuerlöschers
- Behälterdurchmesser
- Abmessungen der Armatur
- Schlauch und Schlauchhalterung
- erforderlicher Freiraum zur schnellen Entnahme
Schutzboxen für einen oder zwei Feuerlöscher
Je nach Brandschutzkonzept können an einem Standort ein oder mehrere Feuerlöscher vorgesehen sein. Für zwei Geräte stehen entsprechend größere Schutzboxen beziehungsweise Schutzschränke zur Verfügung.
Bei zwei Feuerlöschern ist besonders darauf zu achten, dass beide Geräte unabhängig voneinander schnell entnommen werden können und ausreichend Platz vorhanden ist.
Montage und Platzierung im Außenbereich
Eine Feuerlöscher-Schutzbox sollte stabil befestigt, gut sichtbar und jederzeit frei zugänglich sein. Der Standort darf nicht durch Fahrzeuge, gelagerte Materialien oder andere Gegenstände blockiert werden.
Bei der Montage sind Untergrund, Befestigungsart und das Gewicht der bestückten Box zu berücksichtigen. Türen oder Deckel müssen sich ausreichend öffnen lassen, damit der Feuerlöscher im Notfall ohne Verzögerung entnommen werden kann.
Kennzeichnung des Feuerlöscherstandortes
Auch bei Verwendung einer auffälligen Schutzbox sollte der Feuerlöscherstandort eindeutig gekennzeichnet sein. Das entsprechende Brandschutzzeichen sollte so angebracht werden, dass die Löscheinrichtung auch aus größerer Entfernung gut erkennbar ist.
Schutz vor unbefugtem Zugriff und Vandalismus
In öffentlich zugänglichen oder vandalismusgefährdeten Bereichen können besondere Verschlusslösungen sinnvoll sein. Dabei darf die Sicherung jedoch nicht dazu führen, dass die Entnahme des Feuerlöschers im Brandfall unnötig erschwert oder verzögert wird.
Wichtige Auswahlkriterien
- Innenmaße passend zum vorhandenen Feuerlöscher
- Eignung für den vorgesehenen Außenstandort
- Material und Korrosionsschutz
- Schutz vor Schmutz und Witterungseinflüssen
- ausreichende Zugänglichkeit
- stabile Befestigung
- gut sichtbare Kennzeichnung
- gegebenenfalls Schutz vor unbefugtem Zugriff
- Ausführung für einen oder zwei Feuerlöscher
Hinweis: Bei dauerhaft bewitterten, salzhaltigen oder chemisch belasteten Standorten sollte die konkrete Material- und Schrankausführung vor der Bestellung geprüft werden. Eine allgemein als „Außenbereich“ bezeichnete Schutzbox ist nicht automatisch für jede Umgebungsbelastung geeignet.
Schutzbox und Feuerlöscher regelmäßig kontrollieren
Zur betriebssicheren Bereitstellung gehört nicht nur der Feuerlöscher selbst. Auch Schutzbox, Schutzschrank, Halterung, Verschluss und Kennzeichnung sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Dabei ist unter anderem darauf zu achten, dass Türen und Verschlüsse leichtgängig funktionieren, keine starken Korrosions- oder Beschädigungsspuren vorhanden sind, die Kennzeichnung gut sichtbar bleibt und der Feuerlöscher ohne Verzögerung entnommen werden kann.
Festgestellte Mängel an Schutzbox oder Schrank sollten ebenso behoben werden wie Mängel am Feuerlöscher selbst, damit die gesamte Brandschutzeinrichtung betriebsbereit bleibt.
Weiterführende Links
- Feuerlöscher-Schutzschränke und Schutzboxen
- Feuerlöscher-Schutzschränke für Innenbereiche
- Feuerlöscher-Schutzschrank Größe auswählen
- Feuerlöscher-Schutzbox für zwei Feuerlöscher
- Feuerlöscher-Schutzschrank mit Schloss
- Wartung und Instandhaltung von Feuerlöschern
Häufige Fragen zu Feuerlöscher-Schutzboxen
Sind Feuerlöscher-Schutzboxen wasserdicht?
Nicht grundsätzlich. Je nach Bauart können Feuchtigkeit oder Wasser über Türspalte, konstruktive Öffnungen oder andere Bereiche eindringen. Eine für den Außenbereich vorgesehene Schutzbox ist deshalb nicht automatisch wasserdicht. Für stark bewitterte Standorte sollte die konkrete Ausführung entsprechend gewählt werden.
Welche Schutzbox eignet sich für den Außenbereich?
Das hängt von den Umgebungsbedingungen ab. Entscheidend sind insbesondere Witterungsbelastung, Feuchtigkeit, Korrosionsgefahr, UV-Belastung und der Montageort. Material, Beschichtung, Beschläge und Befestigungsteile sollten für die jeweiligen Bedingungen geeignet sein.
Welche Größe muss die Schutzbox, bzw. der Schutzschrank haben?
Der Schutzschrank, bzw. die Schutzbox muss ausreichend Platz für den tatsächlich verwendeten Feuerlöscher bieten. Dabei sollten nicht nur die Nennfüllmenge, sondern auch Gerätehöhe, Behälterdurchmesser, Armatur, Schlauch und der notwendige Freiraum für die Entnahme berücksichtigt werden. Feuerlöscher gleicher Nennfüllmenge können je nach Hersteller unterschiedliche Abmessungen haben.
Gibt es Schutzboxen für zwei Feuerlöscher?
Ja. Für Standorte mit zwei Feuerlöschern gibt es entsprechend größere Schutzboxen und Schutzschränke. Wichtig ist, dass beide Geräte ausreichend Platz haben und unabhängig voneinander schnell entnommen werden können.
Muss die Schutzbox gekennzeichnet werden?
Der Feuerlöscherstandort sollte eindeutig und gut sichtbar gekennzeichnet sein. Die Schutzbox allein ersetzt eine geeignete Brandschutzkennzeichnung nicht in jedem Fall.
Welche Ausführung eignet sich bei hoher Korrosionsbelastung?
Das hängt von der konkreten Umgebung ab. Bei Salz, Chemikalien oder dauerhaft hoher Feuchtigkeit sollten Material, Beschichtung, Beschläge und Befestigungsteile speziell für diese Bedingungen ausgewählt werden.
Wann ist Edelstahl sinnvoll?
Edelstahl kann bei erhöhter Feuchtigkeits- oder Korrosionsbelastung sowie bei besonderen Anforderungen an die Oberfläche sinnvoll sein. Auch Edelstahl ist jedoch nicht unter allen Bedingungen korrosionsfrei. Bei Salzbelastung, aggressiver Industrieatmosphäre oder chemischer Belastung müssen Werkstoff, Oberfläche und Beschläge besonders berücksichtigt werden.
Können Feuerlöscher-Schutzschränke abgeschlossen werden?
Je nach Ausführung sind verschiedene Verschlusslösungen möglich. Dabei muss jedoch gewährleistet bleiben, dass der Feuerlöscher im Brandfall schnell und ohne unnötige Verzögerung erreichbar ist. Die geeignete Verschlussart richtet sich deshalb nach Einsatzort und Zugangsbedingungen.
Kann ein Schutzschrank in eine Trockenbauwand eingebaut werden?
Das ist grundsätzlich möglich, wenn Schrank- und Wandkonstruktion dafür geeignet sind. Tragfähigkeit, Befestigung und erforderliche Einbautiefe müssen berücksichtigt werden. Bestehen brandschutztechnische Anforderungen an die Wand, darf deren Funktion durch den Einbau nicht beeinträchtigt werden.
Wie muss ein Feuerlöscher-Schrank gekennzeichnet werden?
Der Standort des Feuerlöschers muss eindeutig und gut erkennbar sein. Die Kennzeichnung richtet sich nach der jeweiligen Einbausituation und den für den Arbeitsplatz geltenden Anforderungen. Entscheidend ist, dass die Feuerlöscheinrichtung schnell gefunden und eindeutig erkannt werden kann.
Muss auch der Schutzschrank beziehungsweise die Schutzbox regelmäßig kontrolliert werden?
Ja. Zur funktionsfähigen Feuerlöscheinrichtung gehört auch, dass Schutzschrank oder Schutzbox ihren Zweck erfüllen und die Entnahme des Feuerlöschers nicht behindern. Türen, Verschlüsse, Befestigungen, Kennzeichnung und der allgemeine Zustand sollten deshalb regelmäßig mit kontrolliert werden. Die ASR A2.2 verlangt, Feuerlöscheinrichtungen regelmäßig sachgerecht instand zu halten und auf ihre Funktionsfähigkeit prüfen zu lassen.
Was ist bei Korrosion oder beschädigten Türen und Verschlüssen zu tun?
Schäden sollten bewertet und bei Bedarf behoben werden. Korrosion, verzogene Türen oder schwergängige beziehungsweise beschädigte Verschlüsse können den Schutz des Feuerlöschers oder dessen schnelle Entnahme beeinträchtigen. Mängel, durch die die Funktionsfähigkeit der Feuerlöscheinrichtung nicht mehr gewährleistet ist, müssen unverzüglich beseitigt beziehungsweise die betroffene Einrichtung ausgetauscht werden.
Darf die Schutzbox die schnelle Entnahme des Feuerlöschers behindern?
Nein. Der Feuerlöscher muss im Brandfall schnell erreichbar und nutzbar sein. Türen, Verschlüsse oder andere Sicherungen dürfen die Entnahme nicht unnötig verzögern.
Gehören Schutzbox und Schrank zur betriebsbereiten Feuerlöscher-Ausstattung?
Praktisch ja. Der Arbeitgeber muss Feuerlöscheinrichtungen regelmäßig instand halten und ihre Funktionsfähigkeit prüfen lassen. Dazu gehört auch, dass die Unterbringung, Zugänglichkeit und Kennzeichnung so erhalten bleiben, dass der Feuerlöscher tatsächlich eingesetzt werden kann. Für Feuerlöscher selbst nennt die ASR A2.2 grundsätzlich einen Wartungsabstand von zwei Jahren durch einen Fachkundigen, sofern Herstellerangaben nichts anderes vorgeben.
Anfrage zu Feuerlöscher-Schutzboxen
Sie suchen eine Schutzbox für einen Feuerlöscher im Außenbereich? Teilen Sie uns möglichst Feuerlöschergröße und Geräteabmessungen sowie Angaben zum vorgesehenen Aufstellort und zur Witterungs- beziehungsweise Korrosionsbelastung mit.


